Neunburgs Tourismusbüro zieht ins alte Rathaus

Von Jan Lange · 4. Januar 2026 um 05:00

Über den Umbau des alten Rathauses wird in Neunburg schon länger nachgedacht. Nun geht die Stadt den ersten Schritt – und strukturiert damit auch gleich sein Tourismusbüro um.

In den vergangenen Tagen wurden fleißig Möbel gerückt und Regale bestückt. Ein paar Handgriffe sind noch erforderlich, bis das Tourismusbüro wieder öffnen kann. Ab dem 7. Januar ist die Tourist-Information im Erdgeschoss des alten Rathauses zu finden. „Damit werden nun alle Ämter der Stadtverwaltung wieder in einem Gebäude gebündelt“, sagt Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU).

In den Räumen des ehemaligen Ordnungsamtes können sich die Gäste über die Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeit in der Stadt und der Umgebung informieren. Am Service-Angebot und den Öffnungszeiten ändert sich durch den Umzug nichts.

Infopunkt und Gästebüro sind deutlich getrennt

Bis dato war das Tourismusbüro im Nachbargebäude Schrannenplatz 3 zu finden. Das Tourismusbüro zieht aber nicht nur ein paar Meter weiter, sondern wird auch neu strukturiert. Im vordersten Raum wird ein Infopunkt eingerichtet, wo sich die Rathausbesucher über den gewünschten Ansprechpartner in der Stadtverwaltung informieren können. Gleichzeitig nimmt die dortige Mitarbeiter Telefongespräche von außen an und vermittelt sie an das entsprechende Amt.

Im Büro nebenan wird die Tourist-Information zu finden sein. „Beide Bereiche sollen deutlich voneinander getrennt sein“, sagt Werner Dietrich, Leiter des Tourismusbüros. Zuvor war beides in einem Büro, noch dazu einem deutlich kleineren untergebracht. „Wenn man sich mit Gästen unterhalten und die Kollegin gleichzeitig telefoniert hat, war das ein Problem“, findet Dietrich. Nun könne er mehr auf den Urlaubsgast eingehen.

Damit werden nun alle Ämter der Stadtverwaltung wieder in einem Gebäude gebündelt.Martin Birner, Neunburgs Bürgermeister

Zudem ist das Tourismusbüro nun deutlich größer und bietet auch Platz für Praktikanten, die über eine solche Probearbeit in den Tourismus hineinschnuppern wollen. Das dritte Büro dient als Mehrzweckraum, wo beispielsweise auch die Wegewarte Hinweisschilder lagern könnten.

Der Umzug ist ohne größere bauliche Veränderungen möglich, da die Büros im Erdgeschoss des alten Rathauses erst vor einigen Jahren hergerichtet wurden, erklärt Bürgermeister Birner. Das dort ansässige Ordnungsamt ist nach der Fertigstellung des Anbaus in den neuen Trakt gezogen, der auch barrierefrei erreichbar ist.

Gleichzeitig wurde der Haupteingang ins Rathaus in den Innenhof verlegt. Der alte Eingang in den Arkaden an der Hauptstraße wurde seitdem nicht mehr genutzt. Das soll sich ab dem 7. Januar ändern: Das Rathaus kann dann auch wieder vom Schrannenplatz aus betreten werden. Dieser Zugang soll im Rahmen des geplanten Rathausumbaus ebenfalls barrierefrei gestaltet werden. Um das gewährleisten zu können, müssten der Bestandsfußboden laut den Planungen der Architekten auf das Niveau des Schrannenplatzes abgesenkt werden.

Stadt spart sich Mietkosten

Die Räume des ehemaligen Ordnungsamtes standen seit der Einweihung des Anbaus leer wurden lediglich als Lagerräume genutzt. Mit der dortigen Integration des Tourismusbüros schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn für die Büros im Erdgeschoss des alten Rathauses hat sich nicht nur eine neue Nutzung gefunden, sondern gleichzeitig kann sich die Stadt nun die Mietkosten für die Büroräume im Nachbarhaus sparen.

Weit mehr als 20 Jahre war die Tourist-Information dort untergebracht. Als Werner Dietrich die Leitung der Tourist-Info vor 23 Jahren übernommen hatte, war sie bereits im Schrannenplatz 3 beheimatet. Zwischenzeitlich habe es auch Überlegungen gegeben, das Tourismusbüro ins Museum oder die Fronfeste zu verlagern. Davon sei man aber wieder abgekommen, sagt Dietrich. Stattdessen sollte die Tourist-Info im Zentrum am Schrannenplatz bleiben.

Der Neunburger Tourismusverein habe die Verlagerung ins alte Rathaus für gut empfunden, sagt Dietrich, der im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen wird. Dass damit auch die Büros größer werden und die Altstadt eine weitere Belebung erfährt, bewertete der städtische Tourismusverein laut Dietrich ebenfalls als positiv.