Meistgeklickt 2024: Diese 12 Meldungen haben Neumarkter Internetnutzer am meisten interessiert

Kuriose Begebenheiten, ungewöhnliche Gerichtsverhandlungen, Geschichten über Teamgeist und Nächstenliebe: Diese Themen haben unsere Internetnutzer auf mittelbayerische.de im Jahr 2024 am meisten interessiert.
1. Carina: Erst Hochzeit, dann raus aus „Dahoam is Dahoam“:
Schauspielerin Carina Dengler aus Pilsach ist sozusagen ein Exportschlager des Landkreises Neumarkt. Viele Jahre war sie als Kathi Benninger in der Heimatserie „Dahoam is Dahoam“ im Bayerischen Fernsehen zu sehen.
Dementsprechend viele Internetnutzer fiebern mit, als sie ihrem Freund Stefan im Juni in Berg das Jawort gibt – und trauern, als sie im Oktober ihren Ausstieg aus „Dahoam is Dahoam“ verkündet. Zu ihrer beruflichen Zukunft hat sie sich auf ihrem Instagram-Account noch nicht geäußert. Kurz nach ihrem Ausstieg hatte sie sich ein wenig Zeit erbeten, das ereignisreiche Jahr erst einmal privat zu verdauen.
2. Tod auf dem Gleis: Drei Männer lassen ihr Opfer überrollen:
Anfang April kommt es an einem frühen Donnerstagabend zu einem Unglück auf den Bahngleisen nahe des Neumarkter Bahnhofs. Ein Mann liegt auf den Gleisen und wird von einem Güterzug überrollt. Schnell wird klar: Es handelt sich dabei möglicherweise um ein Tötungsdelikt, drei Männer wurden in der Nähe der Unfallstelle gesichtet und kurze Zeit später verhaftet.
Im Lauf der darauffolgenden Wochen und Monate ermittelt die Kriminalpolizei Amberg, im November schließlich erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes. Der Prozessauftakt wird im kommenden Jahr erwartet.
3. 15000 Liter Gülle: Einsatzkräfte und Anwohner kämpfen:
Ebenfalls im April haben Einsatzkräfte, Bevölkerung und Mitarbeiter des Landratsamts bei Velburg alle Hände voll zu tun. Ein Traktor fährt zwischen Hörmannsdorf und Dantersdorf zu schnell in eine Kurve, sein Anhänger kippt um und bleibt auf dem Dach liegen – 15 000 Liter Gülle fließen auf die Straße.
Und die stinken nicht nur zum Himmel, sondern schaden der Umwelt. Bis spät in die Nacht kämpfen die Beteiligten gegen die stinkenden Fluten. Dem 17-Jährigen Fahrer passiert bei dem Unfall nichts.
4. 61-Jährige kämpft gegen Alkoholsucht − und trinkt kontrolliert:
Alkoholkranke werden sagen: „Das geht nicht. Entweder ganz oder gar nicht.“ Doch für Helga M. aus dem Landkreis Neumarkt (Name v. d. Re. geändert) funktioniert es: kontrolliertes Trinken gegen die Alkoholsucht. Sie ist seit zweieinhalb Jahren bei der Suchtberatung mit dem Ziel, einen „normalen Umgang mit Alkohol zu erlernen.“
Heute schafft sie es größtenteils, unter der Woche keinen Alkohol anzurühren, am Wochenende nur aus Genuss. Allerdings funktioniere das tatsächlich nicht bei jedem Suchtkranken, heißt es von der Suchtberatung. Zehntausende Internetnutzer interessierten sich für die Geschichte von Helga M.
5. Traktorfahrer bricht am Steuer zusammen: Spur der Verwüstung:
Eine Spur der Verwüstung hinterlässt Mitte November ein 59-jähriger Traktorfahrer in Postbauer-Heng. Wegen eines medizinischen Notfalls am Steuer verliert der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug, prallt zunächst gegen eine Hauswand, überfährt einen Lichtmast und einen Stromverteilerkasten. An einer Kreuzung prallt er gegen ein weiteres Wohnhaus und beschädigt die Fassade. Anschließend fährt er gegen einen Baum, überquert einen Bach und fährt in den Garten eines Wohnhauses, wo er das Dach des Wintergartens beschädigt. Schließlich kommt der Traktor in einer Hecke zum Stehen.
Verletzt wird bei dem Unfall glücklicherweise niemand, es entsteht ein Sachschaden von rund 40 000 Euro. Wie es dem Traktorfahrer mittlerweile geht, ist der Redaktion nicht bekannt. Auch der Polizei Neumarkt sei den Angaben ihres Sprechers Martin Meier zufolge nichts mehr über den Gesundheitszustand des Mannes gemeldet worden.
6. 150 Jahre Feuerwehr Thannhausen – Dank an alle Einsatzkräfte:
Es ist eines von zahlreichen runden Feuerwehrjubiläen, die im Jahr 2024 im ganzen Landkreis über die Bühne gehen. Warum allerdings gerade das 150. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr in Thannhausen zehntausende Mal von unseren Internetnutzern angeklickt worden ist, ist der Redaktion nicht bekannt.
Vielleicht ist es eine Belohnung dafür, dass die Organisatoren des Festes wegen der starken Regenfälle am Festwochenende immer wieder spontan eine Lösung parat hatten. Oder, weil sich die Festausschüsse der Freiwilligen Feuerwehren, deren Jubiläum im Jahr 2025 auch noch ansteht, Ideen für ihr eigenes Fest holen wollten. Jedenfalls ist das große Interesse unserer Leser ein Beleg dafür, dass die Feuerwehr im ganzen Landkreis für ihr Engagement großes Ansehen genießt – und das hoffentlich auch weiterhin.
