Bayerns Finanzminister Albert Füracker lobt Investitionen im Birkenhof in Neunburg

Es tut sich was am Birkenhof in Hofenstetten: Neben dem Hotel schaufeln Bagger Erdhaufen weg, innen gibt es gleich mehrere neue Räumlichkeiten. Auch Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) interessierte sich nun für die Investitionen.
Er sei schon oft dagewesen, meinte der Minister, aber die Hoteliersfamilie Obendorfer habe „immer wieder neue Ideen“. Im Vorjahr hatte Hubert Obendorfer seine Pläne für die Zukunft des Birkenhofs der Öffentlichkeit vorgestellt: So soll unter anderem ein neues Hotelgebäude mit zusätzlichen Suiten entstehen.
Mehr Suiten, dafür weniger Einzelzimmer
Die ersten Arbeiten für das sogenannte Projekt Südhimmel haben bereits begonnen, wie die Umzäunung neben dem vor einigen Jahren neu entstandenen Hoteltrakt zeigt. Das hügelige Gelände wird begradigt, und bald soll mit dem Bau der Tiefgarage begonnen werden. Einen Eindruck, wie die zusätzlichen Suiten aussehen sollen, bekommen die Gäste anhand der riesigen Banner, die am Bauzaun befestigt wurden. Acht Suiten entstehen im Erd- und Obergeschoss.

Man wolle nur noch Suiten und Lodges bauen, kündigte der Hotelchef an. Schon in den vergangenen Jahren sei die Zahl der Einzelzimmer verringert worden, während sich die Zahl der Suiten erhöht hat. Bis auf maximal 100 Zimmer wollen die Obendorfers ihre Kapazität erhöhen. Darauf habe man sich innerhalb der Hoteliersfamilie verständigt.
Alles, was wir investieren, investieren wir in die Qualität.Hubert Obendorfer, Hotelier aus Neunburg
„Alles, was wir investieren, investieren wir in die Qualität“, betont der 61-jährige Hotelier und fügt selbstbewusst hinzu: „Wir können nur Qualität und wollen nur Qualität.“ Obendorfer kann dabei auch auf renommierte Auszeichnungen verweisen: 2025 war der Birkenhof beispielsweise vom Falstaff-Guide zum besten Spa-Hotel in Deutschland gekürt worden.
Vinothek und Smokers Lounge sind neu
Auf solchen Erfolgen ruhen sich die Obendorfers aber nicht aus. Sie entwickeln ihr Spa und Genuss Resort immer weiter. Bereits im Dezember ist die neue Vinothek fertig geworden. Hier lagern rund 350 verschiedene Weine in präzise temperierten Klimaschränken.
Kulinarisch sei der Birkenhof seit Jahren stark, nur die Getränke seien nie so richtig gut präsentiert worden, erklärt Hubert Obendorfer die Einrichtung einer Vinothek. Dazu gehöre auch die neue Smokers Lounge, die seit Kurzem den Gästen zur Verfügung steht. Zur Auswahl stehen rund 150 Zigarrensorten aus kubanischen bis dominikanischen Herkunftsländern.
Mit der neuen Smokers Lounge wurde der bisherige Raucherraum, der sich zu nah an der Theke befand, aufgegeben. Gleichzeitig hat der Birkenhof mit seiner Smokers Lounge, die in warmen Holztönen und sanftem Licht gestaltet wurde, etwas geschaffen, das mittlerweile fast alle Fünf-Sterne-Hotels haben.

Auch ein neuer Tagungsraum mit einer Kapazität für 15 bis 18 Personen ist entstanden. Tagungen sind laut Hubert Obendorfer ein interessantes Geschäft, machen aber nicht mehr den Anteil an Gästen aus wie in früheren Jahren. Das liege auch daran, dass es mittlerweile viele Anbieter von Tagungsmöglichkeiten gebe.
Größere Summe in moderne Energieversorgung gesteckt
In den vergangenen Wochen wurde darüber hinaus das Haus Seesonne umgebaut. Hier wurden unter anderem der Fitnessraum und die Beautyfarm umfangreich erneuert.
Die Neunburger Hoteliersfamilie hat neben den baulichen Investitionen auch eine größere Summe in die Modernisierung der Energieversorgung gesteckt. Zwei Hackschnitzelkessel mit je 600 kW, ein Holzvergaser mit angegliedertem Blockheizkraftwerk und mehrere PV-Anlagen sichern nun den Wärme- und Strombedarf des Birkenhofs ab. Und auch auf dem neuen Hotelgebäude soll eine weitere PV-Anlage installiert werden, wie Junior-Chef Lukas Obendorfer ankündigte.
Inspirationen holen sich die Obendorfers auch in anderen Sterne-Hotels. Ausgetauscht werde sich ebenso beim jährlichen Treffen der GreenSign-Hotels, wie Hubert Obendorfer dem Minister erklärte. Füracker zeigte sich seinerseits überzeugt, dass nur wenn investiert werde, auch Geld in die Kasse komme.
Dankbar zeigte sich der 61-jährige Hotelier für die Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie. Diese Luft brauche man, erklärte er. Füracker reichte das Lob umgehend an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weiter, ohne den es diese Steuersenkung nicht gegeben hätte.