Mehr als nur Nudelsuppe: Das Ramencado verschreibt sich voll und ganz der japanischen Ramen

In Deutschland kennen viele Menschen Ramensuppe als Packerlgericht, als günstige Studentenmahlzeit für weniger als einen Euro pro Fertigportion im Supermarkt. Dabei kann Ramen so viel mehr sein. In Regensburg verschreibt sich seit Januar ein Lokal voll und ganz dem Gericht: das Ramencado. Wir haben es ausprobiert.
In Japan ist es für Viele ein Lebensgefühl: Allein in Tokio gibt es laut städtischem Tourismusmarketing an die 10.000 Ramenlokale. Längst ist die Nudelsuppe in den Metropolen der Welt angekommen. Auch in Regensburg servieren sie einige asiatische Lokale bereits – nun kam im Januar ein Restaurant dazu, das sich dem Gericht in all seiner Vielfalt widmet: das Ramencado.
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Bei unserem Besuch fällt unsere Wahl auf zwei Klassiker: eine vegetarische Ramensuppe und eine Bentobox. In Echtzeit kann man mitverfolgen, wie die Bestellung an Hauptkoch Quang Nguyen Van weitergegeben wird, denn die Küche ist komplett offen. Und so beobachten wir, während wir als Vorspeise ein cremiges Avocado-Tatar gabeln und ein paar gesalzene Edamame-Bohnen zuzeln, gespannt das Treiben in der Küche. Töpfe klappern und der gebürtig vietnamesische Koch drapiert mit viel Liebe die Ramen-Bestandteile in die Schüssel: Frühlingszwiebeln, Tofu, Morcheln, gekochtes Ei. Und natürlich die in Nürnberg handgemachten Nudeln.
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So isst man Ramen richtig
In kürzester Zeit ist das Gericht auf dem Tisch – nicht umsonst gilt es in Japan als Fast Food, das typischerweise schnell serviert und ebenso schnell gegessen wird. Ich schnappe mir die Essstäbchen und lasse mir etwas mehr Zeit – aber nicht zu viel, denn Ramen schmeckt frisch dampfend heiß am besten. Ein klobiger Holzlöffel soll beim Essen helfen, traditionell kann man die Brühe aber auch gut direkt aus der Schüssel schlürfen. Salzige und tiefe Nuancen wechseln sich mit scharfen Akzenten von Kimchi ab, die samtigen Nudeln nehmen alle diese Nuancen auf.
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Als süße Nachspeise gibt es zum Schluss den Klassiker Mochi. Auf der Karte stünde auch eine Avocado-Pistazien-Creme – passend zur Liebe der Ramencado-Betreiber für die grüne Frucht, die es unter anderem auch in Form von Avocado-Curry, Avocado-Algen-Salat oder Avocado-Pommes gibt. Kulinarisch kreativ präsentiert sich das modern eingerichtete Ramencado, das gleichsam ein angenehmer Ort für ein gemütliches Abendessen ist, wie für eine schnelle Mittagspause – ganz in der Tradition der Ramenlokale in Japan.
Über das Restaurant in Regensburg
Adresse: Direkt am Viereimerbrunnen in der Simadergasse 3 in Regensburg
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11.30 bis 22 Uhr. Unter der Woche ist jeweils nachmittags zwischen 14.30 und 17 Uhr kein Betrieb. „Last order“ ist je 30 Minuten vor Schließzeit.
Weitere Informationen: Das Restaurant hat im Sommer 30 Freisitze und hat Schwesterlokale in Celle, Nürnberg und Erlangen.
Preise: Ramensuppe, auch in vegetarischer Version, kostet zwischen 16 und 18 Euro, hausgemachten Eistee gibt es für 6 Euro.
„Ein Gasthaus“ – das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also.