7. Johannes Heck macht eine Hausarztpraxis in Neumarkt auf:
Es ist eine gute Nachricht für alle Neumarkter, die seit Monaten verzweifelt einen neuen Hausarzt suchen. Anfang Oktober öffnet Internist, Kardiologe und Nephrologe Johannes Heck in der Ingolstädter Straße eine neue Hausarztpraxis.
Neben internistischen und kardiologischen Untersuchungen bietet Heck Untersuchungen für einen Großteil der Atemschutzträger der Neumarkter Feuerwehren an – davon gibt es im Landkreis Neumarkt rund 300. Zuvor war Heck als Klinikarzt und dann als selbstständiger Arzt und Mitarbeiter eines MVZ tätig gewesen.
8. Der zehnjährige Darren sammelt für seinen verstorbenen Papa:
Es ist ein Alptraum: Viel zu früh verstirbt der Papa des zehnjährigen Darren aus Neumarkt. Weil für eine würdige Beerdigung nicht viel Geld da ist, will der Junge über eine Spendensammlung in sozialen Medien Geld dafür zusammen bekommen – zunächst über einen anonym von seiner Mutter veröffentlichten Aufruf. Doch seine Mutter und er ernten einen Shitstorm, Internetnutzer wittern Betrug hinter dem Weblink.
Der Spendenaufruf wird wieder gelöscht – und unter dem Namen einer Freundin der Familie erneut hochgeladen. Jetzt schenken die Internetnutzer Darren ihre Aufmerksamkeit. Auch ein Spendenaufruf über das Neumarkter Tagblatt hilft. Das benötigte Geld für die Beerdigung kommt zusammen. Vielen Dank an alle, die gespendet haben.
9. Zu viele Vorstrafen, dem Richter reißt der Geduldsfaden:
Es kommt gar nicht so selten vor, dass Richter am Amtsgericht bei Urteilssprüchen ein Auge zudrücken und Angeklagten noch eine letzte Chance einräumen. Dazu müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen.
Im Fall eines Angeklagten, der im August vor Gericht erscheinen muss, ist das aber nicht mehr möglich. Unter Drogen mit gefälschten Kennzeichen unterwegs, ein ellenlanges Vorstrafenregister und eine Rückfallgeschwindigkeit von weniger als einem Monat: Da verschlägt es nicht nur der Vertreterin der Staatsanwaltschaft die Sprache. Der Urteilsspruch des Richters ist daher kurz und bündig: sechs Monate Gefängnisstrafe ohne Bewährung.
10 . Seniorin zeigt Neumarkter Richtern den Hintern:
Keine zehn Euro sind es gewesen, wegen denen eine Rentnerin im September vor Gericht erscheinen muss. Sie soll Waren in einem Discounter gestohlen haben. Angeblich habe sie das Geld für die Waren nur schnell aus dem Auto holen wollen, das ihr wegen eines Lochs in der Hose dort verloren gegangen sein soll.
Und um das zu beweisen, hat sie besagte Hose bei Gericht gleich an und zeigt dem Richter das Loch an der hinteren Tasche – samt ihrer Kehrseite. Der zeigt sich freilich unbeeindruckt von der kuriosen Vorstellung. Das Ergebnis: Verfahren eingestellt gegen eine Geldauflage und eine Belehrung darüber, wie das mit dem Einkaufen in der Regel funktioniert: Erst Waren bezahlen, dann mit zum Auto nehmen – nicht umgekehrt.
11. Klinikum: Kein Geld mehr für Servicemitarbeiter:
Am Klinikum waren bisher die Tätigkeitsbereiche strikt getrennt. Pflegerische Aufgaben übernehmen die Pflegekräfte, Serviceaufgaben wie Essen ans Bett bringen die Servicekräfte der Service GmbH. 50 von ihnen hat es bisher im Klinikum Neumarkt gegeben. Im Juni wird jedoch bekannt: Für sie ist kein Geld mehr da, ab 2025 gibt es nur noch Geld für qualifizierte Pflegekräfte aus dem Pflegebudget. Die Klinikleitung sucht nach Lösungen, sie über Fort- und Weiterbildung möglichst zu halten.
Fünf Monate später meldet das Klinikum, dass 80 Prozent der Betroffenen dem Haus treu bleiben werden: Einige der 50 Mitarbeiter haben jetzt andere Aufgaben in Wäscherei, Küche oder Krankentransport übernommen, sechs haben eine Ausbildung zur Pflegefachhilfe angefangen. Einige haben dem Klinikum dagegen den Rücken gekehrt.
12. Kardiologe warnt vor vertuschtem Impfskandal:
Hat die Impfung gegen Covid Menschen krank gemacht? Der Kardiologe Dr. Jörg-Heiner Möller, der Patienten aus dem Landkreis Neumarkt betreut, sagt ja – und zwar sehr viel mehr, als offiziell zugegeben wird. „Post Vac – Die vertuschte Katastrophe“ lautet der Titel seines Buches. Er spricht von einer neuen Krankheit, die von Behörden und Politik verschwiegen werde.
Das Paul-Ehrlich-Institut indessen erkennt kein „Risikosignal“ und spricht von extrem seltenen schwerwiegenden Nebenwirkungen.



