Stadtrat genehmigt Entwurf: Neuer Eiserner Steg in Neunburg soll höher und breiter sein

Von Bernd Hofmann · 14. August 2025 um 11:00

Einen Schritt nach vorne hat der Ersatzneubau des Eisernen Stegs in Neunburg gemacht. Bei der jüngsten Stadtratssitzung wurde der Entwurfsplan genehmigt. Dieser wird benötigt, um einen Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Für die Stadtratsmitglieder und die Zuschauer gab es Neuigkeiten und Diskussionsstoff. So sehen die nächsten Schritte aus.

Der höchste Punkt wurde verschoben

Drei Prozent soll die Steigung der Brücke vom Ärztehaus kommend nicht übersteigen, um barrierefrei zu sein. Deshalb wird laut dem zuständigen Ingenieurbüro Weiß der höchste Punkt des Stegs direkt über der Straße, statt in der Mitte des Übergangs zu finden sein. Die Steigung von der Innenstadt kommend wird dementsprechend höher. Für die kürzere Strecke sei so eine Steigung jedoch innerhalb der Richtlinien.

Mehr Platz für den Verkehr

Eine Nachfrage gab es vonseiten der Freien Wähler zur Durchfahrtshöhe des neuen Stegs. Diese soll rund 4,96 Meter hoch werden – weitaus höher als das vorgeschriebene Mindestmaß von 4,50 Meter. FW-Stadtrat Walter Drexler fragte, warum die zusätzliche Höhe für den Steg nötig sei. Laut Ingenieurbüro Weiß liegt das vor allem an den Unfällen, die sich am Steg bisher ereignet haben. Im Jahr 2020 rammte ein Traktor mit Tieflader, auf dem sich ein Bagger befand, die Brücke über der Konrad-Adenauer-Straße. Damals sei die Durchfahrtshöhe vier Meter hoch gewesen sein. Auch einen Todesfall habe sich dort bereits ereignet. Die gestiegene Übergangshöhe soll laut Florian Stiegler vom Ingenieursbüro für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Der Steg wird breiter

Auch die Breite des neuen Stegs wurde angesprochen, dieses mal kam vonseiten der CSU eine Nachfrage. Momentan ist der begehbare Teil des Stegs 2,20 Meter breit. In Zukunft soll der Steg mit vier Metern fast doppelt so breit sein. CSU-Fraktionsvorsitzender Alexander Trinkmann hatte dazu eine ähnliche Nachfrage wie ein Kollege von den Freien Wählern: Warum soll der Steg so breit sein? Die Erklärung des Büros: Die aktuelle Empfehlungen sehen eine Breite bei vier Metern vor. Diese Empfehlung sei an die 75-prozentige Förderung des Millionenprojekts gekoppelt. Warum vier Meter? Das sei die notwendige Breite, damit ein Fußgänger, ein Rad- und ein Rollstuhlfahrer aneinander vorbeikommen können, so Projektleiter Florian Stiegler.

Steine in den Rötzerbach

Eine kostenrelevante Änderung, die durch Gespräche mit den Fachstellen entstanden ist, betrifft den Rötzerbach: Hier sollen einer Empfehlung folgend Störsteine in den Bach gelegt werden. Die bringen laut Wolfgang Vetter vom Ingenieurbüro Bewegung in das Wasser, die sich positiv für die Lebewesen auswirkt.

So sieht der Zeitplan aus

„Unter idealen Voraussetzungen dauert die Bauzeit ein halbes Jahr“, erklärte Stiegler. Nach Genehmigung der Förderung und bei idealen Umständen könne ab Mitte 2026 mit dem Bau angefangen werden. Die Arbeiten würden dann mindestens ein halbes Jahr dauern. Im Jahr 2027 würden noch Restarbeiten erledigt.

Eine grobe Kostenschätzung für den Neubau des Eisernen Stegs liegt bei rund 1,3 Millionen Euro. Nicht dazu gerechnet sind dabei unter anderem etwaige Planungskosten, Bodengutachten, Kampfmittel- und Schadstoffuntersuchungen. Der Stadtrat billigte die vorgelegte Entwurfsplanung mit Kostenberechnung einstimmig.

Treppenhaus für den Bau

Während der Bauarbeiten wird auch die Rampe am Ärztehaus gesperrt sein. Trotzdem wird der Behelfssteg weiterhin begehbar sein: Dazu wird ein Treppengerüst am Parkplatz des Ärztehauses errichtet. Auch wie die Bauarbeiten den Schulweg beeinflussen werden und ob dort Handlungsbedarf besteht, soll noch abgeklärt werden.