Schwandorf im Nimmerland: Eine der größten Hüpfburgen Deutschlands gastiert in der Stadt

Von Jan Lange · 21. Mai 2026 um 19:00

Die Maße von „Big Mama“ sind enorm: 800 Quadratmeter Fläche und vier Tonnen Gewicht hat eine der größten Hüpfburgen Deutschlands. Derzeit macht sie Station in Schwandorf. Die Veranstalter sind das erste Mal in der Großen Kreisstadt – und schon jetzt begeistert.

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Eine Viertelstunde dauert es, um die riesige Hüpfburg „Big Mama“ aufzublasen. Ist genügend Luft drin, bringt es die Attraktion immerhin auf eine Länge von 48 Metern und eine Breite von 22 Metern. Es ist eine der größten Hüpfburgen Deutschlands. Und die bietet 350 Personen gleichzeitig Platz, wie Schausteller Aaron Kuntze erklärt. Derzeit ist „Big Mama“ Teil der Hüpfburgenwelt Nimmerland, mit der Kuntze erstmals in Schwandorf Station macht.

Tochter Mileyna brachte Vater Aaron auf die „Nimmerland“-Idee

Tochter Mileyna hatte Aaron Kuntze auf die Idee mit der Hüpfburgenwelt gebracht. Vor gut zwei Jahren tobte die damals Fünfjährige auf dem Bett herum und erklärte gegenüber den Eltern, dass sie im Nimmerland sei. Das brachte den Schausteller auf die Idee, einen mobilen Freizeitpark mit mehreren Hüpfburgen aufzubauen und diesen Nimmerland zu nennen.

Im vorigen Jahr war es soweit: Die Kuntzes gründeten die Hüpfburgenwelt und machten damit zuerst im oberfränkischen Forchheim Station. „Dort kam sie super an“, erzählt der Betreiber. Anschließend zogen sie nach Neumarkt in der Oberpfalz weiter, wo sie ebenfalls längere Zeit gastierten. Auch dort sei die Hüpfburgenwelt laut Kuntze gut angekommen.

Und so war schnell klar, dass für 2026 weitere Stationen gesucht werden sollten. Entscheidend bei der Wahl des zusätzlichen Ortes war, dass eine entsprechende Fläche vorhanden sein muss und es in der jeweiligen Stadt keinen Indoor-Spielplatz gibt. In Schwandorf gibt es ein derartiges Freizeitangebot nicht und auch ein geeigneter Platz war vorhanden. Neben der Familienkasse an der Hoher-Bogen-Straße haben die Kuntzes ihre Hüpfburgenwelt aufgebaut. Auf der Fläche hatten in der Vergangenheit bereits Zirkustruppen gastiert.

Multimillionär hatte „Big Mama“ bauen lassen

Die Betreiber des mobilen Hüpfburgenparks seien nach eigener Aussage beim Erkunden der Großen Kreisstadt auf die Fläche aufmerksam geworden. „Den Volksfestplatz konnten wir wegen der Camper nicht nutzen“, meint Aaron Kuntze. Außerdem wäre ihr Gastspiel in diesem Fall wohl kürzer ausgefallen: Denn am 5. Juni startet auf dem Volksfestplatz das 86. Schwandorfer Volksfest, dessen Fahrgeschäfte und Buden auch schon einige Tage zuvor aufgebaut werden.

Als ich das Video der Riesen-Hüpfburg gesehen habe, wusste ich sofort: Die muss ich ins Nimmerland holen.Aaron Kuntze, gründete 2025 den mobilen Hüpfburgenpark Nimmerland

Auf der Fläche bei der Familienkasse kann die Hüpfburgenwelt dagegen bis zum 7. Juni stehen. Hauptattraktion ist natürlich „Big Mama“, welche die Kuntzes aber nur angemietet haben. Ein Multimillionär, weiß Aaron Kuntze, habe die riesige Hüpfburg extra für eine Firmenfeier bauen lassen, damit 350 Kinder gleichzeitig darauf herumtoben konnten. Nun vermiete er sie an andere Betreiber, sagt Kuntze. Durch ein Video im Internet sei er auf die besondere Attraktion aufmerksam geworden – und wusste sofort: Die muss er ins Nimmerland holen.

Die Unterwasserwelt ist eine von fünf Themenwelten der „Big Mama“: Hier können die Besucher auch einem Riesenhai durchs Maul rutschen. - Foto: Jan Lange
In der Dschungelwelt können die Kinder auf riesige Elefanten und Giraffen klettern. - Foto: Jan Lange
In der Piratenwelt gibt es unter anderem eine riesengroße Krake. - Foto: Jan Lange

Fünf Themenwelten umfasst „Big Mama“. Die Kinder können beispielsweise im Dschungel auf Elefanten oder Giraffen klettern, Türme erklimmen oder auf Riesenrutschen nach unten sausen. Es gibt auch eine Piratenwelt mit einer Riesenkrake und eine Unterwasserwelt mit einem Riesenhai, dem die Besucher durchs Maul rutschen können. „Big Mama“ ist schon von Weitem der Blickfang der Hüpfburgenwelt Nimmerland. Von Passanten und den ersten Besuchern – geöffnet hat der mobile Hüpfburgenpark seit dem 14. Mai – habe er viel positives Feedback bekommen, meint Aaron Kuntze.

Weitere Attraktionen wie Büffel-Rodeo-Reiter und Dinosaurier-Riesenparcour

Eine Bedingung für die Öffnung gibt es jedoch: Das Wetter muss passen. Bei starkem Wind müsse die Hüpfburgenwelt aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben, erklärt Kuntze. „Ein bisschen Wind und etwas Regen sind nicht so schlimm, aber wenn es stürmt, können wir nicht öffnen“, erläutert der Hüpfburgenpark-Betreiber. Auf der Facebook-Seite der Hüpfburgenwelt Nimmerland finden die Besucher immer aktuelle Hinweise, ob am jeweiligen Tag offen ist oder nicht, so Kuntze.

Das Nimmerland besteht aber nicht nur aus „Big Mama“. Es gibt daneben einen Dinosaurier-Riesenparcour, ein Prinzessinnen-Schloss, Büffel-Rodeo-Reiter, das Krokodil Schnappi und anderes mehr. Wenn die Eltern mit ihren Kleinen nicht mittoben wollen, können sie es sich auf Liegestühlen bequem machen und ihren Kindern beim Spielen entspannt zuschauen.

Nach dem Gastspiel in Schwandorf wird die Hüpfburgenwelt Nimmerland wieder nach Forchheim und anschließend nach Neumarkt weiterziehen. Für die Kuntzes hat sich damit ein Traum erfüllt. Dabei steckt ihnen die Schaustellerei im Blut. Vor der Gründung der Hüpfburgenwelt betrieben sie auf zahlreichen Jahrmärkten und Volksfesten Imbiss-Buden.

Sollte die Hüpfburgenwelt Nimmerland bei den Schwandorfern gut ankommen, können sich die Kuntzes vorstellen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Von der Großen Kreisstadt seien sie auf jeden Fall begeistert. Die Chance, im Nimmerland vorbeizuschauen, haben Besucher noch bis zum 7. Juni.