Ausflug ins Land der Operette: Solist Stephan Schlögl und seine Musikfreunde kommen nach Neunburg

Der Kunstverein Unverdorben, als Veranstalter des original Neunburger Kunstherbsts besitzt anscheinend eine besondere Gabe. Immer wieder gelingt es den Verantwortlichen, Künstler aus der Region zu verpflichten, die hier geboren wurden und entweder schon gleich nach ihrer Schulzeit oder einem Studium, in der Ferne erfolgreich ihren Weg gingen. Und inzwischen haben nicht wenige in ihrem Genre große Bekanntheit und Beliebtheit erreicht.
Beispiele dafür gab es schon einige, und der Tenor Stephan Schlögl ist ebenfalls eines dieser herausragenden Talente. Schlögl wurde 1993 in Oberviechtach geboren und ist in Stadlern aufgewachsen. Sein angeborenes musikalisches Talent führte ihn schon mit elf Jahren ans Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, wo er neben einer Gesangsausbildung auch Klavier und Trompete erlernte.
Bei den „Stimmen der Berge“
Bei den weltweiten Konzertreisen des Chors trat er vielfach als Gesangssolist in Erscheinung. Schließlich wurde er 2014 Mitglied des ebenfalls renommierten Brenner Ensembles in Regensburg. Eine von drei CDs unter seiner Beteiligung erhielt 2018 den Opus-Klassik-Preis. Nach der Gründung der A Capella-Gruppe „Free Vocals“ und dem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung zum Eurokaufmann beschloss Stephan Schlögl endgültig, die Musik zu seinem Lebensinhalt werden zu lassen.
Dazu trat er der eher populär ausgerichteten Gruppe „Stimmen der Berge“ bei. Gleichzeitig studierte er Gesangspädagogik auf Bachelor und Master an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik an der Uni Regensburg und hängte, parallel dazu, gleich noch ein Studium Schulmusik für Gymnasium an. Seinen Masterstudiengang „MA Performance“ absolvierte er bei Professor Sebastian Geyer in Zürich und schloss diesen, heuer im Sommer mit Auszeichnung ab.
Von klein auf wurden meine Schwester und ich mit den alten Filmen mit Hans Moser, Paul Hörbiger und Peter Alexander groß gezogen.
Stephan Schlögl, Tenor
Die Liste seiner Tätigkeitsfelder seit 2022 ist beinahe unendlich – vom Solisten und professioneller Chorsänger bis nach Mailand, Amsterdam und Budapest, als Opern-Produzent von Orpheus und Eurydike am Stadttheater Fürth sowie seiner exklusiven Rolle als „Schwan“ in der Carmina Burana von Carl Orff, die alljährlich mehrmals in großen Häusern von München bis Luzern aufgeführt wird.
Sein Auftritt zusammen mit seinem Baritonkollegen Daniel Hinterberger, der spanischen Pianistin Toia Conejo Gonzales und der Violinistin Veronika Pröbstl, am Donnerstag, 2. Oktober, um 19 Uhr, in der Schwarzachtalhalle ist zugleich eine Premiere für das Programm „Wien, du Stadt meiner Träume“.

„Von klein auf wurden meine Schwester und ich mit den alten Filmen mit Hans Moser, Paul Hörbiger und Peter Alexander großgezogen“, erzählt Schlögl. In den derzeit verrückten Zeiten habe er wieder etwas Bedürfnis nach einem Stück heile Welt verspürt, was gerade diese Lieder ja häufig vermittelten. Seine Studienkolleginnen Toia und Veronika waren gleich begeistert von der Idee. „Toia habe ich während meines künstlerischen Masters kennengelernt und Veronika während eines vorherigen Masters in Regensburg“, erläutert Stephan Schlögler. Daniel sei sein Sangeskollege im Chor des Bayerischen Rundfunks, mit dem er auch Erfolge mit der Schlagergruppe „Stimmen der Berge“ gefeiert habe. Auch bei ihm fiel der Gedanke auf fruchtbaren Boden.

Der Titel für das Programm „Wien, du Stadt meiner Träume“ sei relativ schnell gefunden worden, nachdem das gleichnamige Lied auch im Programm enthalten sein sollte. Damit lasse sich sehr gut erahnen, in welche Richtung das Konzert gehen solle, nämlich nach Wien und in das Reich der Operette.
Sehr fleißig unterwegs
Schlögl erwähnt, dass sie, ohne Daniel, mit dem Vorgängerprogramm „Dein ist mein ganzes Herz“, bereits sehr fleißig im süddeutschen Raum unterwegs waren. Stationen waren unter anderem Bad Kötzting, Bad Füssing und Königsbronn. Selbst seine Heimatgemeinde Schönsee besuchte das Ensemble heuer im Mai. Gute Noten gab es dafür aber auch in den Schweizer Städten Zürich und Wädenswil.
„Und eben weil das so gut funktioniert hat, haben wir nun dieses weitere Programm aufgesetzt“, sagt der Sänger. Karten sind im Vorverkauf unter der Ordermail schafbauerrosa@gmail.com, unter Kartentelefon (0 96 72) 34 35 und im Büro- und Pressezentrum erhältlich.
