Nach Sanierung wieder freie Fahrt: Arbeiten an Murachbrücke bei Zangenstein fertig

Von Ralf Gohlke · 20. November 2025 um 17:00

Bauzeitüberschreitungen sind, vor allem im öffentlichen Bereich, leider keine Ausnahme. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass der Zeitraum für den Neubau der Murachbrücke bei Zangenstein (Landkreis Schwandorf) und gleichzeitiger Anpassung der Führung der Staatsstraße 2040 um gut ein halbes Jahr verkürzt werden konnte.

Am Mittwoch konnte die Straße wieder freigegeben und damit sämtliche Umleitungen aufgehoben werden. Das gilt auch für den davon betroffenen Radweg.

Verbesserung auf 200 Meter

Im März 2025 begannen die Arbeiten mit dem Abbruch der alten Brücke. Ursprünglich war die Fertigstellung für das Gesamtbauwerk, einschließlich der straßenbaulichen Anpassung, bis zum Frühsommer 2026 vorgesehen gewesen. Aufgrund des kontinuierlichen und reibungslosen Bauablaufes gelang es den beteiligten Firmen, der Strabag für den Brückenbau und der Firma Seebauer für den Straßenbereich es so zeitnah fertig zu stellen.

Aufgrund der naturschutzfachlich anspruchsvollen Umgebung von Murach und Schwarzach, konnte keine Behelfsumfahrung eingerichtet werden. Die einzige Lösung bestand in der Vollsperrung der Staatsstraße und der Umleitung über Niedermurach. Im Zuge des Brückenbaus wurde der Straßenverlauf nun auf einer Länge von rund 200 Metern deutlich verbessert. Betroffen war ebenso die Einmündung nach Uckersdorf, die ebenfalls unter Vollsperrung, an den neuen Verlauf angepasst wurde.

Der für Schwandorf zuständige Bereichsleiter Straßenbau, Björn Letz, vom staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, stellte heraus, das damit eine weiterer Abschnitt der Staatsstraße 2040 im Bereich Schwarzhofen abgeschlossen werden konnte. Für den letzten Teil, zwischen Schwarzhofen und Girnitz, konnte sogar schon die Planung aufgenommen werden. Er ließ allerdings nicht unerwähnt, das derzeit ein Engpass bei den Herstellern der Leitplanken herrsche. Aus dem Grund müsse die Geschwindigkeit noch auf 50 km/h beschränkt bleiben.

Die 60 Jahre alte Brücke, hat zeitweilig sogar zu den schlechtesten im gesamten Amtsbezirk gehört.Hannes Neudamm, Abteilungsleiter Brückenbau am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach

Hannes Neudamm, zuständig für den Brückenbau im Amt erklärte, die 60 Jahre alte Brücke, habe zeitweilig sogar zu den schlechtesten im gesamten Amtsbezirk gehört. Ursprünglich sei nur der Neubau vorgesehen gewesen. In Zusammenarbeit mit Björn Letz sei der Abschnitt dann komplett überplant worden, was zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt habe.

Bedeutende Verkehrsader

Großes Lob galt in dem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Anliegern, vor allem aber den beteiligten Firmen, wodurch die Bauzeit dermaßen reduziert werden konnte. Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) unterstrich erneut die immense Bedeutung dieser Verkehrsader. Er bedankte sich bei den Vertretern des Amtes, sich so für Investitionen auf dem Land einzusetzen. Das sah er ebenso in Bezug auf die sich nun abzeichnende Perspektive für den Lückenschluss.

Christian Schmid, Oberbauleiter der Strabag, sprach auch für Helmut Seebauer junior, in dem er sich ebenfalls für den Auftrag und den reibungslosen Ablauf bedankte.