Neuer Pfarrer für Schwarzenfeld: Maximilian Moosbauer nun offiziell begrüßt

Von Edgar Pielmeier · 29. September 2025 um 14:50

Schwarzenfeld hat nun auch offiziell einen neuen katholischen Pfarrer – genauer die Pfarrgemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln. Am Sonntag wurde Pfarrer Maximilian Moosbauer feierlich in sein Amt eingeführt, die sogenannte Installation.

Zunächst formierte sich der Festzug aus Fahnenabordnungen der Vereine, der Gremien, Ministranten und Priester am Pfarrhof in Schwarzenfeld. Danach zog man unter den Klängen der Musikkapelle Schwarzenfeld zur Marienkirche. Dort wurde der Neue zunächst von Prodekan Stefan Wagner, als dem Vertreter des Bischofs, den Sprechern der Pfarrgemeinderäte, Angela Dausch und Stefan Wittmann sowie Marion Rieder, stellvertretender Kirchenverwaltungsvorstand der Pfarreiengemeinschaft, empfangen und begrüßt. Man bedankte sich beim Bischof, dass er einen neuen Pfarrer geschickt hat.

Seine erste Stelle angetreten

Der 33-jährige Maximilian Moosbauer war bisher als Kaplan in Mainburg tätig und übernimmt nun seine erste Stelle als Pfarrer. Nach der Begrüßung öffnete Moosbauer die Kirchenpforte und bat alle ins Gotteshaus. Dort wurde ein feierlicher Gottesdienst zelebriert. Musikalisch begleitet von Chor, Orgel und Musikern der Musikkapelle Schwarzenfeld. Die akustischen Eindrücke bewegten sich zwischen der Stimmgewalt des Gesangs und den nachdenklichen Tönen eines Trompetensolos.

Stefan Wagner, Pfarrer in Neunburg, führte als Vertreter des Bischofs, Maximilian Moosburger in sein neues Amt ein. In seiner Rede nahm er Bezug auf die drei rebellischen Nonnen, die eigentlich ihren Lebensabend im Altersheim verbringen sollten, dann aber „mit sanfter Gewalt“, wie er sich ausdrückte, in ihr Kloster zurückkehrten, „als fromme Hausbesetzerinnen“. Ein Aufbegehren gegen die Kirche.

Aus Wagners Sicht führt das zu der Frage, „was und wer ist Kirche?“ Die Wahrnehmung sei oft „die da oben, die Amtskirche“, „aber wer ist wirklich Kirche: Der neue, junge Pfarrer, sein Team in der Seelsorge, die Kirchenverwaltung und über 5000 katholische Christen in Schwarzenfeld, Stulln und allen anderen Orten dieser Pfarrei- ja!“ Aber nicht als Direktor oder Manager, sondern als Seelsorger für die Menschen, so das Fazit von Wagner.

Ich freue mich sehr auf gute Gespräche, kurze Wege und eine vertrauensvolle Nachbarschaft.

Peter Neumeier, Bürgermeister von Schwarzenfeld

In ihrer Begrüßung brachte Marion Rieder die Willkommensgrüße der Pfarrei zum Ausdruck und versprach Unterstützung und Begleitung. Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW) zeigte sich in seinem Beitrag erfreut darüber, dass die fast einjährige Zeit ohne Pfarrer ein Ende hat. Er warf die Frage auf: „Was können wir für dich tun?“ Kirche und Rathaus stehen in Schwarzenfeld Tür an Tür, das sei ein Zeichen dafür, dass sie gemeinsam Verantwortung für die Menschen tragen. „Ich freue mich sehr auf gute Gespräche, kurze Wege und eine vertrauensvolle Nachbarschaft.“

Ökumenisches Miteinander

Diakon Jürgen Weich, als Vertreter der evangelischen Kirche wünschte sich ein richtiges, gutes ökumenisches Miteinander.

Nach den Reden bildete der Kinderchor, der ein Gemeinschaftschor der beiden Kinderchöre Piccolo aus Schwarzenfeld und Herzenstöne aus Stulln war, mit seinem Lied „Liebe das Leben und das Leben liebt dich,“ den Abschluss.

Die Messe wurde mit viel Geistlichkeit zelebriert. - Foto: Edgar Pielmeier