Countdown für Ostbayerischen Faschingszug in Schwandorf läuft – Jede Menge Süßes für Besucher

Von Jan Lange · 2. Februar 2026 um 19:00

Es ist laut OB Andreas Feller „eines der fröhlichsten Ereignisse des Jahres“: der Ostbayerische Faschingszug am 8. Februar in Schwandorf. Die Lindania und die Faschingsgesellschaft Nabburg gaben am Montag Einblicke in die Organisation. Das Thema Sicherheit spielte dabei eine große Rolle.

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■ Faschingsparade: 66 Gruppen werden am Sonntag, 8. Februar, vom Volksfestplatz über den Marktplatz, die Friedrich-Ebert-Straße und die Wackersdorfer Straße bis zur Oberpfalzhalle ziehen. Unter den Teilnehmern sind 33 Faschingsgesellschaft aus ganz Ostbayern, wie die Nabburger Präsidentin Gerlinde Graja erklärte. Bis aus Zwiesel oder Neustadt an der Waldnaab reisen Faschingsgruppen an. Die restlichen Umzugsteilnehmer werden unter anderem von Vereinen und Ministranten gestellt.

Bei der Teilnehmerzahl der einzelnen Gruppen gebe es laut Graja keine Beschränkungen. „Wenn sie mit 100 kommen, sind 100 dabei. Wenn sie nur mit zehn kommen, dann sich nur zehn dabei.“ Auch bei den Fahrzeugen gibt es keine Vorgaben – einige nehmen mit mehreren, andere nur mit einem Wagen teil. Diese können ganz schön groß sein: Ein Gefährt hat gar 18 Meter Länge. Die Organisatorin rechnet damit, dass der Umzug etwa zweieinhalb Stunden dauern wird.

■ Sperrungen: Bereits ab 10 Uhr werden am Sonntag die Krondorfer, Amberger und Nürnberger Straße für die Aufstellung des Umzuges voll gesperrt sein. Ab 12 Uhr sind dann zusätzlich der Marktplatz, die Friedrich-Ebert-Straße bis zum Wendelinplatz, die Wackersdorfer Straße zwischen Wendelinplatz und Schwimmbadstraße sowie die Hoher-Bogen-Straße und Schwimmbadstraße dicht. An sämtlichen Einmündungen auf die Umzugsstrecke werde es Fahrzeugsperren geben, wie Dominik Fischer vom Ordnungsamt erklärte. Insgesamt 24 solcher Sperren werde es geben. Der städtische Bauhof sei schon dabei, erste Parkverbotsschilder aufzustellen, so dass sich auch Anwohner rechtzeitig auf die Sperrungen einstellen könnten.

■ Parken: Alle Parkmöglichkeiten außerhalb der Umzugsstrecke stehen laut Stadt für die Besucher – zwischen 25 000 und 30 000 werden erwartet – zur Verfügung. Neben dem Volksfestplatz werden beispielsweise auch die privaten Parkplätze beim Rewe-Center sowie beim Globus- und Netto-Markt geöffnet. Einweiser werde es laut den Veranstaltern aber nur am Volksfestplatz sowie beim Freibad und am Landratsamt geben.

Sie informierten beim Pressegespräch: Stadtbrandinspektor Klaus Brunner, Lindania-Präsident Patrick Scherl, Markus Pohl von der FG Nabburg, OB Andreas Feller, FG-Präsidentin Gerlinde Graja, Polizeichef Stefan Amann, Ulrich Pidrmann von den Johannitern sowie Dominik Fischer vom Ordnungsamt (v. l.). - Foto: Martin Kellermeier

■ Alkoholverbot: Beim Ostbayerischen Faschingszug gibt es ein Alkoholverbot an den Umzugswagen. Das heißt, dass auch keine Klopfer an das Publikum verteilt werden. Das Alkoholverbot gelte auch für die sogenannten „Wagenengel“, die die teilnehmenden Umzugswagen begleiten. „Wenn jemand von ihnen besoffen ankommt, dann läuft er nicht mit“, versicherte Graja auf Nachfrage. Für die After-Show-Party gebe es ebenfalls klare Regelungen, so die FG-Präsidentin. Getränkeflaschen dürfen demnach nicht in die Oberpfalzhalle mitgenommen werden. Security an der Eingangstür werde dies kontrollieren. Wer in die Oberpfalzhalle wolle, bekomme ein Bändchen. Maximal 1200 Bändchen werde man ausgeben. Darüber hinaus können die Faschingsfans aber auch vor der Halle weiterfeiern. Hier werden jeweils zwei Getränke- und Bratwurstbuden zu finden sein.

■ Sicherheit: Die Polizei wird neben etlichen Beamten auch zwei Drohnen einsetzen, die das Geschehen direkt in die Führungszentrale übertragen. Die Drohnen werden aber keine Aufzeichnungen machen, erklärte Schwandorfs neuer Polizeichef Stefan Amann. Daneben werden fünf Feuerwehren mit 50 Aktiven und die Johanniter mit 40 Helfern im Einsatz sein.

Vonseiten der beiden Faschingsgesellschaften werden 25 Securitykräfte aus dem Umfeld von Lindania-Präsident Patrick Scherl für Sicherheit sorgen. Aus Sicht der Polizei sei die Anzahl der Ordner ausreichend.

Sie werden vor allem die After-Show-Party, aber auch den Faschingszug mit absichern. Auf Nachfrage sagte Scherl, dass es sich dabei nicht um einen professionellen Sicherheitsdienst handelt. Es würden vor allem Türsteher und Security-Leute aus seiner Diskothek Puzzles sowie von anderen Clubs zum Einsatz kommen. Sie hätten nur teilweise eine Ausbildung für den Sicherheitsdienst absolviert. Dennoch betonte Scherl: „Ich halte meinen Kopf für meine Leute hin.“ Auch Gerlinde Graja betonte: „Alles was im vergangenen Jahr negativ war, wollen wir besser machen.“ Sie spielte damit auf Konflikte an, die es nach ihren Worten bei der letzten Auflage des Ostbayerischen Faschingszugs in Regenstauf gab.

■ Süßigkeiten: Die Lindania und die FG Nabburg haben allein in Köln Süßigkeiten im Wert von rund 2500 Euro eingekauft, so Graja. Diese sollen unters Volk gebracht werden und im Idealfall den Zuschauern direkt in die Hände gedrückt werden. „Auch die anderen Gesellschaften haben schöne Sachen eingekauft“, kündigte Graja an.