Mit 33 wird er Schwarzenfelds Pfarrer: Maximilian Moosbauer stellt sich vor

Von Martin Kellermeier · 4. April 2025 um 05:00

Die Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln bekommt einen neuen Pfarrer. Seelsorger Thomas Hösl bricht seine Zelte nach nur einem Jahr ab. Auf ihn folgt mit Maximilian Moosbauer ein junger Seelsorger. Der 33-Jährige will bereits in den kommenden Wochen erstmals in Schwarzenfeld vor Ort sein.

Für viele Gläubige war es mehr als eine Überraschung. Vor ein paar Wochen hatte Thomas Hösl, der erst seit Herbst 2024 in der Pfarreiengemeinschaft wirkt, seinen Abgang angekündigt. Er werde zum 1. September die Leitung der Pfarrei Leuchtenberg im Landkreis Neustadt/Waldnaab übernehmen, teilte der gebürtige Nabburger mit.

Als Gründe für den schnellen Wechsel wurden in einem Zeitungsbericht eine geschwächte Gesundheit und die nahende Zusammenlegung der Pfarreiengemeinschaft mit den Pfarreien von Schwarzach und Fensterbach genannt. Für diese Mehrbelastung fehle ihm die Kraft, hieß es.

Für die Mittelbayerische war Hösl am Donnerstag nicht erreichbar. Stattdessen wurde der Redaktion vom Pfarrbüro eine Mitteilung übersandt, die am vergangenen Wochenende bei den Gottesdiensten verlesen wurde.

In dem Statement heißt es, dass der Regensburger Bischof „nach dem positiven Votum der Ordinariatskonferenz“ Maximilian Moosbauer ab 1. September 2025 zum Pfarrseelsorger für die örtliche Pfarreiengemeinschaft ernennt. „Das Bischöfliche Ordinariat und Pfarrer Hösl bitten um eine positive Aufnahme dieser Entscheidung“, so der Wortlaut.

Nach Ostern besucht Moosbauer Pfarrei in Schwarzenfeld

Der künftige Pfarrer von Schwarzenfeld will sich bereits in den kommenden Wochen ein Bild von seiner neuen Wirkungsstätte machen. Schon nach Ostern wolle er erstmals seine Pfarrstellen besuchen, kündigte Maximilian Moosbauer gegenüber der MZ an.

Der 33-Jährige beschreibt sich „als durchaus humorvollen Menschen“ und „als Priester mit Leib und Seele“. Er sei bescheiden und wolle nah an den Menschen sein.

Moosbauer wurde 1992 geboren und ist in Bach an der Donau im Landkreis Regensburg aufgewachsen. Nach dem Abitur am Gymnasium in Neutraubling begann er ein Theologie-Studium an der Universität in Regensburg. 2019 folgte die Priesterweihe. Als Primizspruch wählte der Geistliche eine Stelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser: „Ich diene der Kirche durch das Amt, das Gott mir übertragen hat.“

Nach seiner Priesterweihe verschlug es Moosbauer zunächst als Kaplan nach Wunsiedel. Seit 2022 ist er Kaplan in Mainburg im Landkreis Kelheim. Die Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln ist somit die erste Station als Pfarrer für den 33-Jährigen.

Die Region in der Mitte des Landkreises Schwandorf ist für Moosbauer nicht fremd. Er kennt die Gemeinde Schwarzenfeld durch Besuche des Passionisten-Klosters am Miesberg. Mit drei Patres der Passionisten hatte er sogar in Regensburg studiert.

Keine Pfarrhausfrau und keine Haustiere

Der künftige Pfarrer wird alleine nach Schwarzenfeld ziehen. Eine Pfarrhausfrau oder Haustiere habe er nicht, sagte er. Sein Lieblingsgebet sei das „Vater unser“, erklärte der 33-Jährige auf Nachfrage. Und wenn er seinen Favorit unter den Kirchenliedern nennen soll, dann blättert er im Gotteslob stets die Nummer 392 auf: Es ist das Stück „Lobe den Herren“.

Maximilian Moosbauer hat großen Respekt vor seiner neuen Aufgabe im Landkreis Schwandorf. Als Herausforderungen nennt er den Strukturwandel vor Ort und die größeren Gemeinden in der Zukunft.

Doch diese Baustellen sollen ihn nicht von seiner Kernmission abbringen: Der 33-Jährige will vor allem die Menschen vor Ort begleiten und ihnen Christus und sein Evangelium verkünden. „Gerade auch den Trauerenden beizustehen und ihnen die Hoffnung auf die Auferstehung zu geben, ist mir ein Anliegen“, so Moosbauer.

In der Marienkirche in Schwarzenfeld steht ab Herbst ein neues Gesicht am Altar. Foto: Johannes Hartl
Der neue Pfarrer kann sich auch auf ein modernes Pfarrheim freuen. Foto: Johannes Hartl