Trauer in Regensburg um den Kneitinger-Wirt Mathias Reichinger

In der Regensburger Gastronomie-Szene und weit darüber hinaus sorgte am Donnerstag die Nachricht vom Tod von Mathias Reichinger für Bestürzung. Der Wirt der Kneitinger-Gastwirtschaften am Arnulfsplatz und im Stadtpark war in der vorhergehenden Nacht im Alter von 50 Jahren gestorben.
Reichinger kam 2010 nach Regensburg. Gemeinsam mit seinem Bruder Max übernahm er das Kneitinger-Mutterhaus am Arnulfsplatz. Später kam auch noch der Betrieb des Kneitinger unter den Linden im Stadtpark dazu. Reichinger hatte zuletzt aber bereits seit langer Zeit an der Nervenkrankheit ALS gelitten.
Geboren und aufgewachsen war Reichinger in Bad Reichenhall. Er war ausgebildeter Bankkaufmann und kümmerte sich im Gespann mit seinem Bruder dann auch im Wirtshausbetrieb um den finanziellen Bereich, während Max die Küche leitete. In Regensburg lernte Mathias Reichinger auch seine spätere Frau Marion kennen.
Wirtschaften wegen des Trauerfalls geschlossen
Beide Wirtschaften hatten am Donnerstag wegen des Trauerfalls geschlossen. „Am Freitag geht es aber wieder weiter“, sagt Max Reichinger. Die Zukunft des Betriebs sei ohnehin schon vor längerer Zeit geregelt worden. Er werde wie schon zuletzt die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Maria weiterführen. Über seinen verstorben Bruder sagt er, dass dieser „nicht nur mein Geschäftspartner war, sondern auch mein bester Freund“.
Michael Scharff von der Regensburger Kreisstelle des Hotel- und Gaststättenverbands kannte Reichinger gut, wie er erzählt. Dessen Tod sei „einfach sehr schlimm, weil das ja noch kein Alter dafür ist“. Er beschreibt Reichinger als einen „sehr netten Kollegen“, mit dem er auch schon mal ein Bier getrunken habe. Fachlich sei dieser einfach „auch ein sehr guter Wirt gewesen, der hat was können“.