Beer will Bürgermeister von Schwarzhofen bleiben – CSU nominierte ihn einstimmig

Seit 30 Jahren ist Maximilian Beer Bürgermeister des Marktes Schwarzhofen – und damit der dienstälteste Rathauschef im Landkreis Schwandorf. Es könnten noch weitere sechs Jahre hinzukommen. Dafür hat der CSU-Ortsverband Schwarzhofen jetzt den Weg geebnet: Beer wurde erneut als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Auch bei den Bewerbern für den Marktrat setzen die Christsozialen auf Kontinuität.
Auch nach 30 Jahren mache es ihm „immer noch Spaß“, Bürgermeister von Schwarzhofen zu sein. Das erklärte Maximilian Beer am Samstag bei der Nominierungsveranstaltung im Gasthaus Kellermann in Zangenstein. Er freue sich darauf, weiterhin Verantwortung für die Marktgemeinde zu übernehmen, meinte der 59-Jährige, der hauptberuflich als Regierungsdirektor im bayerischen Gesundheitsministerium tätig ist.
Seine Parteifreunde haben ihn bei diesem Ziel klar unterstützt: Die 17 anwesenden Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Schwarzhofen nominierten den Amtsinhaber einstimmig als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 8. März.
1996 siegte Beer in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber
Dass er sich selbst gewählt hatte, kommentierte Beer mit den Worten: „Wenn man sich selber nicht liebt, wie soll man das von anderen verlangen.“ Nun muss der 59-Jährige am 8. März noch die Schwarzhofener Wähler überzeugen, um weitere sechs Jahre Chef im Rathaus bleiben zu können. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht – bisher ist kein Gegenkandidat bekannt. Bei der Wahl vor sechs Jahren hatte Maximilian Beer 90,4 Prozent der Stimmen erhalten.
Dass er 1996 als 29-Jähriger erstmals seinen Hut in den Ring warf, war dem Umstand geschuldet, dass sich kein anderer Kandidat fand. Als CSU-Ortsvorsitzender habe er einige Leute gefragt, die aber alle abgewunken hätten, so Beer rückblickend. So kam er zum Schluss, es selber zu machen. Kurz vor knapp – ähnlich wie diesmal – sei er nominiert worden.
Es macht mir immer noch Spaß. Damit es mir auch weiterhin Spaß macht, braucht es eine tolle Liste. Und wenn ich auf unsere Liste schaue, dann bekomme ich ein großes Lächeln.Maximilian Beer, Bürgermeister von Schwarzhofen seit 1996
Große Chancen rechnete man ihm nicht aus. Mancher Schwarzhofener war überzeugt, dass der sechs Jahren zuvor gewählte Bürgermeister Helmut Hausladen (FW) „nicht so schnell aus dem Sattel“ zu heben sei. Auch der damalige Rathauschef habe ihn als „angenehmen Gegner“ bezeichnet, erinnerte sich Beer. Sein Eindruck: Er werde nicht für voll genommen. In den verbleibenden Wochen bis zur Wahl habe er alle Türen abgeklappert, um für sich zu werben. Mit Erfolg. Beer kam in die Stichwahl und besiegte den Amtsinhaber klar.
Selbst danach zweifelten einige, ob er sechs Jahre durchhalten würde. Der Diplom-Verwaltungswirt blieb nicht nur sechs Jahre im Amt, sondern mittlerweile 30. Damit ist er nicht nur der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis Schwandorf, er ist auch der längste Rathauschef in Schwarzhofen seit 1803.
Viele Beschlüsse wurden im Marktrat einstimmig gefasst
Dass er so lange im Amt bleibe, hätte er am Anfang nicht gedacht, so Beer. In den 30 Jahren habe er sich, bei allen Höhen und Tiefen, die es gab, auf eine starke Mannschaft verlassen können. Die Markträte seien seine wertvollste Stütze, betonte er. Sie hätten viele Beschlüsse – auch nicht so einfache – einstimmig mitgetragen. So wie beispielsweise die Generalsanierung der Grundschule, die größte Investition in der Geschichte des Marktes. Beer erwähnte ebenso den Neubau der Brücke über die Schwarzach, das neue Feuerwehrgerätehaus, die Erweiterung des Schwarzachtal-Kindergartens und den Ausbau der Staatsstraße 2040.
Für die gute Arbeit, die man als Team geleistet habe, sei die CSU vor sechs Jahren mit deutlichem Abstand – 8294 Stimmen – zur stärksten Gruppierung im Marktrat gewählt worden, sagte Beer. Auch am 8. März wolle man das wieder erreichen. Beer mahnte aber, dass es „keine Garantie zum Gewinnen“ gebe.
Wenn er auf die Liste der CSU-Kandidaten schaue, bekomme er allerdings ein „großes Lächeln“. Es gebe Bewerber aus allen Ortsteilen, junge und ältere, Männer und Frauen. Die Kandidaten seien auch in allen gesellschaftlichen Bereichen verwurzelt. Während andere Gruppierungen Schwierigkeiten hätten, Kandidaten zu finden, habe die CSU eher ein „Luxusproblem“. Denn diesmal dürfen nur noch maximal zwölf statt wie bisher 24 Bewerber aufgestellt werden – bedingt durch eine Änderung des Kommunalwahlrechts. Aus diesem Grund habe man Kandidaten, die noch 2020 auf der CSU-Liste standen, nicht mehr fragen können.
Der jeweilige Platz ist nur eine Nummer
Beer hätte deshalb auf einen eigenen Platz verzichten wollen, doch die Vorstandschaft habe ihn gebeten, zu bleiben und die Liste auch anzuführen. Bei den verbleibenden elf Kandidaten habe man zuerst auf die fünf aktiven Markträte gesetzt und sie nach ihrem Stimmergebnis von 2020 gereiht. Auf den weiteren Plätzen folgen neue und gestandene Bewerber. Der jeweilige Platz sei nur eine Nummer, meinte Beer. Egal welchen Platz ein Kandidat habe, die Wähler würden ihn finden, wenn sie wollen. Er selbst habe bei der Kreistagswahl 2020 auch auf Platz 60 stehend den Einzug in den Kreistag geschafft, so Beer.
Er dankte allen, die bereit seien, anzutreten und Verantwortung übernehmen zu wollen. Die zwölfköpfige Liste wurde ohne Änderung einstimmig angenommen – ebenso wie die vier Ersatzkandidaten.
So sieht die Liste der CSU Schwarzhofen für die Marktratswahl aus
• Platz 1 bis 6: 1. Maximilian Beer, Schwarzhofen; 2. Franz Stockerl, Zangenstein; 3. Anton Köppl, Schwarzhofen; 4. Martina Ippisch, Schönau; 5. Josef Kaiser, Raggau; 6. Michael Fichtl, Zangenstein
• Platz 7 bis 12: 7. Helmut Seebauer jun., Girnitz; 8. Thomas Weiß, Schwarzhofen; 9. Alexandra Fröhlich, Häuslern; 10. Thomas Fischer, Schwarzeneck; 11. Andreas Liebl, Schwarzhofen; 12. Hubert Lohrer, Schwarzhofen
• Ersatzkandidaten: 1. Florian Ruider, Schwarzhofen; 2. Hilde Süß, Schwarzhofen; 3. Thomas Ippisch, Schönau; 4. Lucia Wagner, Schönau