SPD nominiert einstimmig Beatrix Kappelmeier als Landratskandidatin im Landkreis Kelheim

Es war ein eindeutiges Votum: Einstimmig wurde Beatrix Kappelmeier als Landratskandidatin im Landkreis Kelheim für die Kommunalwahlen 2026 gewählt.
Geboren und aufgewachsen ist Beatrix Kappelmeier (57) in einem Vorort von Ingolstadt. Derzeit ist sie bei der Stadt Ingolstadt beschäftigt. Ihre Erfahrungen aus dem Leben und Beruf will sie in den Landkreis einbringen. Als Schriftführerin im Elternbeirat im Kindergarten und den Schulen der drei Kinder war sie immer ehrenamtlich engagiert und „mittendrin“ statt nur dabei. Die drei inzwischen erwachsenen Kinder mit 25. 22 und 19 Jahren haben alle eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Konzept gefordert
Bei ihrer Rede in der Nominierungsversammlung im Gasthaus „Zum Alten Wirt“ in Aiglsbach stellte sie soziale Themen in den Mittelpunkt und rief zu gesellschaftlicher Solidarität auf, teilt die SPD mit. Als herausforderndste Themen sieht sie eine wohnortnahe und flächendeckende Notfallversorgung durch das Land Bayern auch für den Landkreis Kelheim. Dabei müsse die Notfallversorgung dem Netz der Rettungsstellen angepasst werden. Es brauche ein Gesamtkonzept mit der Unterstützung aus der Landesebene.
„Die zweite große Herausforderung wird das Wohnen und die Pflege im Alter werden“, sagte Kappelmeier. „Gebrechlichkeit oder Pflegebedürftigkeit darf nicht zur Armutsfalle werden. Möglichst lange selbständig bzw. als Partner alt werden. Dies muss dringend angepackt werden.“
Digitalisierung, Infrastruktur und Mobilität seien drei weitere Punkte, die ein Update benötigten. Bei der Digitalisierung sei dringend auf die ältere Generation zu achten. Denn hier könne man das Sprichwort umkehren: „Was Hans kann, lernt Hänschen sicher.“
„Gesamtkonzepte sind auch im Öffentlichen Nahverkehr gefragt“, stellte die 57-Jährige klar. „Denn was nützt mir der Bus, wenn er an der Landkreisgrenze aufhört oder der Bahnhof nebenan nicht angefahren wird.“ Die unterschiedlichen Angebote müssten besser vernetzt werden. „Gerade unsere Jugend ist bei vollzeitbeschäftigten Eltern, Omas und Opas auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen.“
„EIn Kind braucht Zeit“
Das gelte für die Teilhabe an Freizeitangeboten aber auch für weiterführende Schulen, einer Ausbildungsstelle oder den Besuch der Berufsschule. „Die beste Ausbildungsstellen-Initiative nützt auf dem Land nichts, wenn der 15- oder 16-jährige nicht zum Betrieb kommt.“ Auch das gehöre zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Denn ein Kind braucht Zeit, auch mit den Eltern! Dazu gehört natürlich der Erhalt und der Ausbau unserer schulischen Standorte.“
Durch die derzeitige unsichere Wirtschaftslage müsse zudem das Augenmerk den Unternehmen einschließlich Handwerk und Handel gelten. Sie seien mit der Sicherung der Arbeitsplätze ein wesentlicher Bestandteil für einen lebenswerten Landkreis. Nicht zu vergessen sei die Landwirtschaft im Landkreis Kelheim. „Sie ist nicht nur eine tragende Säule für unsere Ernährung, sondern trägt auch ganz wesentlich zur Pflege unseres ländlichen Raums bei und braucht deshalb auch unser Gehör.“
Beatriv Kappelmeier schloss deshalb ihre Rede mit dem Worten: „Ich und wir treten an für einen liebenswerten und lebenswerten Landkreis Kelheim.“
Als Kandidaten für den Kreistag wurden gewählt: 1. Beatrix Kappelmeier (Aiglsbach), 2. Stephan Schweiger (Kelheim), 3. Claudia Ziegler (Abensberg), 4. Thomas Krebs (Ihrlerstein), 5. Maria Meixner (Kelheim), 6. Bernhard Rieger (Neustadt), 7. Sabine Rieger (Neustadt), 8. Eduard Albrecht (Neustadt), 9. Franziska Ipfelkofer (Kelheim), 10. Horst Hartmannn (Kelheim), 11. Jutta Niggemeyer-Müller (Bad Abbach), 12. Björn Hallier (Bad Abbach), 13. Annika Fellner (Mainburg), 14. Edgar Götz-Bachmeier (Mainburg). Ersatzbewerber: 1. Erhard Garbe (Neustadt), 2. Maria Theresia Kaffl-Höng (Riedenburg), 3. Robert Mehrl (Langquaid), 4. Svea Petersen (Saal).