Bargeldloser Ticketkauf in Regensburgs Bussen: Was tun, wenn die Technik streikt?

Von Jonas Raab · 11. Januar 2026 um 05:00

Bares zählt nicht mehr in Regensburger Bussen. Seit Anfang Dezember ist die komplette Stadtbus-Flotte auf bargeldloses Bezahlen umgerüstet. In den Bussen gibt es Tickets nur noch digital an sogenannten Validatoren. Strecke wählen, Karte oder Smartphone anhalten, fertig – vorausgesetzt die grünen Kästchen sind eingeschaltet. Das war in letzter Zeit wiederholt nicht der Fall. Was dann?

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Mitte November hatten die schwarzen Displays schon einmal für Verwunderung gesorgt. Damals lag laut Stadtwerk-Sprecher Martin Gottschalk weder ein Ausfall noch ein Defekt vor. Das System befand sich demnach noch im Übergang von der Testphase in den flächendeckenden Betrieb. Sollte künftig tatsächlich eines der Geräte defekt sein, sollen Fahrgäste die Störung beim Fahrpersonal melden, erklärte Gottschalk damals der MZ. „Damit ist auch im Fall einer Kontrolle gewährleistet, dass es keine Sanktionierung gibt.“

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Nun ist die Testphase längst abgeschlossen, trotzdem sind beispielsweise in Bussen der Linie 2 regelmäßig die Validatoren aus, zuletzt mindestens drei Mal binnen zehn Tagen. „Schwarzfahren“, lautete da der Fingerzeig, den ein ebenfalls sichtlich ratloser Busfahrer einem Fahrgast auf dessen Nachfrage gab, was nun zu tun sei.

Ticketkauf in Bussen nicht möglich: Was tun, wenn der Kontrolleur kommt?

Nicht nur schwarze Displays machen den Ticketkauf unmöglich. Laut Gottschalk seien in Ausnahmefällen – beispielsweise wenn andere Busse nach einem Unfall repariert werden müssen – auch ältere Gelenkbusse unterwegs, die im nächsten halben Jahr ausgemustert werden und deshalb nicht mit der neuen Technik ausgestattet worden sind. „Sollte man also in einem solchen Bus sitzen und kontrolliert werden, kann man den Kontrolleur auf den Umstand hinweisen, dass ein Ticketkauf eben nicht möglich war“, sagt Gottschalk. Es handle sich aber um „absolute Ausnahmefälle“.

Auch RVV-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein sagt, so etwas sei „nicht der Regelfall“. Jedoch könnten solche Fälle insbesondere in der Startphase einer neuen Technik auftreten. „Uns wurde versichert, dass zwischenzeitlich weitere Verbesserungen vorgenommen wurden und die Stabilität des Systems kontinuierlich optimiert wird.“

Müller-Eberstein ist überzeugt davon, dass sich das neue Bezahlsystem nachhaltig bewähren werde. Es schaffe mehr Komfort und Einfachheit für die Kunden, beschleunige Abläufe beim Einstieg und entlaste das Fahrpersonal im Betrieb.