Ernstfall geprobt: Rund 100 Einsatzkräfte löschten den Schießlhof in Neukirchen-Balbini

Von Helga Probst · 26. September 2025 um 15:00

Am Dienstag um 18.30 Uhr heulte die Sirene auf dem Dach des Rathauses in Neukirchen-Balbini. Rauch stieg aus dem renovierten Schießlhof auf, dem Schmuckstück des Marktes. Die Meldung lautete „B4 Brand Schießlhof und Personen in Gefahr“. Doch es handelte sich lediglich um eine Übung.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte starteten die ersten Feuerwehren (Neukirchen-Balbini/Seebarn/Stamsried) sofort mit dem Innenangriff und der Personensuche. Nach kurzer Zeit wurden die drei Opfer von Atemschutzträgern gefunden und geborgen. Zeitgleich baute die Wehr aus Alletsried die Wasserversorgung für die Drehleiter aus Neunburg vorm Wald auf.

Sie schlossen an der Löschwasserzisterne am Marktplatz-Brunnen an. Die Neunburger Floriansjünger nahmen die Brandbekämpfung aus der Luft auf. Vom Wasserleitungsnetz bauten die Feuerwehren Fronau, Hansenried und Egelsried 2B-Leitungen mit einer Länge von 500 Metern Gesamtlänge für den Wasserwerfer der FF Stamsried. Das Wasserleitungsnetz kam dabei an seine Grenzen.

Fazit fiel positv aus

Bei der Abschlussbesprechung wurden der Ablauf und Verbesserungsvorschläge besprochen. Das Fazit der Übung fiel positiv aus. Kreisbrandrat Christian Demleitner bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die Leistungen der Feuerwehrdienstleistenden das ganze Jahr über. Bürgermeister Markus Dauch freute sich, dass das Zusammenspiel der vielen Feuerwehren gemeindeübergreifend und auch landkreisübergreifend so gut geklappt habe. Die Gemeinde spendierte zum Abschluss für die Teilnehmer eine Brotzeit im Schießlhof.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von stellvertretendem Kommandanten Tobias Wagner, der den fast 100 Einsatzkräfte reibungslos ihre Aufgaben zugewiesen hat. Kommandant Markus Stubenrauch war zum ersten Mal als Kreisbrandmeister mit dabei. Feuerwerker Stefan Roith sorgtet mit künstlichem Nebel für ein echtes Einsatzgeschehen. Bei der Übung waren die Feuerwehren Neukirchen-Balbini, Alletsried, Egelsried, Hansenried, Seebarn, Neunburg, Stamsried, und Fronau anwesend – insgesamt fast 100 Einsatzkräfte.