Fastfood is back! US-Kette zieht in legendären ehemaligen McDonalds am Arnulfsplatz

Von Daniel Pfeifer · 19. März 2025 um 15:33

20 Jahre lang war in einem historischen Gebäude am Arnulfsplatz eine der ungewöhnlichsten McDonalds-Filialen Deutschlands: „Zum Goldenen M“. Nun zieht nach Jahren des Leerstands ein anderer US-Fastfood-Riese ein. Die Familie, die ihn eröffnet, ist in Regensburg bekannt – und hat eine uralte Verbindung zu McDonalds.

Es war eine Filiale wie kaum eine andere: der McDonalds am Regensburger Arnulfsplatz. Der ungewöhnliche Standort in einem historischen Wirtshausgebäude mit der Aufschrift „Zum Goldenen M“ wird bis heute explizit im Wikipedia-Artikel des US-Fastfood-Riesen als Filial-Beispiel genannt, inklusive Foto. 2020 aber musste der Chef, Frank „Burger-Meister“ Mosher, schließen. Fünf Jahre lang stand das Gebäude nun leer. Aber nicht mehr lange.

Subway eröffnet schon in wenigen Wochen

Gerade laufen noch die Umbauarbeiten, doch ein temporäres Logo des neuen Mieters in dem Gebäude ist schon zu sehen: Subway. Eröffnen wird die Filiale die Familie Kammel, die bereits vier Subway-Filialen in und um Regensburg betreibt. „Wir sind gerade mitten im Ladenausbau“, erklärt Max Kammel. „Wir planen, zwischen 7. und 15. April zu eröffnen – je nachdem, wie wir vorankommen.“ Schon jetzt verspricht er Fans der Sandwich-Kette: Es wird auch Eröffnungs-Aktionen geben.

Eines kann Max Kammel auch schon sagen: Ebenso wie der frühere McDonalds eine „ruhige“, an das historische Ambiente angeglichene Optik hatte, wird auch der Subway dem Standort angemessen sein. „Nicht so flashy wie andere Subways“, sagt Kammel.

Vater Heinrich verbindet alte Geschichte mit dem Arnulfsplatz

Schon lange war die Familie Kammel auf der Suche nach einem Standort in der Altstadt, erzählt Max Kammel. „Aber die Mieten in der Altstadt sind, obwohl es viel Leerstand gibt, oft sehr, sehr hoch, muss man sagen.“ Dass es nun dieser Standort am Arnulfsplatz wird, ist für die Familie eine ganz besondere Rückkehr zu den Wurzeln.

Erzählen kann dazu ein berühmter Regensburger etwas: Frank Mosher. Der legendäre Gastronom eröffnete 1978 in Regensburg eine der ersten McDonalds-Filialen Deutschlands. Und er eröffnete 2000 das „Goldene M“ am Arnulfsplatz. Seine rechte Hand damals: Heinrich Kammel. „Er ist ein guter Mann“, erinnert sich Mosher zurück. Wenige Jahre später verließ Kammel McDonalds und brachte den ersten Subway nach Regensburg. Eisige Konkurrenz-Stimmung gibt es aber nicht – auch nicht jetzt, wenn Familie Kammel seinen alten Standort übernimmt. „Ich wünsche ihnen Erfolg, ich bin nicht neidisch“, sagt Mosher und lacht.

Die Regensburger Familie hinter Subway

„Es ist schon schön, ein bisschen eine Rückkehr“, sagt Max Kammel über die Vergangenheit seines Vaters am Arnulfplatz. Er hofft, dass sich die Regensburger darüber freuen, dass nun nach fünf Jahren Leerstand wieder Leben in das Gebäude am Arnulfsplatz einkehrt – selbst wenn einige Leute ja bei internationalen Ketten skeptisch seien. „Franchise-Ketten polarisieren natürlich immer“, sagt Max Kammel. „Man sieht die Kette, aber weiß oft nicht, dass da eine Regensburger Familie dahinter steht. Wir sind nicht irgendwelche Investoren, die alles aufkaufen und nichts mit Regensburg zu tun haben.“

In dieses historische Wirtshausgebäude zieht bald Subway ein. Foto: Daniel Pfeifer
Am Arnulfsplatz in Regensburg zieht bald Subway ein. Foto: Daniel Pfeifer