Regensburgs neueste Restaurants und Cafés: Was 2025 eröffnet hat – und was 2026 kommt

Von der vogelwilden Brezeria über das moderne Mokuli und zahlreichen Asia-Restaurants bis hin zu Imbissen für Nachtschwärmer, zu deren Eröffnung Menschenmassen kamen – Regensburg wurde 2025 um Dutzende Restaurants reicher. Es galt aber auch, Adieu zu sagen: zu Sausalitos, Kona oder dem Leeren Beutel nach 37 Jahren Betrieb. Ein Überblick, was sich 2025 gastronomisch getan hat.
Denn das ist nicht wenig: Wie die Stadt Regensburg auf Nachfrage mitteilt, stieg die Zahl der Gewerbeanmeldungen von gastronomischen Betrieben von 83 im vergangenen Jahr auf 95 heuer. Unsere Auflistung einiger dieser neuen Lokale ist geordnet in gastronomische Kategorien, dann folgen Lokale, die heuer zu machten und ganz zum Schluss geben wir einen kleinen Ausblick auf aufsehenserregende Neueröffnungen, die Anfang 2026 anstehen. Über Links kommen Sie zu allen ausführlichen Artikeln.
Kaffeechen vielleicht? Die neuen Cafés in Regensburg
Los geht es mit Cafés – in der nördlichsten Stadt Regensburgs scheint die Nachfrage nach Cappuccino groß zu sein, denn es sind nicht wenige. Im Februar eröffnete das Begegnungs-Café im nagelneuen Emmeram-Forum, das ehrenamtlich und spendenbasiert betrieben wird. Dort soll jeder willkommen sein und auch ein offenes Ohr vorfinden, sagt Stadtdekan Roman Gerl. Minimalistisch und mit einem Fokus auf „Specialty Coffee“ startete im März das Lazy Lads in der Gesandtenstraße. „Im Endeffekt wollten wir das Großstadtfeeling nach Regensburg bringen“, erzählt Julian Meindl, einer der drei Betreiber, den man bereits von seinem Café Malefiz kennt. Ebenfalls im März bringt Remi Rafunas mit dem Le Petit Bistro&Café etwas Je-ne-sais-quoi in die Bahnhofsgegend. Im April startete das Café Juna in der Bischof-Wittmann-Straße mit dem Konzept „Brunch – Coffee – Wine“ und bietet in Kumpfmühl Frühstück den ganzen Tag. Im mediterranen Spitalien am Kopf der Steinernen Brücke machte im April Karls Café und Bistro auf, mit Kuchen, herzhaften Mittagssnacks und natürlich Kaffee und Cocktails – auf der anderen Seite in der Brückstraße eröffnete kurz vor Weihnachten das Atelier 1410. In der Maxstraße startete das trendige asiatische Café Cloud 9, in der Brückstraße füllt die Weinbar Vini einen prominenten Standort.

Viel Asia, viel Veggie: Die neuen Restaurants in Regensburg
Von Cafés zu Restaurants – Hier zeigen sich ganz deutliche Trends in Regensburg: Italienisch, Veggie und vor allem Asiatisch. Im Januar startete das Ramencado, ein Nürnberger Franchise für Nudelsuppen, im Februar kam das Sardar Ji in der Engelburgergasse dazu. In die Kreuzgewölbe des historischen Ratskellers neben dem Alten Rathaus zog im März das indische Restaurant Swagat ein und beendete drei Jahre Leerstand dort. Handgemachte Biang Nudeln und trendigen smashed cucumber Salat gibt es am Fischmarkt im Donau Wok. Im Museum der Bayerischen Geschichte, wo Archäologen vor zehn Jahren die älteste Breze der Welt fanden, eröffnete im April die Brezeria. Dort gibt es alles von Brezenknödeln zum Braten bis hin zur Brezenpizza. Im Mai startete der bekannte Koch Martin Kagerer im aufsehenerregenden „Korallengebäude“ in der Fritz-Fend-Straße das Mokuli. Es ist modern und edel, jedoch: „gehoben, aber nie abgehoben“, sagt Kagerer. Ebenso edel-chic startete im Juli das Green Heaven in Stadtamhof. Ganz in der Nähe gibt es bei Hellas Nostalgia By Spiros nun auch wieder klassisch herzhafte griechische Küche à la Gyros und Souvlaki. Etwas ganz besonderes gibt es im Ananda im St.-Peters-Weg, einem der jüngsten Restaurants der Stadt. Es setzt völlig auf vegane Küche, in Form von indochinesischen Tapas, Sushi, Bowls und Hotpot. Im November gab es eine Gastro-Rochade in der Altstadt: Das Da Tino zog in die Gesandtenstraße, dafür eröffnete Deyan Donev am Haidplatz das Antico mit italienischen Klassikern. Gleichzeitig wurde das Café Dada am Arnulfsplatz zur Goldenen Kaper, das Lion in der Furtmayrstraße zu Maneki und Alla Turca im DEZ zu Sultan – gleiche Betreiber, neue Namen und Konzepte.

