Nach 40 Jahren: Silvia Niegel betreibt ihr Cosmetic-Stüberl in Neunburg immer noch mit großer Freude

Von Ralf Gohlke · 8. September 2025 um 11:00

Im Februar 2022 erfolgte der Abriss des Raiffeisengebäudes am Jobplatz. Wenn Silvia Niegel an der Stelle vorbeikommt, die heute als Parkplatz des Gasthaus-Hotels „da Sporrer“ dient, steigen in ihr viele Erinnerungen auf. Oberhalb der Geschäftsräume der Bank, betrieb ihr späterer Ehemann Dietmar Niegel eine Massage-Praxis. Und für sie begann dort, 1985 mit der Eröffnung ihres eigenen Kosmetikstudios, der Weg in die Selbständigkeit.

Damals war es eines der Ersten in der Pfalzgrafenstadt. „Es war nur ein relativ kleiner Raum, der mir zur Verfügung stand und deshalb lag die Benennung als Stüberl einfach nahe“, erzählte sie. Auch wenn sich in den zurückliegenden 40 Jahren viel verändert hat, die Flächen und die Angebote größer wurden, ist der Name Cosmetic-Stüberl Silvia bis heute geblieben.

Zuerst in Schwandorf tätig

1977 hatte Silvia Niegel eine Ausbildung zur Reformhaus-Fachverkäuferin begonnen, mit einer entsprechenden Zusatzausbildung an der Reformhaus-Fachakademie Oberursel im Taunus. 1980 schloss sich eine Ausbildung zur Drogistin und zwei Jahre später zur staatlich geprüften Kosmetikerin an. 1983 kam das Diplom zur ärztlich geprüften Fußpflegerin hinzu. Insgesamt arbeitete sie sieben Jahre im Reformhaus Zwick in Schwandorf und ein weiteres Jahr in Regensburg, um sich die nötige Basis für die eigene Selbständigkeit zu erwerben.

Ganz bescheiden begann für Silvia Niegel vor 40 Jahren ihr Weg in die Selbständigkeit. - Foto: Süß

1987 zogen die Niegels um in das Ärztehaus in der Vorstadt, wo sie im Dachgeschoss, neben ihren Praxisräumen eine wahre Wellness-Oase einrichteten, mit allem, was dazu gehört. Es gab hier ein Sonnen-Studio ebenso wie eine Sauna und einen Whirlpool. 1995 stand dann erneut ein Umzug an, diesmal in das eigene Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße 1.

Sehr stolz sind wir auf unsere Tochter, Katharina Göth, die erfolgreich die Ausbildung zur Physiotherapeutin und Osteopathin abgeschlossen hat und die Praxis 2017 übernehmen konnte.

Silvia Niegel über die Physiotherapie-Praxis, die im selben Gebäude wie das Kosmetikstudio eingerichtet wurde

Integriert wurde hier ein Friseursalon und ebenfalls ein Sonnenstudio. Den Salon leitete Silvia Niegel von 2011 bis 2014 selbst, wozu sie auf das dafür ausgebildete Fachpersonal angewiesen war. Später wurde er verpachtet. Die Massage-Praxis wurde seinerzeit in eine Physiotherapie-Praxis umgestaltet und betrieben. „Sehr stolz sind wir auf unsere Tochter, Katharina Göth, die erfolgreich die Ausbildung zur Physiotherapeutin und Osteopathin abgeschlossen hat und die Praxis 2017 übernehmen konnte“, sagte Niegel.

Dem Körper etwas Gutes tun

Das erforderte schließlich noch einmal kleinere Umbauten und einen Umzug für das Kosmetikstudio. Das befindet sich seit 2018 im ersten Stock und umfasst nun drei Behandlungsräume. Die Praxisräume für die Physiotherapie konnten deshalb patientenfreundlich im Erdgeschoss angesiedelt werden. In der Rückschau erinnert sich die Chefin an vier Kosmetikerinnen und Fußpflegerinnen, die sie über die Jahre hinweg beschäftigt hatte. Sie alle hätten später ebenfalls den Weg in die Selbständigkeit gesucht.

Seit vier Jahren ist Steffie Haas die bewährte und beliebte Mitarbeiterin an ihrer Seite. „Von Kopf bis Fuß“, lautet die Philosophie der Angebote von Silvia Niegel und beinhaltet in dem Sinn auch ein umfassendes Spektrum, von der Fußpflege nach entsprechenden Richtlinien, bis zur klassischen Gesichtspflege. Details dazu finden sich auf der Homepage cosmetic-silvia.de.

Bürgermeister Martin Birner brachte zum Jubiläum ein Präsent vorbei. - Foto: Katharina Göth

„Eine Behandlung bei uns soll auch der Entspannung für Körper und Sinne beinhalten“, betont sie und erinnert damit an ein Zitat der spanischen Mystikerin Teresa von Avila: „Tue Deinem Körper etwas Gutes, damit die Seele Lust bekommt, darin zu wohnen.“ Sie selbst lebt offensichtlich auch nach diesem Grundsatz, denn sie strahlt und betont: „Auch nach nun jetzt 40 Jahren fühle ich mich kein bisschen müde, sondern freue mich schon auf die nächsten Jahre.“

Nicht unerwähnt lässt sie dazu einen Dank an die treue Kundschaft, die ihr viele gute Wünsche zum Geschäftsjubiläum übermittelt hatten. Zu ihnen gehörte auch Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU), der ihr die Glückwünsche im Namen der Stadt übermittelte.