Sechs Männer und eine Frau wollen ins Kelheimer Landrats-Amt

Von Martina Hutzler · 11. Januar 2026 um 11:00

Die Vorschlagsfrist ist vorüber – jetzt steht fest: Zehn politische Gruppierungen werden sich bei der Kommunalwahl im März um Sitze im neuen Kelheimer Kreistag bewerben; sieben davon schicken auch einen Bewerber bzw. eine Bewerberin ums Landrats-Amt ins Rennen.

Das neue Jahr hat auf Kreisebene keine Überraschungen mehr gebracht: Es bleibt dabei, dass am 8. März der amtierende Landrat Martin Neumeyer (CSU) gegen fünf weitere Bewerber sowie eine Bewerberin kandidiert. Das hat das Landratsamt am Freitag bestätigt.

Die einzige Frau ist zugleich eine Neue in Sachen Kommunalpolitik – aber dafür hat Beatrix Kappelmeier Partei-Erfahrung, als frühere Mitarbeiterin der BayernSPD. Für die Kelheimer SPD tritt die Bürokauffrau aus Aiglsbach nun als Landratskandidatin an.

Bei den Freien Wähler hat deren Fraktionsführer im Kreistag den Hut in den Ring geworfen: Christian Nerb will ins Chefbüro im Donaupark – und gibt in der neuen Wahlperiode in jedem Fall sein bisheriges Amt als Bürgermeister von Saal auf.

Wie Nerb als Fraktionssprecher ist derzeit Dr. Andreas Fischer in der Kreispolitik aktiv: Der Verwaltungsrichter aus Abensberg kandidiert für die Stadt-Land-Union.

Fischers frühere politische Heimat, die FDP, bietet am 8. März ebenfalls einen Landrats-Kandidaten auf: den Allgemeinarzt Dr. Heinz Kroiss. Der Abensberger ist ebenfalls langjähriger Kreisrat, wie auch der Bewerber der ÖDP: Für sie tritt Fraktionssprecher Peter-Michael Schmalz an, mittlerweile pensionierter Polizeihauptkommissar aus Langquaid.

Als politischer Einzellkämpfer sitzt ein weiterer Landrats-Kandidat derzeit im Kreistag: Florian Geisenfelder aus Rohr. Der Bäcker vertritt die Bayernpartei.

Zu den sieben Landrats-Aspiranten haben deren Parteien auch Listenvorschläge für den 60-köpfigen Kreistag aufgestellt. Die Qual der Wahl ist am 8. März aber noch größer – drei weitere Gruppierungen bewerben sich um Mandate: die AfD, die Grünen und die Junge Liste. Auch diese drei gehören schon in der jetzigen Wahlperiode dem Kelheimer Kreistag an.

Somit musste keine Gruppierung für Landrats- und Kreistagswahl auf „Werbetour“ gehen – keine benötigte die genannten Unterstützer-Unterschriften, wie es für so genannten neue Wahlvorschlagsträger der Fall gewesen wären: Solche hätten für eine Kandidatur die Unterschriften von mindestens 385 Wahlberechtigten aufbieten müssen, teilt das Landratsamt auf Anfrage mit.

Eher Formsache dürfte daher eine letzte Hürde sein: Am Dienstag, 20. Januar (14 Uhr) entscheidet der Landkreiswahlausschuss über die Gültigkeit der Wahlvorschläge. Danach erfolgt die öffentliche Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge mit den Bewerberinnen und Bewerbern, so das Landratsamt.