Wenn's mal schnell gehen soll: Die neuen Imbisse in Regensburg
Auch für den schnellen Hunger gibt es neue Anlaufstellen – Imbisse eröffnen überall in der Stadt, zum Beispiel Zatti's Pizzabar in Königswiesen oder die US-Kette Subways, die am Arnulfsplatz in die legendäre frühere McDonald’s-Filiale zog. Ganz unüblich ist dagegen die Landshuter Kette Karls Leberkas, die im Februar beim Bismarckplatz eröffnete und wilde Sachen wie Kaspress-Kasbrezn-Leberkassemmel anbietet. Für den größten Aufruhr sorgte aber wohl Lo Cantina am Haidplatz, das nach vier Jahren Leerstand zurückkam, als Werbegag Döner für einen Cent anbot und damit eine gewaltige Menschenschlange quer über den Haidplatz produzierte. Freude bei Kulinarikfans gab es auch über die Wiedereröffnung der Markthalle am Dachauplatz als City's Garden im April.
Adieu: Diese Lokale verließen Regensburg
Während Eröffnungen stets groß gefeiert werden, verlaufen Schließungen meist abseits der Öffentlichkeit, still und leise. Seppy's in Stadtamhof eröffnete erst im April 2024, heuer war wieder Schluss. Noch kürzer lief das 24-Stunden-Café Pronta – es öffnete und schloss heuer. Genauso ist es mit dem Max Döner in der Maxstraße, der ebenso heuer auf und vor Kurzem wieder zumachte. Das Café Kona in der Altstadt verabschiedete sich ebenso wie Mike Hairstons Rollin Kitchen und die insolvente Kette Sausalitos. Die wohl größte Lücke reißt aber sicherlich das Restaurant im Leeren Beutel, das nach 37 Jahren Betrieb zumachen musste. Wann ein neuer Pächter gefunden wird, ist offen: Gerade gebe es keine neuen Entwicklungen, teilt die Paulaner-Brauerei mit.

Neues Jahr, neue Speisen: Das kommt 2026
So viel zum abgelaufenen Jahr – aber was kommt 2026? Wohl eine der meisterwarteten Neueröffnungen wird das Gloria im gleichnamigen ehemaligen denkmalgeschützten Kino in der Simadergasse. Die Eröffnung soll Anfang des Jahres, spätestens im Februar sein, hofft Gastronom Alex Desentis. Dann soll es nicht nur Essen, sondern auch Filmkultur und Musik geben. Am Neupfarrplatz expandiert außerdem die Spaghetteria in ein ehemaliges Bankgebäude – das zumindest ist seit 2024 der Plan. Aktuell tut sich in dem Gebäude aber nicht allzu viel. Auf jeden Fall 2026 soll es aber soweit sein, sagt Chefin Nilgün Er. Das genaue Datum sei offen, denn aktuell sei der Hausbesitzer noch nicht mit den Bauarbeiten soweit, dass die Räumlichkeiten an Nilgün Er übergeben werden könnten, sagt sie. Ebenso auf dem Neupfarrplatz kommt die Fastfood-Kette Loco Chicken, die ebenso in einem alten Bankgebäude eröffnen soll. Unter den Schwibbögen hat schon heuer die Galerie Bar eröffnet, im Frühjahr soll planmäßig das dazugehörige Café mit italienischem Flair folgen. Louis Zankl, Burhan Firat und Stefan Reisinger eröffnen es im ehemaligen „Wuid und Schee“. Und in Stadtamhof kündigte Oliver Karn wenige Tage vor Jahresende ein „neues, kreatives Gastronomie-Projekt“ an: Das Café Grande soll im Frühjahr kommen und sucht aktuell Personal.