Vier Millionen Euro für das Neunburger Marienheim – Künftig 98 moderne Dauerpflegeplätze

Es ist ein Meilenstein für die Stadt Neunburg: Mit finanzieller Unterstützung des Freistaats in Höhe von rund vier Millionen Euro kann das Marienheim modernisiert und erweitert werden. Künftig wird die Einrichtung 98 moderne Dauerpflegeplätze bieten.
Bürgermeister Martin Birner (CSU) zeigte sich hocherfreut, als ihm die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, im Marienheim den symbolischen Scheck über 3 960 000 Euro überreichte.
Ein Ort der Wärme
Birner begrüßte zu dieser außergewöhnlichen Feierstunde auch MdL Martin Scharf (FW), Regierungsvizepräsidentin der Oberpfalz Christiane Zürn, stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl (CSU) und seinen Schwarzhofener Bürgermeisterkollegen Maximilian Beer (CSU). Mit dabei waren auch die für die Heimaufsicht und Förderung zuständige Sachgebietsleiterin Isabelle Agoston von der Regierung der Oberpfalz, Stefan Rettinger von der Heimaufsicht des Landratsamts, Architekt Michael Steidl und Heimleiter Josef Weiß, Stadträte sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Marienheims.
Der Tag der Übergabe des Förderbescheids markiere einen wichtigen Meilenstein für die Stadt Neunburg und die Spitalstiftung, erklärte Birner. Mit dieser großzügigen Förderung könne das Marienheim modernisiert und erweitert werden. Er sprach von einem Ort der menschlichen Wärme.
Pflegekonzept „aus der Mitte der Stadt“
Er sei besonders stolz darauf, dass das Pflegekonzept aus der Mitte der Stadt entstanden sei, sagte Birner und dankte dem ehrenamtlichen Heimbeauftragten Georg Schmid, der das Konzept gemeinsam mit den Mitarbeitern des Marienheims erstellt hat. Bürgermeister Birner sprach allen beteiligten Behörden und Stellen für die Unterstützung. Dieses beispielhafte Engagement zeige, wie stark die Gemeinschaft in Neunburg zusammenstehe, wenn es um die Fürsorge für ältere und pflegebedürftige Menschen gehe.
Birner informierte, dass im Rahmen der Baumaßnahme 15 neue Zimmer in einem Anbau entstehen und 51 vorhandene Räume saniert werden. Damit schaffe die Spitalstiftung Perspektiven für eine würdevolle Betreuung vor Ort und gebe den Bürgern die Gewissheit, auch in schwierigen Lebensphasen verlässlich und in vertrauter Umgebung begleitet zu werden. Birner lud die Staatsministerin auch zur Einweihungsfeier nach der Fertigstellung der Maßnahme ein. Ministerin Judith Gerlach überreichte die Förderzusage in Form eines großen, symbolischen Schecks. Das Geld stamme aus dem bayerischen Förderprogramm „PflegesoNah“.
Wir müssen einerseits neue Pflegeplätze schaffen, aber genauso wichtig ist es, bestehende Pflegeplätze zu erhalten und zu modernisieren.Judith Gerlach, Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin
Sie betonte, dass Pflege eines der Mega-Themen des 21. Jahrhunderts sei, da die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter steigen werde. Dies wiederum bedeute, dass man mehr Pflegeleistung brauche. Man müsse demnach mehr neue Pflegeplätze schaffen, aber auch bestehende Plätze erhalten und modernisieren. Gerlach sagte auch, dass es ihr wichtig sei, dass sich sowohl die Bewohner als auch die Pflegenden gerne in dieser Einrichtung aufhalten. Ihr Wunsch sei es, dass Pflegeheime in Bayern Orte der Geborgenheit und des Vertrauens seien. Durch die Baumaßnahme in Neunburg würden 98 moderne Dauerpflegeplätze geschaffen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und Sehbeeinträchtigungen zugeschnitten seien.
Sozial eingebunden
Im Marienheim lege man auch großen Wert auf die Öffnung in den sozialen Nahraum durch einen offenen Mittagstisch, Musiknachmittage und Vortragsreihen. Die Gesundheitsministerin informierte, dass der Freistaat in den letzten fünf Jahren mit rund 350 Millionen Euro über 7300 Pflegeplätze gefördert habe und in den Jahren bis 2028 weitere 8000 Pflegeplätze finanziell unterstützen werde.