Beliebter Regensburger Biergarten ist Großbaustelle – doch bald fließt im Kneitinger Keller wieder Bier

Von Rainer Wendl · 30. Mai 2025 um 17:00

Eine Regensburger Biergarten-Saison ohne Kneitinger Keller? Schwer vorstellbar. Und es wird auch nicht so kommen, der aktuellen Großbaustelle zum Trotz.

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Auf die sprichwörtliche „trockene Baustelle“ hat Kneitinger-Geschäftsführer Leonhard Resch am Freitag geladen. Dass es auf dem Gelände einer Brauereigaststätte weit und breit kein Bier gibt, ist mehr als ungewöhnlich – in diesem Fall aber auch erfreulich: Im Kneitinger Keller unterstreicht die aktuelle Durststrecke nämlich den Fortschritt bei den Umbauarbeiten. Ab Ende Juni soll es dann auch wieder etwas zum Trinken geben.

Doch von vorn: Seit 18. August 2024 hat die Traditionsgaststätte, deren Biergarten zu den größten und beliebtesten in Regensburg zählt, geschlossen. Der ursprünglich direkt für danach geplante Sanierungsbeginn hat sich verzögert, erst seit Anfang Mai ist das Areal am Galgenberg auch nach außen hin als Baustelle erkennbar. „Es ist für uns eine große Freude, dass es nun endlich losgegangen ist“, sagt Resch daher hörbar erleichtert.

Geschäftsführer Leonhard Resch mit den Architekten Thomas Wittmann und Florian Gebauer (v. li.) – im Hintergrund zu sehen ist der Container für den provisorischen Biergartenbetrieb. - Foto: H.C. Wagner

Schon nach wenigen Wochen ist gut zu erkennen, um was es bei der Bautätigkeit geht: Hauptgebäude und Biergarten samt prächtigem Baumbestand werden nicht angetastet, auch der Saal bleibt stehen und wird lediglich modernisiert und durch eine Art Wintergarten erweitert. Abgerissen wurde hingegen der Verbindungsbau zwischen Wirtshaus und Saal.

Gläserne Übergänge als gestalterische Grundidee

Nach vollständigem Abschluss dieser Abbrucharbeiten soll bereits in diesem Sommer das neue Gebäude Gestalt annehmen. In ihm werden Küche, Ausschank, Sanitäranlagen und Haustechnik Platz finden, aber auch eine Art Schwemm, wie man sie aus dem Mutterhaus am Arnulfsplatz kennt. Also ein Bereich für die schnelle Steh-Halbe, ebenso verglast wie der Anbau zum Saal. „Uns geht es generell darum, den Bezug von Drinnen und Draußen schöner herzustellen“, erläutern die Architekten Florian Gebauer und Thomas Wittmann diese gestalterische Grundidee.

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Eine Terrasse ist als Übergang zwischen Schwemm und Biergarten geplant. Das bedeutet vor allem: Hier werden im Gegensatz zu früher keine Autos unterwegs sein. „Das wird eine Fußgängerzone“, lautet Reschs Beschreibung. Die Zufahrt zu den nach wie vor am westlichen Ende des Grundstücks vorgehaltenen Parkplätzen wird künftig im unteren Bereich des Biergartens erfolgen und diesen nicht mehr zerschneiden.

Doch schon während der Baustellenphase wird diesem Eck eine enorm wichtige Rolle zukommen: Das seit ewigen Zeiten verschlossene Eingangstor, das Fußgänger von Richtung Cinemaxx aus ansteuern, wird sich in Kürze öffnen. Voraussichtlich ab Ende Juni gelangt man hier dann in den Interimsbiergarten.

Über diesen Eingang gelangen die Besucher ab Ende Juni in den Interimsbiergarten. - Foto: H. C. Wagner

Dieser hat mit 440 Quadratmetern Fläche und rund 150 Plätzen eine respektable Größe und sorgt dafür, „dass die Leute den Kneitinger Keller nicht komplett vermissen müssen“, wie Resch es formuliert. Hier wird es also auch in der Biergarten-Saison 2025 Getränke und ein kleines Speisenangebot geben, der Container für die Küche ist bereits aufgestellt.

Aus diesem Provisorium heraus werden die neuen Wirtsleute Markus und Elfriede Stahl den Betrieb aufnehmen, auch im Sommer 2026 wird es eine solche Übergangslösung geben. Im komplett runderneuerten Kneitinger Keller können sie dann – sofern alles läuft wie vorgesehen – ab Ende 2026 arbeiten. rgartens erfolgen und diesen nicht mehr zerschneiden.

Es geht darum, Identität zu erhalten und zukunftsfähig zu machen. Dieses Gebäude wurde in den 30er-Jahren modernisiert, wenig später im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut. In den 70er-Jahren war der Bau des Saals die nächste große Maßnahme – und jetzt sind wir dran mit unserem Beitrag.“

Leonhard Resch, Geschäftsführer Kneitinger

Doch schon während der Baustellenphase wird diesem Eck eine enorm wichtige Rolle zukommen: Das seit ewigen Zeiten verschlossene Eingangstor, das Fußgänger von Richtung Cinemaxx aus ansteuern, wird sich in Kürze öffnen. Voraussichtlich ab Ende Juni gelangt man hier dann in den Interimsbiergarten.

Dieser hat mit 440 Quadratmetern Fläche und rund 150 Plätzen eine respektable Größe und sorgt dafür, „dass die Leute den Kneitinger Keller nicht komplett vermissen müssen“, wie Resch es formuliert. Hier wird es also auch in der Biergarten-Saison 2025 Getränke und ein kleines Speisenangebot geben, der Container für die Küche ist bereits aufgestellt.

Kneitinger-Stftung investiert mittleren einstelligen Millionenbetrag

Aus diesem Provisorium heraus werden die neuen Wirtsleute Markus und Elfriede Stahl den Betrieb aufnehmen, auch im Sommer 2026 wird es eine solche Übergangslösung geben. Im komplett runderneuerten Kneitinger Keller können sie dann – sofern alles läuft wie vorgesehen – ab Ende 2026 arbeiten. Insgesamt nimmt die Kneitinger-Stiftung für die Modernisierung ihres Wirtshauses mit dem zweitstärksten Bierabsatz einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in die Hand.

Eine große Investition, die sich nach Reschs Überzeugung aber rechnen wird: „Es geht darum, Identität zu erhalten und zukunftsfähig zu machen. Dieses Gebäude wurde in den 30er-Jahren modernisiert, wenig später im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut. In den 70er-Jahren war der Bau des Saals die nächste große Maßnahme – und jetzt sind wir dran mit unserem Beitrag.“