Mehr Gäste, mehr Läden, mehr Miteinander: Das wünschen sich Neunburger für 2026

Von Jan Lange · 1. Januar 2026 um 17:00

Auch Anfang 2026 blickt die MZ in die Glaskugel. Dabei haben wir wieder Personen aus Neunburg und Umgebung gefragt, welche Nachrichten sie sich für dieses Jahr wünschen.

Wunsch eins – Schwarzachtaler Heimatmuseum knackt die 5000er-Besuchermarke: Während des Burgadvents hatte das Schwarzachtaler Heimatmuseum mehr Besucher als im gesamten Jahr 2024. Heuer schauten sich mehr als 3400 Besucher die Exponate im Schloss an – eine Steigerung von 198 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Museumsleiter Johannes Steidl wünscht sich, dass es 2026 weiter nach oben geht. „Wir wollen die 4000er oder sogar die 5000er-Besuchermarke knacken“, meint er. Erfolgreich ist das Museum auch in den sozialen Medien: Erst seit Kurzem präsent, konnte das Museum innerhalb von zwei Wochen bereits 100 Follower gewinnen.

Die Ausstellung im Museum über den Eixendorfer See kommt gut an – auch bei den früheren Bewohnern von Eixendorf. - Foto: Ralf Gohlke, Archiv

Wunsch zwei – Mehr Läden und Gastronomie beleben die Altstadt: Wer die Hauptstraße entlang schlendert, dem fallen die vielen leeren Geschäfte auf. Es sollte ein paar mehr Läden geben, die für eine Belebung der Altstadt sorgen, wünscht sich Anna Benz-Reichenauer. Auch Kneipen, in denen man sich abends mal reinsetzen kann, wären aus ihrer Sicht schön.

Zuletzt hatte es diesbezüglich eher negative Schlagzeilen gegeben: Der Stadtimbiss schloss nach wenigen Monaten und auch der Getränkemarkt Scharl am Rande der Altstadt ist seit dem Sommer Geschichte. Eröffnungen gab es heuer nur wenige – so lädt der Mittelalterladen seit dem Frühjahr zum Einkaufen ein und am unteren Ende der Hauptstraße, unmittelbar am Jobplatz gibt es seit Anfang September den Barbershop Da Vinci. Erst vor wenigen Tagen feierte der Non-Food-Discounter Tedi die Eröffnung seiner Neunburger Filiale, die sich aber an der Rötzer Straße, also nicht in der Altstadt befindet.

In der Neunburger Altstadt sollte etwas mehr Leben einziehen durch neue Geschäfte und Gastronomie. - Foto: Jan Lange

Wunsch drei – Touristiker kommunizieren mehr miteinander: Werner Dietrich, Leiter des Neunburger Tourismusbüros, wünscht sich, dass es mehr Kommunikation unter den Touristikern gibt. Die touristischen Anbieter der Stadt und der Zweckverband Oberpfälzer Seenland sollten mehr miteinander arbeiten als gegeneinander. Zu oft stehe aus seiner Sicht das Negative im Vordergrund.

Dietrich spielt damit auf die alljährlichen Diskussionen um die Mitgliedschaft im Zweckverband an. Bei der Zukunftswerkstatt des Oberpfälzer Seenlandes sei immer wieder der Wunsch nach mehr Kommunikation geäußert worden. Einen ersten guten Anfang sieht Dietrich in dem Netzwerktreffen Tourismus, das am 9. Oktober im Golfclub Oberpfälzer Wald Premiere hatte. Das nächste ist am 27. Januar im Brauergasthof Jacob in Bodenwöhr geplant.

Wer auf der Bank an der Skaterbahn sitzt, bekommt von den Sprüngen nichts mit. - Foto: Jan Lange

Wunsch vier – Sitzbank am Neunburger Skatepark wird umgestellt: Die Sitzbank am Skatepark ist derzeit so aufgestellt, dass man auf den Untersee blickt. Sie sollte aber in Richtung Skaterbahn umgedreht werden, wünscht sich Cornelia Walbrun. Das gelte genauso für die Bänke bei der Boulderwand. Wenn die Bänke umgestellt werden, könnten Eltern ihren Kindern beim Skateboardfahren oder Klettern an der Boulderwand zusehen, findet Walbrun.

Die Geschäfte und Fieranten konnten sich heuer beim Wintermarkt über ein großes Besucherinteresse freuen. - Foto: Ralf Gohlke, Archiv

Wunsch fünf – Auch der Wintermarkt 2026 wird ein großer Erfolg: Der Verein der Selbstständigen hatte 2025 erstmals die Organisation des Wintermarktes übernommen – und die Premiere war mehr als gelungen. Die zahlreichen Fieranten und geöffneten Geschäfte lockten viele Besucher in die Altstadt. 2026 soll es eine Neuauflage geben – und zwar am 29. November. Regina von Wenz, Vorsitzende des Selbstständigen-Vereins, wünscht sich, dass der Wintermarkt dann erneut ein Erfolg wird. „Einige Fieranten haben sich bereits dafür angemeldet“, sagt sie.

Dieser besondere Baum unweit des Ufers des Eixendorfer Sees sollte unter Denkmalschutz gestellt werden. - Foto: Drexler

Wunsch sechs – Uralte Weide am Eixendorfer See wird unter Denkmalschutz gestellt:Am Eixendorfer See steht unweit des Badestrandes in Eixendorf-Ost eine uralte Weide, die allein schon wegen ihrer Wuchsform außergewöhnlich ist. „Sie liegt wie ein Walfisch da“, findet Walter Drexler, der ganz in der Nähe wohnt. Er wünscht sich, dass der weit über 100 Jahre alte Baum unter Denkmalschutz gestellt wird – allein schon wegen seiner Wuchsform, seinem Alter und auch seiner Größe.

Mit dem Anliegen hat sich Drexler auch schon vor einiger Zeit an die untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes gewandt. Dort sei ihm bestätigt worden, dass dieser Baum „in jedem Fall schützenswert“ sei. Danach habe sich aber nichts getan, kritisiert Drexler. Vielmehr sei eine Unterschutzstellung abgelehnt worden. Drexler will aber nicht so schnell aufgeben und hofft, dass es 2026 doch noch eine positive Entscheidung in der Sache gibt. Denn aus seiner Sicht komme diesem besonderen Baum nicht die Aufmerksamkeit zu, die er verdient hätte.

Wunsch sieben – Kosten für Sanierung der Schule Schwarzhofen steigen nicht: Die Generalsanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule samt Teilsanierung der Turnhalle in Schwarzhofen ist mit 5,5 Millionen Euro schon jetzt die größte Investition in der Geschichte der Marktgemeinde. „Der Schulhaus-Umbau soll gut über die Bühne gehen – ohne große Kostensteigerungen“, wünscht sich Bürgermeister Maximilian Beer (CSU). Bei Sanierungen gebe es oft „Überraschungseier“. Die Schulsanierung sei für die Zukunftsfähigkeit des Marktes wichtig, sie soll Schwarzhofen aber „nicht die letzten Haare vom Kopf fressen“, so Beer.

Die Generalsanierung der Grundschule ist das teuerste Bauprojekt in der Geschichte des Marktes Schwarzhofen. - Foto: Jan Lange