Freude in Neukirchen-Balbini: Michaelimarkt war wieder ein Magnet

Von Ralf Gohlke · 29. September 2025 um 17:00

Wenn es um Märkte geht, macht Neukirchen-Balbini seinem Ehrentitel Marktgemeinde, der ihm schon um 1300 verliehen wurde, alle Ehre. Aktuelles Beispiel dafür: Der zehnte Michaelimarkt, der am Sonntag über die Bühne ging.

„Ich weiß nicht, ob wir wirklich einen besonderen Draht zum heiligen Michael haben, auf jeden Fall hat er uns bisher noch nie im Stich gelassen und immer gutes Wetter geschickt“, freute sich Helga Probst, die Vorsitzende des Tourismusvereins.

Der Erzengel ist nicht nur Namensgeber der örtlichen Pfarrkirche, sondern zugleich auch Schutzpatron von Kaufleuten, Handwerkern und einigen mehr. Sein Gedenktag wird in der katholischen Kirche traditionell am 29. September gefeiert und daher rührt auch der Name dieses Marktes. Den überaus zahlreichen Besuchern bescherte er einen milden Spätsommertag, ideal zum flanieren durch die Reihen der Anbieter aber auch, um sich im Freien den angebotenen Speisen und Getränken zu widmen.

Erfreuliches Problem gelöst

Für die Veranstalter hatte sich vor Beginn noch ein kleines, aber erfreuliches Problem dadurch ergeben, dass sich einige Standler kurzfristig entschlossen, den Markt anzusteuern. „Letztlich konnten wir aber alle unterbringen“, freute sich Probst. So kamen erstmals Dirndl und Lederhosen ins Angebot, und auch hochwertige Keramik sei in der Form noch nicht angeboten worden. Ebenso habe sich ein Anbieter dekorativer Vogelhäuser spontan entschlossen, seinen Weg nach Neukirchen zu suchen.

Hier konnte ein dekoratives Vogelhaus für die gefiederten Freunde im Garten erstanden werden. - Foto: Gohlke

Alles zusammen beflügelte die gute Stimmung, die von Beginn an auf dem Marktplatz vor dem sanierten Schießl-Anwesen und in dessen Mauern herrschte. In einer ersten Nachlese stellte die Vorsitzende fest, dass die Anbieter durchweg „zufriedenstellende Umsätze“ signalisiert hätten. Dass zum Beispiel das Rehragout und der Schweinebraten zur Mittagszeit sehr schnell ausverkauft waren, habe an der Nachfrage, nicht an der angebotenen Menge gelegen.

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Kurz vor Marktende, das für 17 Uhr vorgesehen war, meldeten einige Verpflegungsstände ebenfalls ein „ausverkauft“. Nicht unerwähnt blieb, dass im kulinarischen Angebot ganz bewusst vegane und vegetarische Speisen angeboten wurden.

Eigenes Terrain für die Kinder

Überhaupt: Die vielfältige Mischung des Angebots nannte die Organisatorin mit als Hauptgrund für den guten Besuch. Einige Selbstvermarkter hätten sich präsentiert mit Kürbissen, Obst von der Streuobstwiese, speziellen Wursterzeugnissen oder diversen Käsesorten. Geschenk- und Dekoartikel aus dem Kunsthandwerk, aber auch Produkte für das körperliche Wohlbefinden seien ebenfalls vorhanden gewesen.

Herbstzeit ist Kürbiszeit: Hier wurden neben verschiedenen Sorten auch gleich die passenden Rezepte mit angeboten. - Foto: Gohlke

Den Kindern sei ein eigener Platz für einen Flohmarkt angeboten worden, hinzu kamen eine Schnitzeljagd und das beliebte Glücksrad. Erfolgreich sei die erstmals veranstaltete Tombola zugunsten des Tourismus- und des Imkervereins gewesen. Die Hauptpreise, ein Tablet und Digitalradio, konnten schon am Vormittag von ihren Gewinnern in Empfang genommen werden.

„Möglich war das Ganze aber auch nur dadurch, dass die Marktgemeinde die Trägerschaft übernommen und den Schießlhof zur Verfügung gestellt hat“, sagte Probst. Besonderen Dank richtete sie an den Bauhof, der für die Wasser- und Stromanschlüsse sowie die Absicherung gesorgt habe.