Schaufenster für eine ganze Region: ChamlandSchau erwartet wieder tausende Besucher

Gut eine Woche noch: Dann wird der Volksfestplatz in Cham wieder zur Bühne für Innovationen, Trends und Begegnungen. Derzeit wird auf dem Gelände noch kräftig gehämmert und gebohrt, um das große Messezelt rechtzeitig fertigzustellen. Vom 19. bis 22. September öffnet die ChamlandSchau ihre Tore – und damit auch die größte regionale Verbrauchermesse in der Oberpfalz. Jahr für Jahr zieht sie rund 50 000 Besucher an, die auf dem Gelände etwa 140 Aussteller aus den unterschiedlichsten Branchen erleben – viele bewährte aber auch Neulinge.
Auch wenn sich der Himmel in diesen Tagen noch wolkenverhangen zeigt, hoffen die Veranstalter auf einen einsichtigen Wettergott. Denn im vergangenen Jahr spielte das Wetter nicht optimal mit. Einziger Trost: „Nutznießer waren die Standbetreiber im Zelt“, erinnert sich Projektleiterin Maximiliane Schillitz. Für heuer gibt sie sich zuversichtlicher. „Es kann mit dem Wetter heuer nur besser werden“, sagt sie mit einem Lachen.
Für sie und Hauptorganisator Jim-Patrick Müller von der Provi Marketing- und Eventagentur ist es nach der Premiere im vergangenen Jahr die zweite Auflage in gemeinsamer Verantwortung. Müller, seit Jahren mit der Messearbeit vertraut, hat die Leitung inzwischen vom langjährigen Verantwortlichen Fritz Zenk übernommen. „Grundsätzlich verändert sich die ChamlandSchau nicht allzu groß“, sagt er. Bewährtes solle fortgeführt werden, punktuelle Neuerungen aber dafür sorgen, dass die Veranstaltung lebendig bleibt.
Es kann mit dem Wetter heuer nur besser werden.
Projektmanagerin Maximiliane Schillitz
Die ChamlandSchau versteht sich als Marktplatz, auf dem sich Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleister präsentieren – und wo persönliche Begegnungen genauso wichtig sind wie Geschäftskontakte. Das Spektrum reicht von Automobilität und Bauen über moderne Energietechnik und Gartenideen bis hin zu Finanzdienstleistungen, Immobilien, Elektronik oder Telekommunikation. Sämtliche Branchen verteilen sich auf der in diesem Jahr vergrößerten Ausstellungsfläche.
Ergänzt wird das Angebot durch Lebensmittel, Gastronomie und Genussangebote. Mit diesem Konzept soll die Messe auch heuer fast alle Lebensbereiche abdecken – und so nicht nur Menschen aus Cham, sondern der gesamten Oberpfalz und weit darüber hinaus anziehen.
Fußball-Nationalspieler Benny Lauth vertreten
Ein Höhepunkt im Programm ist der Besuch von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Sie wird am Sonntag um 11 Uhr beim traditionellen Politischen Frühschoppen im Festzelt als Hauptrednerin auftreten und sich danach bei einem Rundgang über das Messegelände ein Bild vom Angebot machen. Damit setzt die Messe auch ein Signal: Neben Wirtschaft und Freizeit ist sie immer wieder Bühne für gesellschaftliche Diskussionen. Vertreten ist der Bayerische Landtag auch mit einem eigenen Stand im Zelt, bei dem sich die Besucher über die Arbeit im Landesparlament informieren können. Für viele Besucher dürfte außerdem die Autogrammstunde mit dem ehemaligen Deutschen Fußball-Nationalspieler Benny Lauth am Sonntagnachmittag sorgen.
Die Messe soll ein Ort für die ganze Familie sein.
Jim-Patrick Müller
Das Rahmenprogramm soll ein breites Publikum ansprechen. Dazu gehören musikalische Auftritte ebenso wie Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene. Familien dürfen sich wieder auf ein großes Kinderland mit Hüpfburg, Karussell und Soccerdarts freuen. Neu ist in diesem Jahr ein Seniorennachmittag am Montag, der eigens für die ältere Generation geschaffen wurde. „Die Messe soll ein Ort für die ganze Familie sein“, betont Müller.

Am Messemontag steht zudem der Ausbildungstag im Mittelpunkt. Rund 15 Betriebe aus dem Landkreis Cham stellen sich den Schülern vor und eröffnen Einblicke in Berufsbilder und Karrierewege. Erwartet werden zahlreiche Schulklassen aus allen Teilen des Landkreises.
Mit der ChamlandVital und ChamlandUp setzen die Organisatoren außerdem zwei Schwerpunkte, die aktuelle Trends und Zukunftsthemen aufgreifen. ChamlandVital ist seit 2018 fester Bestandteil in der neuen Stadthalle und widmet sich Gesundheit, Pflege, Barrierefreiheit, Beauty, Vorsorge sowie Bildungs- und Persönlichkeitsangeboten.
ChamlandUp wiederum bietet Start-ups, Pop-up-Stores und Kleinunternehmen eine Plattform, um Ideen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Auch wenn die Präsentation in diesem Jahr auf zwei Tage beschränkt bleibt, soll das Format in den kommenden Jahren wachsen.
Punktuelle Neuerungen
Für eine bessere Organisation gibt es 2025 eine wichtige Änderung: Der große Parkplatz direkt gegenüber des Haupteingangs ist ausschließlich für Messebesucher reserviert. In den Vorjahren hatten dort schon vor Messebeginn viele Aussteller geparkt. Künftig stehen für diese Stellplätze in der Tiefgarage der Stadthalle bereit.

Die ChamlandSchau bleibt trotz punktueller Neuerungen ihrem Charakter treu: Sie ist Treffpunkt, Schaufenster und Erlebnis zugleich – eine Plattform, auf der sich regionale Stärke und innovative Ideen präsentieren. Mit einem klaren Fokus auf Qualität und Ausstrahlung wollen Müller und Schillitz die Erfolgsgeschichte auch 2025 weiterschreiben.
Ziel der Organisatoren ist es, den Menschen aus der Region und weit darüber hinaus eine Messe zu bieten, die verbindet, inspiriert und neue Perspektiven eröffnet.