Umbau von Norma-Kreuzung in Neunburg startet Ende Juni – Arbeiten sollen fünf Monate dauern

Pläne, die Norma-Kreuzung in Neunburg im Landkreis Schwandorf umzubauen, gibt es schon länger. Bereits Ende 2023 war im Stadtrat darüber informiert worden, dass aus dem Knotenpunkt ein Kreisverkehr werden soll. Doch weder 2024 noch 2025 wurde mit den Arbeiten begonnen. Nun startet der Umbau. Für die Verkehrsteilnehmer bringt er einige Einschränkungen mit sich.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 29. Juni, und sollen etwa fünf Monate dauern, wie das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach in einer Pressemitteilung informiert. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund eine Million Euro. Es handelt sich um eine gemeinsame Maßnahme des Staatlichen Bauamtes und der Stadt Neunburg.
Involviert ist ebenso der Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe, da im Zuge des Kreuzungsumbaus auch verschiedene Versorgungsleitungen saniert und erneuert werden: Geplant sind die Neuverlegung einer Trinkwasserleitung, die Sanierung und Neuverlegung städtischer Kanalleitungen sowie die Um- und Neuverlegung von Gas- und Stromleitungen. Auch neue Leerrohrtrassen für Telekommunikations- und Stromleitungen werden mitverlegt.
Mehr als 10.000 Fahrzeuge kreuzen den Knotenpunkt
An dem Knotenpunkt beim Norma-Markt – daher auch der landläufige Name – treffen die Industriestraße, die Neukirchner Straße aus Richtung Neunburg-Zentrum sowie die Äußere Neukirchner Straße aus Richtung Neukirchen-Balbini aufeinander. Allein auf der Industriestraße sind laut Angaben des Staatlichen Bauamtes im Schnitt 8000 Fahrzeuge unterwegs, weitere 4000 Fahrzeuge kommen auf der Neukirchner Straße hinzu.
An der innerörtlichen und überdurchschnittlich hoch belasteten Kreuzung kommt es laut Verkehrsstatistik immer wieder zu Unfällen. Neben Kollisionen, bei denen nur Sachschaden entstand, gab es auch regelmäßige Zusammenstöße mit Verletzten, darunter auch schwerverletzte Personen. In den vergangenen Jahren häuften sich die Unfälle überdurchschnittlich oft, so dass laut Polizei sogar von einer Unfallhäufungsstelle gesprochen werden musste. Aus diesem Grund wurde der Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr angestoßen. Dadurch soll die Verkehrssicherheit erhöht und das Unfallgeschehen nachhaltig reduziert werden.
Da insbesondere die Industriestraße die zentrale Anbindung und Erschließung des Neunburger Gewerbegebiets und eine zentrale Verkehrsachse zur Autobahn darstellt, sollen laut Staatlichem Bauamt Vollsperrungen der Staatsstraße 2151 „auf das absolut notwendigste Maß beschränkt werden“. Daher haben sich die Verantwortlichen für die Umsetzung der Maßnahme auf einen mehrphasigen Bauablauf unter halbseitiger Sperrung verständigt. Der Kreisverkehr wird nach ersten Vorarbeiten in zwei Teilen gebaut und der Verkehr mittels Baustellenampel jeweils vorbeigeführt.
Der nördliche und südliche Kreuzungsast, Neukirchner und Äußere Neukirchner Straße, müssen während der Bauzeit dagegen voll gesperrt werden. Hierfür erfolgt die Umleitung ab Neukirchen-Balbini über die Kreisstraße SAD13 durch Penting zur Staatsstraße 2398 und zurück zur Staatsstraße 2151 an der alten Kaserne.
Für den aus Neunburg kommenden Verkehr wird über die Amberger Straße und in Fahrtrichtung Rötz über die Rötzer Straße umgeleitet. Eine Zufahrt zu den an der Industriestraße ansässigen Lebensmittelmärkten ist laut Staatlichem Bauamt jederzeit sichergestellt.
Vier Bauphasen mit unterschiedlichen Sperrungen
In der ersten Bauphase bis Ende August erfolgen verschiedene Leitungsarbeiten, vorhandene Verkehrsinseln werden zurückgebaut und eine Behelfsumfahrung errichtet. Die St2151 wird in dieser Bauphase im Baustellenbereich unter Beibehaltung von zwei Fahrstreifen eingeengt sein.
Daran schließen sich bis Anfang November die Bauphasen 2 und 3 an, in denen zunächst der nördliche Teil des Kreisverkehrs hergestellt wird. Anschließend erfolgt die Umlegung des Verkehrs in den fertiggestellten Teil und der südliche Teil des Kreisverkehrs wird gebaut. Die St2151 wird in dieser Zeit auf einen Fahrstreifen eingeengt und der Verkehr mit einer Baustellenampel geregelt sein.
In der abschließenden vierten Bauphase wird die St2151 im Kreuzungsbereich ausgebaut und der gesamte Bereich asphaltiert. Dies erfordert laut Staatlichem Bauamt eine rund vierwöchige Vollsperrung des kompletten Kreuzungsbereichs.
Das Staatliche Bauamt will in Zusammenarbeit mit der Stadt Neunburg regelmäßig über den Baufortschritt und jeweils frühzeitig über die Änderungen in der Verkehrsführung informieren, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde.