Anstoßen auf den Neuanfang beim Schwandorfer Volksfest – Maß etwas günstiger als 2025

Von Jan Lange · 11. Mai 2026 um 05:00

Bis zum Start des 86. Schwandorfer Volksfestes, das vom 5. bis 14. Juni steigt, sind es noch knapp vier Wochen. Doch schon am Freitag lud der neue Festwirt Bastian Schuhmann zur offiziellen Bierprobe in den Sperlstadel in Fronberg ein. Auch wenn dabei der Gerstensaft reichlich floß – das Volksfest-Bier bleibt trotzdem noch ein kleines Geschmacks-Geheimnis.

Während die Vorbereitungen für das diesjährige Volksfest in Schwandorf bereits auf Hochtouren laufen, ruht das eigens dafür gebraute Bier der Schlossbrauerei Naabeck noch im Lagerkeller. Es wird erst etwa zwei Wochen vor dem Start des Volksfestes fertig sein. Zur Bierprobe hatten die Verantwortlichen – auch aus terminlichen Gründen – schon jetzt geladen. Durstig mussten die Gäste, darunter Oberbürgermeister Andreas Feller (BLS) und zahlreiche Schwandorfer Stadträte, aber nicht bleiben. Probiert wurde stattdessen das Festbier, welches unter anderem beim Frühlingsfest in Weiden und dem Teublitzer Volksfest ausgeschenkt wird.

Stammwürze bei 13,1 Prozent

Ein paar Details zum eigentlichen Volksfest-Bier konnte Braumeister Eric Kulzer dennoch geben. Es hat demnach 13,1 Prozent Stammwürze. Der Alkoholgehalt werde zwischen 5,2 und 5,5 Volumenprozent liegen, deutete Kulzer an. „Ich kann ihnen noch nicht sagen, wie es schmeckt“, erklärte der Braumeister.

Verwendet wurden erlesene Rohstoffe wie beispielsweise die Spezialmalze Karahell, das beim Bier für dezente Brauntöne und eine dezente Karamellnote sorgt, und Karadunkel, das unter anderem die Vollmundigkeit erhöht. Als Hopfensorten wurde zuerst die Hallertauer Perle mit ihrer feinen Bitternote zugegeben, danach folgte als zweite Gabe die Hallertauer Tradition, ein hochfeiner Aromahopfen, der dem Bier ein sehr feines, mildes, beinahe süßes Aroma verleiht. Der Tettnanger Hopfen, laut Kulzer „einer der besten Aromahopfen der Welt“, kommt in den beiden letzten Gabe hinzu.

Je härter das Wasser ist, desto dunkler wird das Bier.Eric Kulzer, Braumeister der Schlossbrauerei Naabeck über den Härtegrad des Brauwassers

Das Brauwasser stammt aus einem 52 Meter tiefen eigenen Brunnen. Es ist mineralisch ausgewogen, so Kulzer. Laut Kulzer liege man bei dem eigenen Brauwasser noch unter zehn Grad deutscher Härte und brauche deshalb keine Wasserenthärtungsanlagen.

Dass trotz neuem Festwirt weiterhin das Bier aus Naabeck beim Volksfest ausgeschenkt wird, freut die Junior-Chefin der Schlossbrauerei, Eva Rasel. Das sei nicht selbstverständlich, findet sie. Man müsse immer wieder neu überzeugen. Sie habe vollstes Vertrauen in den Braumeister, dass auch heuer ein hervorragendes Volksfest-Bier ausgeschenkt werde.

Bereits als kleines Mädchen sei sie an der Hand ihres Vaters hinter dem Brauerei-Gespann gelaufen, erinnert sich Eva Rasel. Das Volksfest habe für sie immer dazugehört, sagt die Junior-Chefin. Die 28-Jährige ist im vergangenen Jahr nach dem Studium in Hamburg zurück nach Schwandorf gekommen, um in die Brauerei einzusteigen, die sie nun gleichberechtigt mit ihrem Vater Wolfgang leitet.

Preis der Maß liegt im „guten Mittelmass“

Die Maß wird heuer 11,40 Euro kosten, kündigte Festwirt Bastian Schuhmann an. Damit liegt sie sogar zehn Cent unter dem Preis des Vorjahres. Man liege im Vergleich mit anderen Volksfesten im „guten Mittelmass“, so der Festwirt.

Der Festzug und der offizielle Bieranstich werden auch diesmal am Samstag stattfinden. Schuhmann hatte noch vor einigen Monaten überlegt, ob der Bieranstich vielleicht auf den Freitag (5. Juni) als ersten Volksfest-Tag verlegt werden könnte, sich aber nun aus Traditionsgründen doch wieder für den Samstag entschieden.

Am Abschlusstag (14. Juni) soll es zum WM-Spiel Deutschland gegen Curacao auch eine Live-Übertragung ins Festzelt geben. Allerdings will der Festwirt noch schauen, ob eine große Leinwand aufgestellt oder nur eine kleine TV-Ecke eingerichtet wird.