Von Eiserner Steg bis stabile Wirtschaft – Das ist aus den Wünschen der Neunburger für 2025 geworden

Von Jan Lange · 29. Dezember 2025 um 17:00

Anfang des Jahres hatte die MZ den Blick in die Glaskugel gewagt. Sechs Bürger aus Neunburg, Schwarzhofen und Neukirchen-Balbini wurden gefragt, was sie sich für 2025 wünschen. Die MZ schaut nun, ob sich die Wünsche erfüllt haben oder nicht.

Bernhard Dommer hatte sich endlich eine Entscheidung zum Eisernen Steg gewünscht. Dieser Wunsch hat sich erfüllt: Der Stadtrat hat im Juli die Entwurfsplanung für den neuen Steg des Ingenieurbüros Weiß gebilligt. In der Folge reichte die Stadt bei der Regierung der Oberpfalz den Förderantrag ein und wartet nun auf den Bewilligungsbescheid. Sobald dieser vorliegt, könne ausgeschrieben werden, erklärte Bürgermeister Martin Birner (CSU). Ziel sei es, Mitte nächsten Jahres mit dem Bau zu beginnen und diesen 2027 abzuschließen.

Der provisorische Steg soll während der Bauphase stehenbleiben, so dass die Neunburger weiterhin gefahrlos zu Fuß von der Vorstadt in die Altstadt kommen. „Der Behelfssteg wurde so hingestellt, dass der neue Steg unabhängig errichtet werden kann“, weist der Rathauschef hin. Mit dem Bau des Eisernen Steges werde erst begonnen, wenn die Ortsstraße Rahm fertiggestellt ist, versprach Birner in der Bürgerversammlung. Kurz vor Weihnachten hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass sich der Freistaat Bayern anteilig an den Baukosten für den Ersatzneubau beteiligen wird.

Weniger Windgebiete

Bürgermeister Martin Birner hatte sich seinerseits die Streichung der Wind-Potenzialfläche SAD 16 bei Mitterauerbach gewünscht. Auch dieser Wunsch ging in Erfüllung. In dem im Sommer veröffentlichten Entwurf der Windvorranggebiete im Landkreis Schwandorf war die Fläche komplett gestrichen worden. Der Regionale Planungsverband Oberpfalz-Nord hatte damit auf die teilweise harte Kritik der betroffenen Kommunen und Bürger reagiert. Inzwischen sind die Wind-Potenzialflächen durch den Planungsausschuss festgezurrt worden.

Es schaut positiver aus als erwartet.Martin Birner, Neunburgs Bürgermeister

Dass die Neunburger Wirtschaft auch 2025 robust bleiben soll, hatte sich Simon Rosner gewünscht. Dieser Wunsch wurde ebenso erfüllt. Lediglich die Firma DTS Maschinenbau und die WSF Werkzeugmaschinen GmbH mussten Insolvenz anmelden. Bei DTS gab es später einen Neustart mit 69 Mitarbeitern – 100 weniger als zuvor. Bei anderen Neunburger Arbeitgeber gab es keine größeren Entlassungen. „Es schaut positiver aus als erwartet“, meint Bürgermeister Birner. Die größten Arbeitgeber hätten gut gewirtschaftet und seien bei den Mitarbeiterzahlen stabil, so das Stadtoberhaupt weiter. Der Snackhersteller Lorenz hatte sogar einen hohen Millionenbetrag in eine neue Produktionsstraße investiert und 20 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Wunsch vier kam von Fritz Weig, dem Abteilungsleiter Handball des 1. FC Neunburg. Weig hatte sich gewünscht, dass die Dreifachturnhalle an der Mittelschule von den Vereinen weiterhin kostenlos genutzt werden kann. Ebenfalls erfüllt. Zwar war die Erhebung einer Nutzungsgebühr kurzzeitig im Gespräch, das Thema ist dann aber nicht weiter verfolgt worden.

Vielmehr hatte die Stadt andere Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu sparen. So werden durch eine neue Lüftung und Beleuchtung Betriebskosten eingespart. Gleichzeitig beschloss der Stadtrat, die Richtlinien für die Sport- und Vereinsförderung anzupassen. Die Förderung für Investitionen, also unbewegliches Vermögen, wurde von 25 auf 20 Prozent gekürzt und die für bewegliches Vermögen von 20 auf 16 Prozent. Bei der Förderung für Friedhöfe gab es keine Kürzung, die finanzielle Unterstützung für kirchliche Einrichtungen wurde dagegen ganz gestrichen.

Peter Cornelius war nicht da

Alfred Wolfsteiner aus Schwarzhofen wünschte sich, dass die Staatsstraße 2040 weiter saniert wird. Auch diesbezüglich gab es positive Nachrichten: Mit dem Brückenneubau über die Murach bei Zangenstein wurde ein Nadelöhr beseitigt. Der Zufahrtsbereich nach Uckersdorf wurde gleich mit erneuert und die enge Kurvensituation entschärft. Damit wurde die Staatsstraße für einen möglichen zukünftigen Ausbau in dem Bereich bereits verbreitert.

Der Sänger Peter Cornelius sollte 2025 in Neukirchen-Balbini auftreten. Das hatte sich Stefanie Götz gewünscht. Es ist der einzige von sechs Wünschen, der sich nicht erfüllt hat. Veranstaltungen gab es in Neukirchen-Balbini aber auch 2025 jede Menge – unter anderem das Heimat- und Naturfestival, den Sportlerball der SpVgg, den Michaelimarkt sowie den Weihnachtsmarkt.

Und auch im nächsten Jahr können sich die Einwohner von Neukirchen-Balbini auf zahlreiche Veranstaltungen in der Marktgemeinde freuen - wie zum Beispiel der Sportlerball am 30. Januar, die Einweihung der Tennisplätze und der Flutlichtanlage am 11. April, den bayerischen Abend „VA-Blech meets Oberkrainer“ am 6. Juni und das 150. Jubiläum der Feuerwehr Neukirchen-Balbini im Juli.