Von Marienheim bis Krippe: Auch heuer wurden Millionen in Neunburg investiert

Auch heuer sind in Neunburg Millionen in neue Gebäude und Anlagen oder Sanierungen geflossen. Manche dieser Projekte sind für jeden sichtbar, manche sind nicht auf den ersten Blick zu entdecken. Ein Teil der Maßnahmen wurde abgeschlossen, andere sind erst gestartet und dauern noch an. Die MZ nennt Beispiele, wo Geld ausgegeben wurde.
Snackhersteller investierte in sein Neunburger Werk
Die größte Investition ist auch heuer eine private: Die Lorenz Snacks GmbH hat in ihrem Neunburger Werk eine neue, mehr als 100 Meter lange Produktionsstraße für Stapelchips in Betrieb genommen. Rund zehn Millionen Euro wurden dafür investiert. Die Neunburger sehen darin „ein starkes Zeichen“ für den hiesigen Standort. Mit der hochmodernen Anlage werden die Produktionsflächen nun noch besser ausgenutzt. Im Zuge der Millioneninvestition wurde auch die Zahl der Mitarbeiter auf jetzt knapp 450 erhöht.

Marienheim wurde erweitert
Lange wurde darum gerungen, in diesem Jahr ist endlich der Anbau am Marienheim samt Fluchttreppe errichtet worden. In dem zusätzlichen, dreigeschossigen Trakt sind 15 Bewohnerzimmer und drei Tagesräume entstanden. Es ist der erste von insgesamt vier Bauabschnitten, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Für den ersten Abschnitt wurden rund 3,6 Millionen Euro investiert – es war damit die größte kommunale Investition in diesem Jahr. Die neuen Zimmer sind laut Stadt im ersten Quartal 2026 bezugsfertig. Anfang 2026 sollen auch die Außenanlagen des Erweiterungsbaus fertiggestellt werden.
Energetische Verbesserung der Dreifachturnhalle
Auch in die Dreifachturnhalle an der Mittelschule ist Geld geflossen: Für gut 1,5 Millionen Euro wurden Beleuchtung und Lüftung sowie andere technische Anlagen erneuert. Begonnen wurde damit im Frühjahr, abgeschlossen wurde die Maßnahme im September. Durch die energetische Verbesserung verringern sich die Energiekosten deutlich.
Brücke in Oberauerbach wurde neu gebaut
Monatelang war sie wegen ihres schlechten Zustandes gesperrt, ab Juli wurde die Brücke über den Auerbach in Oberauerbach erneuert – Kosten: rund 530 000 Euro. Schon länger war eine Erneuerung geplant. Die Realisierung zog sich wegen des notwendigen Grunderwerbs hin. Mit dem betroffenen Eigentümer gab es dann im vorigen Herbst eine Einigung. „Wenn es fünf Eigentümer sind, brauchen wir von allen eine Zusage. Daran wären wir fast verzweifelt“, sagte Bürgermeister Martin Birner (CSU) bei der Bürgerversammlung im November.
Neue Krippe entstand an Frühlingstraße
Um den Mangel an Krippenplätzen zu beseitigen, wurde an der Frühlingstraße eine Kita aus Containern errichtet – für gut 340 000 Euro. Anfang April nahm die vom BRK betriebene Einrichtung Burgzwergerl ihren Betrieb auf. Die neue Krippe ist laut Birner in „Rekordzeit“ geplant, genehmigt und gebaut worden.

Ortsstraße Rahm wird neu gestaltet
Mehrere Jahre war das Vorhaben verschoben worden, heuer wurde mit der Neugestaltung der Ortsstraße Rahm samt Sanierung der Stützmauer begonnen. Der Ausbau erfolgt in zwei Abschnitten: Zuerst wird der vordere Teil, ausgehend von der unteren Hauptstraße, gemacht. Der zweite Bauabschnitt in Richtung Eiserner Steg soll im Frühjahr 2026 in Angriff genommen werden. Er umfasst dann auch die Sanierung der Stützmauer. Die Baumaßnahme mit Gesamtkosten von circa 1,6 Millionen Euro (davon 2025: rund 450 000 Euro) soll voraussichtlich im August 2026 abgeschlossen sein.

Straße nach Wundsheim wurde erneuert
Aufgrund eines Stolleneinbruchs der früheren Grube Max musste im Februar die Straße zwischen Wundsheim und Mitterauerbach gesperrt werden. Nach einer mehrmonatigen Sanierung konnte die Straße am 18. Juli wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im aktuellen Haushalt hatte die Stadt dafür 200 000 Euro eingeplant, weitere 180 000 Euro fallen im nächsten Jahr an.

Stadtpark erfährt eine Aufwertung
An der Stelle der bisherigen Minigolfanlage im Stadtpark ist eine Neun-Loch-Adventuregolf-Anlage entstanden. Gut 345 000 Euro wurden dafür investiert, der städtische Eigenanteil belief sich auf rund 84 000 Euro. Im Frühjahr soll die neue Anlage offiziell eingeweiht werden.

Neubau des Eisernen Steges ist angelaufen
Auch wenn der Neubau des Eisernen Steges noch nicht begonnen hat, ist doch bereits heuer eine sechsstellige Summe in den Grunderwerb und die weiteren Planungen geflossen. Die Förderanträge sind laut Stadt bei der Regierung eingereicht, nun warte man auf den Förderbescheid. Sobald der vorliegt, könnten die Bauleistungen ausgeschrieben werden. Nach Aussage von Bürgermeister Birner ist es das Ziel, dass Mitte nächsten Jahres begonnen und im darauffolgenden Jahr das Vorhaben abgeschlossen werden kann. Mit dem Bau des Eisernen Steges soll aber frühestens begonnen werden, wenn die Ortsstraße Rahm fertiggestellt ist.
Wallfahrtskirche St. Leonhard in Seebarn erstrahlt in altem Glanz
In Seebarn wurde die Wallfahrtskirche St. Leonhard saniert. Nun erstrahlt das kleine Gotteshaus innen und außen wieder in altem Glanz. Zuletzt wurde die Wallfahrtskirche in den 1980er Jahren auf Vordermann gebracht. Bei der jetzigen Renovierung – Kosten: rund 350 000 Euro – wurde eine Vielzahl von Mängeln beseitigt – unter anderem Feuchtigkeit im Mauerwerk sowie Putzschäden an der Außenfassade. Im Innenbereich wurde der Putz je nach Schadensbild abgetragen und wieder ergänzt. Daneben wurde eine Entfeuchtungsfuge zwischen den Außenwänden und dem Boden eingebaut.
Bei der Stadtratssitzung in Neunburg am Donnerstag, 18. Dezember, werden Bürgermeister und Fraktionen traditionell auf 2025 zurückblicken – und damit auch auf die eine oder andere Baumaßnahme. Beginn ist um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.