Die Rampe ins Biergarten-Glück: Regensburger Traditionsbetrieb soll wieder öffnen – Klappt das?

Bevor die umfangreiche Renovierung des Kneitinger Kellers in Regensburg im Spätherbst abgeschlossen ist, soll eine Teilöffnung während der Biergarten-Saison erfolgen. Klappt das in diesem Jahr?
An der einen guten Nachricht gibt es keinen Zweifel: „Die gesamte Baumaßnahme läuft nach Plan, die Fertigstellung wird wie vorgesehen in der zweiten November-Hälfte sein“, lautet der Zwischenstand von Leonhard Resch zur Renovierung des Kneitinger Kellers. Seit mittlerweile 20 Monaten ist die beliebte Brauereigaststätte samt Biergarten am Galgenberg wegen umfangreicher Bauarbeiten geschlossen. Eingangsbereich, Küche und Sanitäranlagen entstehen völlig neu, der Saal wird erweitert. Nach dem Richtfest im März sind die Arbeiten auf die Zielgerade eingebogen.
Im Vorjahr ist das Vorhaben gescheitert
Doch wie sieht es mit der von den Freunden des Kneitinger Kellers lang ersehnten zweiten guten Nachricht aus? Diese beinhaltet eine Teilöffnung des Biergartens während der Sommermonate, die eigentlich schon letztes Jahr angepeilt war. Das Vorhaben fiel damals ins Wasser, und Brauerei-Geschäftsführer Resch musste zerknirscht einräumen: „Wir waren einfach zu euphorisch und haben vielleicht auch den Aufwand unterschätzt, den so eine übergangsmäßige Öffnung mit sich bringt.“
Unmittelbar vor dem Start der Biergarten-Saison 2026 schaut es jetzt besser aus. Die Brauerei und die künftigen Wirtsleute Markus und Elfriede Stahl haben den Sommerbetrieb fest im Blick und wollen Mitte Mai damit starten. Ein genauer Termin lässt sich laut Resch noch nicht nennen, da das Vorhaben auf die Abläufe auf der Baustelle Rücksicht nehmen müsse.
Bei schönem Wetter Mittwoch bis Freitag immer ab Nachmittag, am Wochenende auch schon früher. Mit Bierausschank, einer ganz kleinen Speisekarte und Selbstbedienung. In etwa so wäre es vorstellbar.Leonhard Resch, Geschäftsführer Brauerei Kneitinger
Konkret geht es um die gerade entstehende neue Zufahrt an der nordöstlichen Grundstücksgrenze. Wo bislang die (nie genutzte) Treppenanlage mit Eingangstor war, sollen künftig die mit dem Auto kommenden Gäste in Richtung Parkplatz geleitet werden. Die für diese Änderung der Biergarten-Topographie notwendigen Geländebewegungen sind derzeit der sichtbarste Teil der Baustelle, sogar die Galgenbergstraße muss dafür verengt werden.
In drei bis vier Wochen soll der Weg frei sein
„Diese Zufahrt ist auch der neuralgische Punkt bei der Frage, wann wir mit der Teilöffnung loslegen können“, erklärt Resch. Denn auch die Biergarten-Gäste müssen hier das Gelände betreten, um dem restlichen Baustellenbetrieb nicht in die Quere zu kommen. Bis die Zufahrt gefahrlos begehbar ist, dauert es jedoch noch ein bisschen. „Als nächstes werden die Seitenwände der Rampe eingeschalt. Danach wandern die Bautätigkeiten weiter in Richtung Westen. In drei bis vier Wochen wird das der Fall sein – und dann können wir den Zugang von der Galgenbergstraße aus für Fußgänger freigeben“, führt Resch weiter aus.
Läuft weiterhin alles nach Plan, könnte ein Teilbereich des Biergartens also bald bewirtschaftet werden. Um die 100 Plätze stünden dann zur Verfügung, schätzt der Brauerei-Geschäftsführer und hat bereits genauere Vorstellungen vom Betrieb: „Bei schönem Wetter Mittwoch bis Freitag immer ab Nachmittag, am Wochenende auch schon früher. Mit Bierausschank, einer ganz kleinen Speisekarte und Selbstbedienung. In etwa so wäre es vorstellbar.“
Der Küchen- und Ausgabecontainer für das Projekt „Biergarten auf der Baustelle“ steht noch vom fehlgeschlagenen Versuch im letzten Jahr da, ein weiterer mit einer WC-Anlage soll bald dazukommen. „Wir wollen alles ganz einfach halten“, sagt Resch und betont, dass dieser provisorische Betrieb nichts mit dem zu tun hat, das die Gäste ab dem Spätherbst in der renovierten Brauereigaststätte mit einer hochmodernen neuen Küche erwartet: „Unser Motto lautet ja ,Regensburg trinkt Kneitinger'. Das wollen wir hier unseren Gästen in diesem Sommer nach fast zwei Jahren wieder ermöglichen und Lust auf den neuen Kneitinger Keller machen.“