Spatenstich in Neunburg: Adventuregolf-Anlage im Stadtpark soll vor dem Winter fertig sein

Minigolf war gestern - was jetzt an gleicher Stelle im Neunburger Stadtpark gerade zwischen dem Kiosk und der Bootsanlegestelle wächst, ist eine Neun-Loch-Adventuregolf-Anlage. Sie ist Teil des Gesamtprojektes mit dem Titel: „Stadtpark Neunburg vorm Wald – Die grüne Oase im Herzen der Stadt neu gedacht“. Verschiedene Sehenswürdigkeiten der Region, wie den Hirschbergturm, sollen Teil der Bahnen sein.
Auch wenn schon mit etwas Verspätung, trafen sich am Montag Bürgermeister Martin Birner (CSU) und seine Stellvertreterin Margit Reichl (CSU), MdL Martin Scharf (FW) und Erich Schmid, Fraktionssprecher der SPD, zusammen mit Verwaltungsleiter Georg Keil, Bauhofleiter Rudolph Christoph sowie den beiden Projektverantwortlichen Ulrike Gruber und Werner Dietrich zum Spatenstich.

1000 Quadratmeter bebaut
Sie konnten sich dadurch gleich davon überzeugen, mit welchem Tempo die Firma Abenteuer Golfprojekt GmbH aus Adelsdorf (Landkreis Erlangen) die Arbeiten, die bereits am Montag der Vorwoche in Angriff genommen worden waren, vorantreibt. „Ich hatte es mir nach dem Plan deutlich kleiner vorgestellt“, meinte der Bürgermeister angesichts der immerhin über 1000 Quadratmeter, die gerade überbaut werden.
Er erinnerte daran, dass in den letzten Monaten und Jahren bereits einige Vorhaben in dem Bereich umgesetzt worden waren, etwa der Mehrgenerationenbereich „Gesund und Fit“, die Kneipp-Anlage oder die Neugestaltung des Bootsanlegers. Letztere sei ebenfalls bereits ein Teil des aktuellen Projektes. Er stellte fest, dass dies nur unter Ausschöpfung der jeweiligen Förderprogramme möglich sei. Die Finanzierung des aktuellen Projektes käme aus Mitteln der gemeinsamen Fraktionsinitiative der CSU und der Freien Wähler im Landtag.

Gezielt Vorhaben unterstützt
Die Basis dafür liefere die „Richtlinie zur Förderung von öffentlichen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE)“. „Sie ermöglicht es uns Abgeordneten, ausgewählte Vorhaben aus unseren Regionen gezielt zu unterstützen“, ergänzte Martin Scharf. Die überregionale Bedeutung sei bei der Auswahl durchaus von Bedeutung, um den ländlich Raum voran zu bringen. Darin sei er sich mit Alexander Flierl (CSU) immer einig. In Zahlen bedeutet das in dem Fall eine voraussichtlich Fördersumme von 261 000 Euro der Gesamtkosten von 345 000 Euro. Die Stadt beteiligt sich mit Eigenmitteln in Höhe von 84 000 Euro. Ulrike Gruber stellte einige Details der Neun-Loch-Anlage vor, die in Zusammenarbeit mit der spezialisierten Firma entwickelt wurde.
Sie soll zu einer Reise durch Neunburg und die Region einladen. So würden die Gäste viele Wahrzeichen der Stadt, wie den Eixendorfer Stausee, den Hirschbergturm, den Pfalzgrafen Johann und das Schloss entdecken können.

Aus dem Grund seien die heimischen Wälder, Fauna und Flora, sowie landschaftsprägende Flussläufe als Themen aufgegriffen worden. Kleine Tafeln an jeder Bahn ermöglichten es den Gästen, sich zu jedem Thema aus der Region, näher zu informieren. Damit böte sich eine gute Gelegenheit, allein in einem Rundgang Interessantes zu erfahren. „Die verschiedenen Skulpturen zu den Themen, werden extra für Neunburg designt und bodenständig in Holz umgesetzt“, erklärte sie. Gleiches gelte beim Bau der gesamten Anlage, möglichst mit regionalen Rohstoffen.
Allein ein Granitfindling mit rund 50 Tonnen wurde bereits integriert. Die Fertigstellung solle noch vor dem Winter erfolgen. Bürgermeister Birner stellte heraus, dass der Zugang frei sein werde. „Anderswo müsste man dafür Eintritt zahlen“, betonte er. Lediglich für Schläger und Bälle werde eine Gebühr verlangt werden. Er war sich mit Martin Scharf darüber einig: „Wir freuen uns schon auf die erste Runde“. Ob sie die in Form eines echten Wettkampfes austragen werden, ließen sie vorerst noch offen.