Neues Restaurant im Herz des Regensburger „Korallen-Gebäudes“: Martin Kagerer eröffnet das „Mokuli“

Von Isolde Stöcker-Gietl · 30. April 2025 um 05:00

Noch lässt sich der Gastronom Martin Kagerer nicht in die Töpfe schauen. Ab Mai will er seine Gäste in seinem neuen Restaurant „Mokuli“ in Regensburg mit Menüs und einer kleinen Karte überraschen. Denn das Design-Interieur soll sich auch auf den Tellern finden.

In der Küche riecht es nach angebratenen Zwiebeln und Fleisch. Ein kräftiger Soßenansatz? Und wie wird er den frischen Spargel aus der Region auftischen, der sich in Kisten am Lieferanteneingang stapelt? Gastronom Martin Kagerer gibt sich wortkarg, was gerade hinter den Kulissen seines neuen Projektes abgeht. Der 52-Jährige wird ab Mai die Regensburger Restaurant-Szene aufmischen. Im derzeit auffälligsten Gebäude der Stadt an der Fritz-Fend-Straße, dem „Be orange!“ mit seiner korallenartigen Hülle, eröffnet er das „Mokuli“. „Das, was wir hier machen, wird sehr anspruchsvoll“, schürt der Koch aus Leidenschaft die Erwartungen beim Publikum.

Im derzeit auffälligsten Gebäude Regensburgs, dem „Be orange!“ mit seiner korallenartigen Hülle, eröffnet das „Mokuli“. Foto: Deyerl

Besondere Begleitung

Es ist eine neue Stufe der feinen Gastronomie, die der studierte Betriebswirt mit Hang zur Kulinarik im „Mokuli“ zünden will, das er künftig parallel zu seinem Restaurant „Zwischengrün“ im Minoritenhof in Sinzing betreibt. Er sei jetzt nicht auf dem Weg zum Michelin-Stern, betont Kagerer. Doch er sagt auch, dass er mit seinen durchchoreografierten Menüs für Überraschungsmomente sorgen will. Eine Besonderheit wird etwa die Begleitung der Speisen auch mit nichtalkoholischen Getränken sein. Angelehnt an die kredenzten Weine wird der Küchenchef mit fein abgestimmten Säften und kalten Tees die Aromen der Speisen auf ganz ähnliche Weise unterstützen, wie dies mit den Weinen passiere. „Ein spannendes Thema, in das ich mich in den letzten Wochen intensiv eingearbeitet habe“, erzählt er.

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Das außergewöhnliche Design des Gebäudes wird sich im Restaurant fortsetzen. Sitzmöbel mit pompösen Samtbezügen nehmen den Betonwänden die Strenge. Die Bar und die Bestuhlung greifen organische Formen auf. Besondere Hingucker sind die Elefant-Stühle mit ihren wuchtigen Beinen. Die Küche ist offen gestaltet. An den Wänden werden kuratierte Kunstwerke Aufmerksamkeit erregen. Sowohl das Restaurantdesign als auch die Außenanlagen mit der bei schönem Wetter bestuhlten Terrasse folgen den Prinzipien des Feng-Shui. Lila, mint, orange und dunkles Rot sind die dominierenden Farben im Raum. Und der Design-Gedanke wird sich auch auf den Tellern widerspiegeln. „Unkompliziert, innovativ und urban“, umschreibt es Kagerer.

Mit was die Gäste rechnen dürfen, behält er aber noch für sich. Ein Überraschungsmoment soll bleiben. Nur so viel: Es wird ein wechselndes klassisches und vegetarisches Menü geben, das mit heimischen Produkten arbeitet. Später soll noch eine vegane Variante hinzukommen.. Außerdem wird es eine kleine Karte und Barfood geben. Mittags wird eine Business-Lunch-Karte aufgelegt. „Wir sprechen Leute jeden Alters an, die das Besondere lieben und in entspannter Stimmung eine kulinarisch schöne Zeit haben wollen. Unser Anspruch ist dabei gehoben, aber nie abgehoben“, sagt Kagerer.

Menü auch auf der Terrasse

40 Gäste finden im Restaurant Platz, 20 Plätze gibt es zusätzlich an der Bar und weitere 40 auf der Terrasse. Ob Kagerer auch im Mokuli bekannte Köche an den Herd lässt? Das Restaurant sei eigentlich zu klein für solche Events, sagt er. Im Zwischengrün hatte der Gastronom Spitzenköche wie Tim Raue und Jan Hartwig zu Gast.

Geöffnet hat das Restaurant künftig von Dienstag bis Samstag. Am 30. April wird Kagerer mit einer privaten Party die Eröffnung feiern. „Ich habe mich monatelang vorbereitet, jetzt darf es endlich losgehen“, sagt er und wendet sich wieder seinen Töpfen zu. Was drinnen ist, verrät er – noch – nicht.

Im derzeit auffälligsten Gebäude Regensburgs, dem „Be orange!“ mit seiner korallenartigen Hülle, eröffnet das „Mokuli“. Foto: Deyerl