„Beste ChamlandSchau seit langem“: Rekordandrang und zufriedene Aussteller zum Abschluss

Von David Salimi · 22. September 2025 um 15:14

Vier Tage hat sich der Volksfestplatz in Cham in eine Messebühne für Innovation, Begegnung und Diskussion verwandelt – an diesem Montagabend geht die 41. ChamlandSchau zu Ende. Kurz vor dem finalen Abschluss sprechen Veranstalter wie Aussteller von einer überaus erfolgreichen Auflage. „So viele Leute wie am Sonntag habe ich bisher noch nicht auf dem Messegelände gesehen“, berichtet Hauptorganisator Jim-Patrick Müller.

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Die Resonanz sei an allen vier Messetagen bemerkenswert gewesen. Die Aussteller hätten sich mit dem Andrang äußerst zufrieden gezeigt, viele berichteten von dicht gefüllten Ständen und interessierten Gästen. Ein Blick auf die Kennzeichen auf den Parkplätzen hat gezeigt, dass Besucher aus ganz Ostbayern nach Cham gekommen waren – von Regensburg über Deggendorf bis Weiden, erinnert sich Müller. Damit habe die Messe ihren Anspruch bestätigt, weit über die Landkreisgrenzen hinaus auszustrahlen.

Gäste aus ganz Ostbayern kamen nach Cham

Das Angebot war so breit wie eh und je: Mehr als 300 Aussteller präsentierten sich auf dem erweiterten Gelände, von Automobilität und Bauen über moderne Energietechnik, Gartenideen, Elektronik und Telekommunikation bis hin zu Mode und Finanzen. Hinzu kamen regionale Schmankerl, Genussstände und Gastronomie. Für viele Besucher gehörte der Bummel durch das große Messezelt ebenso dazu, wie die Runde über das Freigelände – mit Balkonen, Leitern, Probesitzen im Auto oder Mitmachaktionen wie dem Soccerdart.

Dass die ChamlandSchau seit jeher nicht nur Einkaufsmesse, sondern auch Treffpunkt für persönliche Begegnungen ist, zeigte sich an den zahllosen Gesprächen. „Für das große Interesse der Menschen sind wir sehr dankbar“, sagt Jim-Patrick Müller.

Auch politisch bot die Messe eine Bühne. Der traditionelle Frühschoppen am Sonntag war mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner hochkarätig besetzt. Im übervollen Festzelt sprach die Volksvertreterin über Demokratie, Ehrenamt und Herausforderungen der Wirtschaft. Ihr Besuch zog nochmals mehr Menschen an, die sich anschließend bei einem Rundgang über das Messegelände informierten. CSU-Kreisvorsitzender Gerhard Hopp und der designierte CSU-Landratskandidat Michael Multerer nutzten den Tag ebenfalls für Auftritte vor der Wählerschaft.

Stargast am Sonntagvormittag war Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die im Messezelt Reden schwang. - Foto: Johannes Schiedermeier

Am Sonntag lockte die ChamlandSchau neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner weiteren prominenten Besuch an: Ex-Nationalspieler Benny Lauth stand im Mittelpunkt des Interesses. Viele Besucher nutzten die Chance, dem früheren Bundesliga-Profi persönlich zu begegnen, sich Autogramme zu sichern oder ein Erinnerungsfoto mitzunehmen. Trotz der Hitze im Festzelt nahm sich Lauth viel Zeit.

Seit einigen Jahren engagiert er sich zudem in der Mannschaft Bananenflanker, einem Team ehemaliger Profis. Deren Ziel ist es, durch Benefizspiele Gelder zu sammeln, damit Kinder mit geistiger Beeinträchtigung regelmäßig am Fußballtraining teilnehmen können. Die Finanzierung erfolgt über Eintrittsgelder, aber auch über Spenden, betont Lauth.

Wir haben bewusst auf ein breites Programm gesetzt, damit für jeden etwas dabei ist.

Organisator Jim-Patrick Müller

Jim-Patrick Müller möchte indes keinen einzelnen Höhepunkt herausheben. „Wir haben bewusst auf ein breites Programm gesetzt, damit für jeden etwas dabei ist“, erklärt er. Ob politischer Austausch, kulinarische Verkostung oder technisches Staunen – die Messe zeigte sich vielseitig.

Großer Andrang herrschte an allen vier Tagen auf dem Messegelände am Chamer Volksfestplatz. - Foto: Christoph Klöckner

Dass die ChamlandSchau auch in die Zukunft denkt, machte der Ausbildungstag am Montag deutlich. Jährlich strömen tausende Schüler aus dem ganzen Landkreis Cham auf das Messegelände, um Betriebe kennenzulernen und sich über Berufsbilder zu informieren. Am Nachmittag folgte der Seniorennachmittag, der gezielt die ältere Generation ansprach. „Damit war auch am letzten Messetag noch für alle Altersgruppen etwas geboten“, betont Müller.

Dankbarer Rückblick auf vier gut besuchte Messetage

Auf der anderen Straßenseite setzte die ChamlandVital in der Stadthalle Akzente rund um Gesundheit, Pflege, Vorsorge und Bildung. Das Sonderformat ChamlandUp bot Start-ups und Kleinunternehmen die Möglichkeit, Ideen vorzustellen. Auch wenn dieses Format aktuell auf zwei Tage beschränkt war, sehen die Organisatoren hier weiteres Entwicklungspotenzial.

Regionale Schmankerl, Genussstände und Gastronomie rundeten das Angebot der Messe ab. - Foto: Christoph Klöckner

Als organisatorische Neuerung erwies sich die geänderte Parkplatzregelung laut Müller als Gewinn. Der große Platz direkt am Haupteingang war ausschließlich für Messebesucher reserviert, während Aussteller ihre Fahrzeuge in der Tiefgarage der Stadthalle abstellten. „Das Wegfallen der langen Parkplatzsuche dürfte manchen zusätzlichen Besucher angelockt haben“, vermutet Müller. Zudem sei diese Lösung mit Blick auf den Neubau des benachbarten Feuerwehrhauses eine zukunftsfähige Variante.

Es war meines Erachtens die beste ChamlandSchau seit langem.

Organisator

Zum Schluss zieht Müller ein klares Fazit: „Es war meines Erachtens die beste ChamlandSchau seit langem.“ Mit einem breiten Angebot, hoher Besucherresonanz und reibungsloser Organisation habe die Messe eindrucksvoll gezeigt, dass sie als Treffpunkt und Schaufenster für die Region ungebrochen attraktiv bleibt. Müller ist seit vier Jahren an der Organisation der Chamer Messen beteiligt. Vor zwei Jahren hat er Messeleiter Friedrich Zenk nach vielen Jahren an der Spitze komplett abgelöst. Bei der Organisation steht ihm Maximiliane Schillitz zur Seite.

Damit ist die 41. Auflage der oberpfalzweit größten Verbrauchermesse Geschichte – und hat doch ein deutliches Signal gesendet: Die ChamlandSchau lebt, sie entwickelt sich weiter und zieht wie ein Magnet Menschen aus nah und fern nach Cham.