Richtfest im Kneitinger Keller: Beliebter Regensburger Biergarten öffnet im November wieder

Von Mittelbayerische Zeitung · 6. März 2026 um 16:30

„Der Kneitinger Keller wird wieder ein lebendiger Teil Regensburgs“, sagte Leonhard Resch, Geschäftsführer der Brauerei Kneitinger, in seiner Richtfest-Rede. Am Freitag schrieben die Handwerksleute, denen dieser Tag traditionsgemäß zum Dank gewidmet ist, ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der beliebten Gastronomie am Galgenberg. „Der Rohbau ist abgeschlossen und die Gebäudehülle vollständig geschlossen“, erklärte Florian Gebauer vom Architekturbüro Gebauer und Wittmann, das für die Gesamtplanung verantwortlich zeichnet. Eröffnung soll in der zweiten November-Hälfte gefeiert werden.

Jetzt geht es an die Innenarbeiten

Die Geschichte des Kneitinger Kellers begann im Jahr 1836, als Johann Islinger das Grundstück am Galgenberg erwarb, das 1862 durch die Heirat von Maria Islinger mit Johann Kneitinger Heimstätte der Regensburger Wirtshaus-Kultur wurde. „Aus einem einfachen Grundstück wurde ein Ort des Ausschanks, später ein beliebter Bierkeller und schließlich ein lebendiges Stück Stadtgeschichte“, erzählte Resch den Gästen.

Der Tradition folgend gab ein Zimmermann den Richterspruch zum Besten: „Das dritte Glas aus dem Gerstensaft, der uns den Mut und Durst erschafft. Das kühle Nass, frisch aus dem Fass, genießt es hier, denn das macht Spaß“, rief Zimmerermeister Konrad Huber von der Holzbaufirma Aicher den Gästen vom Gerüst aus zu, eher das Bierglas gen Boden schmetterte. Das obligatorische Holzfass mit Kneitinger Edelpils hatte zuvor Polier Berat Nuha angezapft, „Capo“ der Firma Schraufstetter, die die Baumeisterarbeiten ausgeführt hat.

Gedenkminute für Mutterhaus-Wirt Reichinger

Jetzt geht es am Galgenberg an die Innenarbeiten, damit der Zeitplan für die Eröffnung in der zweiten Novemberhälfte eingehalten werden kann. „Trotz eines witterungsbedingt anspruchsvollen Winters liegen wir mit den Arbeiten im Zeitplan“, schaute Architekt Gebauer nach vorne. Die technischen Installationsarbeiten laufen. Die Fertigstellung der neuen Zufahrt hat sich leicht verzögert, wird aber Ende April abgeschlossen sein. „Das Ganze ist immer eine Teamarbeit“, ergänzte Gebauers Partner, Architekt Thomas Wittmann.

Strahlend blauer Himmel begleitete das Richtfest als freudiges Ereignis in der Geschichte der Hans und Sofie Kneitinger Stiftung. Dass man in der Kneitinger-Familie aber nicht nur Freude, sondern auch Leid miteinander teile, betonte Stiftungsrat Maximilian Gradl, der die Gäste um eine Gedenkminute für den in dieser Woche verstorbenen Mutterhaus-Wirt Mathias Reichinger bat.