Auch 2026 gute Karten für Festwirt Feuerer in Teublitz, Wackersdorf und Beratzhausen

Langsam, aber sicher neigt sich auch in Bayern die Volksfestzeit ihrem Ende entgegen. Doch im Hintergrund laufen längst die Vorbereitungen für die nächste Saison feuchtfröhlicher Bierseligkeit. Mindestens zwei Kommunen aus dem Landkreis Schwandorf verdienen dabei besondere Beachtung.
Wie berichtet, war heuer bekannt geworden, dass Festwirt Daniel Feuerer in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Am 21. März – und damit nur rund zwei Wochen vor dem ersten Fassanstich in Wackersdorf – wurde gegen ihn ein Insolvenzverfahren eröffnet. Aber nicht nur in Wackersdorf, sondern auch in Teublitz und Beratzhausen (Kreis Regensburg) stellte sich plötzlich die Frage, ob man sich nicht schleunigst um eine Alternative bemühen sollte.
Rätsel um die Zahl der Gläubiger
Sie hatten Glück. Insolvenzverwalterin Irene Haagen bestätigte, Feuerer dürfe weiter als Festwirt arbeiten. Dadurch erhielt er für einen gewissen Zeitraum die Chance, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Sein Verdienst lehnt sich jedoch an dem an, was er als abhängig Beschäftigter erhalten würde. Gleichzeitig wurde Feuerer verpflichtet, einen Teil seiner Einkünfte abzutreten, um die Gläubiger zu bedienen. Wie viele Gläubiger es gab oder gibt, beantwortete Haagen ebenso wenig wie die Frage, wie viel Geld Feuerer Gläubigern noch schuldet. Diese Summe werde ausschließlich dem zuständigen Gericht mitgeteilt, erklärte die Rechtsanwältin.
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Wie auch immer: Feuerer ist es gelungen, sowohl in Wackersdorf als auch in Teublitz und in Beratzhausen zu überzeugen. In allen drei Kommunen zog man eine positive Bilanz – und Feuerer habe maßgeblichen Anteil an dem Erfolg, hieß es unisono. Doch wie schaut es für kommendes Jahr aus? Feuerer beteuert, er sei auf dem aufsteigenden Ast. Die Veranstaltungen, bei denen er als Festwirt agiert habe, seien auch aus seiner Sicht erfreulich verlaufen, auch wenn zu spüren gewesen sei, dass den Besuchern das Geld nicht mehr so locker sitzt. „Wer sich früher eine dritte Maß gegönnt hätte, gibt sich heute mit der zweiten zufrieden“, bringt es der 41-jährige Teublitzer auf den Punkt.
Immer wieder gab es Rückschläge
Feuerer ist Festwirt mit Leib und Seele. Zu seinen besten Zeiten mischte er in einem Jahr bei bis zu 14 größeren Veranstaltungen mit. In vielen Orten war zu hören, der Teublitzer verstehe es wie kaum ein anderer, vor allem durch die Musikauswahl für frischen Wind zu sorgen. Andererseits blieb er von Rückschlägen nicht verschont. Die Insolvenz, die heuer bekannt wurde, war nicht seine erste.
Für die Zukunft hat sich der 41-Jährige neu aufgestellt. Um das Risiko zu minimieren, will er sich auf eine kleine Zahl von Festivitäten konzentrieren. Ansonsten vermietet er sein Zelt an andere Veranstalter. Zu den Festen, bei denen Feuerer auf alle Fälle auch 2026 Verantwortung übernehmen möchte, zählen das Volksfest und der Weihnachtsmarkt in seiner Heimatstadt Teublitz. Am 15. Oktober soll es zu einem Gespräch mit Bürgermeister Thomas Beer (CSU) kommen, um offene Fragen zu klären.
Ich habe zu Herrn Feuerer vollstes Vertrauen und stehe mit ihm laufend im Austausch.
Matthias Beer, Bürgermeister in Beratzhausen
Für 25. Oktober ist ein ähnliches Gespräch in Wackersdorf terminiert, wo Feuerer ebenfalls einen Festwirt-Vertrag für 2026 hat. Mit Beratzhausen möchte Feuerer im kommenden Frühjahr letzte Details regeln.
Der dortige Bürgermeister, Matthias Beer (CSU), bestätigte, dass er sich mit Feuerer laufend austausche. Er sei guter Dinge, dass auch das Volksfest 2026 mit dem Teublitzer gelingen werde. Der Vertrag mit einem Kabarettisten sei schon unterzeichnet. Keinen Anlass, den bis einschließlich 2026 geltenden Vertrag infrage zu stellen, sieht man auch in Wackersdorf. Pressesprecher Michael Weiß: „2025 lief ja alles zu unserer Zufriedenheit.“
Teublitz hofft auf positives Signal der Insolvenzverwalterin
Der Teublitzer Rathauschef Thomas Beer drückte sich differenziert aus. Im Prinzip, so sagte er, wolle er ebenfalls weiter auf Feuerer bauen. Dieser habe seine Arbeit in den vergangenen Jahren sehr gut gemacht – und das Teublitzer Fest dadurch wiederbelebt. Dafür sei er, Beer, dankbar. Andererseits dürfe die Stadt nicht blauäugig sein. Von der Insolvenzverwalterin erwarte man Signale, dass sich Feuerer stabilisiert habe. „Das hätten wir gern schriftlich“, sagte Beer. Dem Treffen mit Feuerer am 15. Oktober sieht er gespannt entgegen.