Im Kneitinger Keller in Regensburg ist das Ende der Durststrecke in Sicht

Von Rainer Wendl · 4. Dezember 2025 um 15:00

Die Baustelle im Kneitinger Keller am Galgenberg in Regensburg brauchte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Zum Ende des Jahres gibt es nun aber positive Nachrichten.

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„Hier geht man rein und hat nicht mehr wie früher einen dunklen Gang und die Toiletten vor sich, sondern einen schönen, hellen, offenen Bereich, wo das frisch gezapfte Bier schon auf dem Tresen steht“ – so schwärmt Leonhard Resch, wenn er den neuen Eingangsbereich vom Kneitinger Keller betritt.

Der Geschäftsführer der Brauerei Kneitinger unterliegt dabei keinesfalls einer Edelpils bedingten Halluzination. Denn obwohl es sich noch um eine Baustelle handelt, ist das künftige Szenario hier tatsächlich schon sehr gut vorstellbar. Mit einer dem Ort gerecht werdenden Redewendung lässt sich sagen: Das Ende der Durststrecke ist in Sicht.

Somit geht das Jahr mit guten Nachrichten aus der Traditionsgaststätte am Galgenberg zu Ende. Im Sommer waren deren Stammgäste noch herb enttäuscht worden, weil die angepeilte Interimsöffnung des Biergartens ins Wasser fiel. Doch Resch will nicht mehr groß darauf zurückblicken und hadern, lieber spricht er passend zur Weihnachtszeit von einer „Frohen Botschaft“. Sie lautet: „Der Rohbau der Küche steht, es kommt wieder Leben in die Bude!“

Viel Technik kostete viel Zeit

Mit 100 Quadratmetern sei diese viermal so groß wie die alte Küche und biete optimale Arbeitsbedingungen für eine moderne Großgastronomie, ergänzt Architekt Thomas Wittmann. Auch er freut sich, dass die Fortschritte auf der Baustelle jetzt immer deutlicher sichtbar werden. „Es ist auch in den ersten Monaten viel passiert, unter anderem haben wir alle Grundleitungen erneuert. Da war für die neue Küche jede Menge Technik zu installieren. Das sind aufwendige Arbeiten, die aber nach außen kaum wahrnehmbar sind“, sagt er.

Der Rohbau der Küche steht, es kommt wieder Leben in die Bude!Leonhard Resch, Brauerei Kneitinger

Doch jetzt fallen die Veränderungen jedem Passanten der Galgenbergstraße ins Auge. Der Mittelbau, der mit seiner gläsernen Front selbst Aufenthaltsqualität als „Schwemm“ bekommen soll und zudem als Übergang vom Biergarten in die unveränderte historische Gaststube oder wahlweise in den sanierten und erweiterten Saal dienen wird, ist im Rohbau so gut wie fertig. „Vor Weihnachten bekommt der Saal noch einen neuen Dachstuhl, nach dem Jahreswechsel geht es mit dem Innenausbau und der Schaffung der verlegten Zufahrt weiter, zudem kommt in die alte Garage die Bierkühlung rein“, skizziert Wittmann die nächsten Schritte.

Geht es nach Resch, kann im Februar das Richtfest gefeiert werden. „Dann wird das neue Erscheinungsbild vom Kneitinger Keller noch deutlicher zu sehen sein“, kündigt er an. Weitere Prognosen gibt es zwar, doch die werden vom Brauerei-Chef momentan noch zurückhaltender formuliert. Für den heuer in letzter Sekunde abgeblasenen Sommerbetrieb auf einer Teilfläche des Biergartens zum Beispiel ist 2026 ein neuer Anlauf fest geplant, lässt er durchblicken.

Eröffnung zum Finale der Bock-Saison?

Die alles entscheidende Frage nach der kompletten Wiedereröffnung beantwortet Resch mit „viertes Quartal“. Diese vage Angabe umfasst den Zeitraum von der Anfang Oktober beginnenden Bock-Saison von Kneitinger bis Weihnachten.

„Vielleicht“, so sinniert er, „kriegen wir es ja hin, dass wir die Reihenfolge der Bockanstiche etwas verändern. Der Kneitinger Keller ist da normalerweise der zweite Termin – doch es hätte was, wenn wir die Eröffnung mit einem letzten Anstich im Dezember verbinden könnten.“