Nach Um- und Ausbau: Kindergarten in Schwarzhofen wird mit Sommerfest offiziell eingeweiht

Von Ralf Gohlke · 21. Mai 2023 um 15:00

Der notwendige An- und Umbau des Schwarzachtal-Kindergartens hat länger gedauert als ursprünglich geplant. Nun konnte endlich die offizielle Einweihung erfolgen.

Niemand hatte am Beginn mit einer Pandemie gerechnet, die das gesellschaftliche Miteinander fast völlig lahm legte. Dass dann auch noch ein Krieg in Europa für Verzögerungen bei Lieferungen und enorm steigenden Preisen sorgte, ahnte bei Baubeginn noch niemand. Was die Arbeiten zudem nicht gerade erleichterte war, dass der Betrieb weiterlaufen musste. All diese Umstände fasste Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) in seiner Festrede beim Sommerfest noch einmal zusammen, dass nun endlich auf dem gesamten Areal über die Bühne gehen konnte.

Das Kindergartenteam und der Elternbeirat hatten viel Arbeit in die Vorbereitungen investiert und es lief, bei endlich angenehmeren Temperaturen, alles reibungslos. Aus dem Grund sangen die Kinder zum Einstand und Willkommen: „Unser Leben sei ein Fest – so wie heut – an diesem Tag.“

Pfarrer gestalten Auftakt

Den Auftakt gestalteten Pfarrer Markus Urban und sein evangelischer Amtsbruder Gerhard Beck aus Neunburg, mit einer kleinen Andacht für den Weiheakt. Pfarrer Beck erzählte dazu die „interaktive“ Geschichte vom kleinen Simeon, dessen Mutter ihn zu einem Mann bringen wollte, der tolle Sachen über Gott erzählen konnte, keinem anderen als Jesus. Weil Simeon quängelte, dass sie zu weit weg waren, wird er immer wieder aufgefordert leise zu sein. Diese Aktionen übernahmen hier dabei die Kleinen aus dem Kindergarten und die Eltern. Schließlich beorderte Jesus seinen Jünger Petrus, Simeon zu ihm zu bringen, mit ganz vielen anderen Kindern. „Ein: Du bist viel zu klein gibt es für ihn nicht – bei Jesus sind wir alle gut aufgehoben“, lautete das Fazit.

Die Andacht schloss mit dem „Vater unser ...“, dass von den Kindern nicht nur gesungen sondern auch getanzt wurde.

Kinderschminken und eine Tombola

Vor dem zweiten offiziellen Teil waren alle eingeladen das umfangreiche Angebot an Speisen und Getränken zu probieren und die Interaktionen für die Kinder anzunehmen. Dazu gehörte auch Kinderschminken, eine Tombola und Klebetattoos.

Der zweite Teil wurde von den Kids mit aufblasbaren E-Gitarren und einer wilden Rockmusik-Nummer eröffnet. In ihrer Begrüßung nannte die Leiterin, Marion Weiß Viele, denen Dank zu sagen wäre, vom Bürgermeister über die Gemeinderäte bis zum Bauhof und dem Elternbeirat sowie allen Eltern. Auch ihrem Team dankte sie für den Zusammenhalt und die gute Arbeit.

Danach gab es einen kleinen Ortswechsel vom Garteneingang zum Haupteingang. Auf der Böschung gegenüber hatte der Bauhof bereits eine vom Architekten Thomas Wilnhammer gestiftete Winterlinde gesetzt, die nun von den Ehrengästen noch einmal symbolisch gepflanzt wurde.

Bevor Bürgermeister Beer seine Festrede hielt hatte Thomas Wilnhammer noch einen besonderen Gast aus Furth im Wald mitgebracht. Der Handpuppe „Drachi“ erklärte er, was hier für ein Fest gefeiert werde, und was er damit zu tun hatte. Drachi meinte, ihm sei es für einen Kindergarten „zu viel Holz und zu wenig bunt“, aber Wilnhammer konnte ihm auch dies erklären und vor allem begründen.

Erster Kindergarten im Landkreis

Der Bürgermeister erinnerte schließlich daran, dass der Markt über den ersten Kindergarten im Landkreis verfügte, ursprünglich noch unter Führung der Mallersdorfer Schwestern. Ihn freute es, dass mit Josefine Sauerer die „erste zivile Leiterin“ und auch deren Nachfolgerin Kathi Reckerziegel mit anwesend waren.

Beer ließ die Geschichte des An- und Neubaus mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren. Vieles habe für Stirnrunzeln gesorgt, letztendlich seien aber alle hinter dem Projekt gestanden. Die Kosten bezifferte er auf rund 2,56 Millionen Euro , die mit rund einer Millionen gefördert worden seien. „Damit investieren wir in die Zukunft unserer Gemeinde“, betonte er. Aktuell besuchten 60Kinder das „Kinderhaus“ , das aber auch in Zukunft der Schwarzachtal-.Kindergarten bleiben werde. Sie setzen sich aus sogenannte Regelkindern, Krippenkindern, Kindern von Migranten und Gastkindern aus Neunburg zusammen.

Zusammen mit der Elternbeiratsvorsitzenden Christina Bauer war er der Ansicht, dass die „wirklichen Perlen“ das Team sind, welche die Kinder in allen Phasen betreuten. Allen Anwesenden bot Beer an ,sich aus dem besonderen Anlass in das goldene Buch der Marktgemeinde einzutragen. Den offiziellen Teil schlossen die „Dancing Sisters“ des SV, mit ihrer Einlage.

Pfarrer Markus Urban (l.) und sein evangelischer Amtsbruder aus Neunburg, Gerhard Beck, übernahmen bei der Übergabe der Kita die Segnung der Kinder und des Personals sowie aller anwesenden Gäste.
Die Kinder sangen zur Einweihung „Unser Leben sei ein Fest – so heut an diesem Tag“.
Architekt Thomas Wilnhammer erklärte "Drachi", was im Haus alles verbessert wurde.
Sie gaben der Pflanzung einer Winterlinde den „letzten Schliff“: Maximilian Beer, Thomas Wilnhammer, Marion Weiß, Jürgen Steinbauer, Pfarrer Markus Urban sowie die stellvertretenden Bürgermeister Franz Stockerl und Andreas Immervoll (v. l.)