Trotz Insolvenz: Daniel Feuerer wird neuer Festwirt der Schwarzenfelder Kirwa

Nicht nur beim Schwandorfer Volksfest bricht 2026 eine neue Ära an, auch die Kirwa in Schwarzenfeld bekommt einen anderen Festwirt. Und der ist im Landkreis Schwandorf kein Unbekannter.
Wie die Marktgemeinde Schwarzenfeld jetzt mitteilte, wird ab kommendem Jahr Daniel Feuerer das Schwarzenfelder Kirchweihfest verantworten. Das zuständige Gremium habe den Teublitzer aus mehreren Bewerbern ausgewählt, erklärt Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW) auf MZ-Nachfrage. Für den Ausschuss sei es keine leichte Entscheidung gewesen. Feuerer habe aber unterm Strich das „überzeugendste Konzept“ präsentiert.
Feedback anderer Kommunen war durchweg positiv
Vielleicht hatte bei dem einen oder anderen Entscheider die Nachricht vom Frühjahr noch im Hinterkopf herumgeschwirrt. Wegen Zahlungsunfähigkeit wurde damals ein Insolvenzverfahren gegen Daniel Feuerer eröffnet. Dies sei auch der Marktgemeinde bekannt gewesen, so Neumeier gegenüber der MZ.
Man habe sich, sagt der Bürgermeister, im Vorfeld bei Kommunen erkundigt, in denen Feuerer in den vergangenen Monaten ein Volksfest veranstaltet hatte. Sie seien trotz der Insolvenz des Festwirtes zu ihrer „vollsten Zufriedenheit bedient“ worden, fasst Neumeier die durchweg positiven Antworten zusammen. Feuerer dürfe sein Geschäft auch weiterhin betreiben, meint der Bürgermeister. Die Marktgemeinde habe dem Festwirt aus Teublitz deshalb zugetraut, auch das Schwarzenfelder Kirchweihfest übernehmen zu können. „Es gab nichts, was uns Kopfzerbrechen bereitet hat“, sagt Neumeier.
Dass er „Kirwa kann“, habe Feuerer bei anderen Festen in der Region gezeigt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Marktgemeinde. Der Mann aus dem Städtedreieck ist auch für die Volksfeste in Wackersdorf, Teublitz und Beratzhausen (Landkreis Regensburg) verantwortlich. Festwirt in Schwarzenfeld war bisher Gerhard Böckl. Der hatte sein Zepter nach der Kirwa 2025 niedergelegt. Deshalb musste die Marktgemeinde einen neuen Festwirt suchen.
Bei früheren Festen hat er gezeigt, wie man neue Kombinationen ausprobiert, ohne die Stammgäste zu verlieren.aus der Pressemitteilung der Marktgemeinde Schwarzenfeld
Mit der Wahl von Daniel Feuerer erhofft sich Schwarzenfeld auch neuen Schwung für die viertägige Veranstaltung. Dies soll durch mehrere Neuerungen gelingen. „Bei früheren Festen hat er gezeigt, wie man neue Kombinationen ausprobiert, ohne die Stammgäste zu verlieren“, heißt es dazu in der Mitteilung des Marktes.

Er will beispielsweise das Speisenangebot deutlich erweitern, bestätigt Daniel Feuerer der MZ. Es soll unter anderem auch Mittagstisch geben und nachmittags Kaffee und Kuchen. Beim Programm soll sich ebenfalls einiges ändern. Näheres wollen Bürgermeister und Festwirt dazu noch nicht verraten, da am Programm noch mit Hochdruck gearbeitet werde. Das, was er bisher kenne, sei „sehr vielversprechend“, so der Chef der Marktgemeinde. Neumeier versichert, dass das Programm spätestens im Frühsommer stehen soll. Denn es brauche ja auch noch etwas Zeit für die Werbung.
Kaum Vorgaben
Über die Gestaltung des Programms tauschen sich Festwirt und Marktgemeinde regelmäßig aus, erklärt Neumeier. Erst am Donnerstag habe er wieder mit Daniel Feuerer telefoniert. Dass es einen engen Kontakt gebe, bestätigt auch Feuerer. Es „geht nur miteinander“, findet der Teublitzer.
Der neue Festwirt habe dennoch freie Hand bei der Vorbereitung der Kirwa, sagt der Bürgermeister. Man sei offen für neue Ideen und mache dem künftigen Festwirt kaum Vorgaben, so Neumeier. Einzig bei Zeitpunkt und Dauer der Kirwa sei der Markt laut Neumeier nicht so flexibel gewesen.
Das Schwarzenfelder Kirchweihfest wird traditionell rund um den ersten Septembersonntag gefeiert. 2026 fällt der erste Sonntag auf den 6. September. Und die Veranstaltung geht immer über vier Tage, von Freitag bis Montag. Das wäre dann nächstes Jahr vom 4. bis 7. September.
Auch einen Umzug mit anschließendem Bieranstich soll es 2026 wieder geben, so ein Wunsch des Marktes. Beides fand in der Vergangenheit immer samstags – also am zweiten Kirwatag – statt. Dies soll sich ändern, wie Festwirt Daniel Feuerer verrät. Einzug und Bieranstich sollen künftig am Freitag erfolgen. Die große Revolution plant der Teublitzer aber nicht. Das Schwarzenfelder Kirchweihfest „soll familiär bleiben, so wie es bisher war“.
Dass es „eine schöne, kleine Kirwa“ ist, habe ihn auch veranlasst, sich um die Aufgabe als Festwirt zu bewerben, sagt Feuerer. Heuer habe er aus beruflichen Gründen die Kirwa in Schwarzenfeld nicht besuchen können, er kenne sie aber aus früheren Jahren.
Der Vertrag mit dem neuen Festwirt laufe vorerst bis 2028, erklärt der Bürgermeister. Das nächste Jahr soll dabei ein Probejahr sein. Das heißt, dass beide Seiten bei einem Misserfolg die Reißleine ziehen können. Dass es dazu kommt, davon geht Neumeier aber nicht aus.