Volksfest in Beratzhausen: Der Wirt ist insolvent – So geht es nun weiter

Von Philip Hell · 4. April 2025 um 14:17

Finanzielle Schieflage: Daniel Feuerer, Festwirt des Beratzhauser Volksfestes im Landkreis Regensburg, ist insolvent. Das soll allerdings keine Auswirkungen auf das Fest im Juli haben.

Das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit wurde am 21. März eröffnet. Als Insolvenzverwalterin wurde die Kallmünzer Rechtsanwältin Irene Haagen bestellt. Gläubiger haben bis zum 2. Mai Zeit, ihre Forderungen schriftlich anzumelden, heißt es in einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Amberg.

Feuerer ist Festwirt einer ganzen Reihe von Volksfesten in der Region. Kommenden Freitag wird er zum Beispiel das Fest in Wackersdorf eröffnen – trotz Insolvenzverfahren. Der Gastronom betont auf MZ-Nachfrage, dass seine persönliche finanzielle Schieflage sich nicht auf die Feste auswirke.

Volksfest dauert länger

In die gleiche Kerbe schlägt auch Matthias Beer, Bürgermeister von Beratzhausen und damit Veranstalter des Volksfestes. Dieses finde selbstverständlich statt, betont der CSU-Politiker. Er habe sich erst am Freitag mit Festwirt Feuerer ausgetauscht. „Die Insolvenz betrifft ihn ja nur als Privatperson“, sagt Beer. Das Fest habe keinerlei Einschränkungen zu befürchten – im Gegenteil. Es soll größer als bisher werden, kündigt Beer an. Heuer soll das Volksfest am Dienstag beginnen und bis Montag andauern. „Es ist also eine ganze Woche.“ Das Programm stehe. „Die Bands sind bereits gebucht.“ Darüber hinaus soll es auch Kabarett und andere Veranstaltungen geben – dazu kommt hoher Besuch. „Wenn alles klappt, schaut Ministerpräsident Markus Söder vorbei“, kündigt Beer an.

Programm wird vorgestellt

Sicher könne man das freilich nie sagen, betont der Bürgermeister. Das ganze Programm will der Markt in den kommenden Wochen der Öffentlichkeit präsentieren.

Daniel Feuerer feierte im vergangenen Jahr seine Premiere als Festwirt in Beratzhausen. Er solle neue Akzente setzen, hieß es damals. Die Premiere kam dabei gut an. Feuerer bewirtet unter anderem auch Volksfeste in Marktredwitz und Wunsiedel – die beiden Veranstaltungen hätten „nicht so funktioniert“, sagt der Festwirt zur MZ. Das sei mit ein Grund für die Insolvenz.