Ein Monat vor dem Kassensturz: 300.000 Besucher auf der Gartenschau Furth im Wald

Von Johannes Schiedermeier · 9. September 2025 um 19:15

Wenn’s läuft, dann läuft’s! – Die Landesgartenschau Furth im Wald (Landkreis Cham) hat einen Monat vor ihrem Ende den 300.000. Besucher gesehen. Und dabei redet die Geschäftsführung nur über die, die auch wirklich bezahlt haben. Und Bürgermeister Sandro Bauer freut sich, und redet über das, was ihm dort am besten gefällt.

Video ansehen

Gartenschau-Geschäftsführerin Claudia Knoll erklärt, was hinter den 300.000 Besuchern wirklich steckt und wer dabei gezählt worden ist: „Wir zählen jeden Eintritt, aber die Dauerkarte nur einmal pro Tag.“ Denn die Stunde der Wahrheit naht ein paar Tage nach Ende der Gartenschau.

Der Kassensturz

Dann ist Kassensturz. Spätestens da würden Mehrfachzählungen ohne Zahlung den Machern der Gartenschau auf die Füße fallen. Doch Claudia Knoll ist vor dieser Abrechnung nicht mehr bange. Schließlich hatte man zunächst mit 250.000 Besuchern gerechnet und später die Schätzung – als es besser lief als erwartet – auf 300.000 erhöht. „Wir können praktisch jetzt schon etwas beruhigt sein“, sagt Knoll.

Lesen Sie dazu auch: Konzert mit Eastwood macht 600 Fans in der Park-Arena Furth im Wald glücklich

Für Bürgermeister Sandro Bauer wäre es gleich aus mehreren Gründen schlimm, wenn er keine Freude an seiner Gartenschau hätte. Und da reden wir gar nicht über das Geld, das sie gekostet hat. Bauer ist schließlich pro Woche drei- bis viermal dort. Er hat gleich mehrere Orte, die er am meisten mag. Dazu gehört die Drachenarena, wenn sie am Abend voller Menschen ist, und beleuchtet. „Das ist immer wieder ein beeindruckender Moment. Vor allem wenn sich dann noch der Drache präsentiert, erzählt Bauer.

Treffpunkt und Hingucker

Da gibt es auch noch der Weinstand der österreichischen Freunde. Und zwar nicht nur wegen des guten Weins aus der Partnerstadt Furth bei Göttweig, sondern wegen der des besonderen Treffpunkts und weil man dort immer wieder mit den Menschen so gut ins Gespräch kommt und neue kennenlernt.

Lesen Sie dazu auch: 1001 Nacht auf der Gartenschau: Gefeiertes Theater der Brüder Forman präsentiert Aladin

Und dann ist da noch der Loop. Zentral gelegen und im Rot des Drachenblutes gehalten, ist er in den Augen des Bürgermeisters ein ganz besonderer Hingucker. Das Ambiente des Zusammenflusses von Chamb und Pastritz, aber auch die schönen Blickachsen und die Plattformen, die bis ans Wasser reichen – das alles zieht Sandro Bauer immer wieder an, wenn er durch das Gelände der Landesgartenschau geht.

Der Ort: ein Glücksgriff

Immer wieder wird ihm dabei klar, sagt Bauer, dass es eine richtige Entscheidung war, sich für diese Gartenschau zu bewerben. Das beweisen nun auch die zahlreichen Besucher und die Tatsache, dass vier Wochen vor dem Ende der Schau schon 300.000 Besucher da waren.

Der Loop ist nicht nur einer der Lieblingsplätze des Bürgermeisters. Er mag auch dieses Bild mit Nachtstimmung besonders. - Foto: Tanja Bauer

Auch der gewählte Ort sei ein echter Glücksgriff. Bei einem Blick vom LGS-Gelände nach außen werde einem erst richtig klar, wie zentral und doch ruhig gelegen die Gartenschau ist. „Man kann sich hier in Ruhe erholen und ist doch mitten in der Stadt.“

Meine Lieblingsplätze? Die beleuchtete Parkarena ist immer wieder ein beeindruckender Moment. Dazu der Weinstand als Treffpunkt vieler netter Menschen, und der Loop über dem Wasser.

Sandro Bauer, Further Bürgermeister

Manchmal kommt es dem Bürgermeister auch etwas unwirklich vor. „Da stehe ich dann direkt neben der Gartenschau in der Lorenz-Zierl-Straße und debattiere über die Weihnachtsbeleuchtung, während ein paar Meter weiter Blumen und Sträucher blühen...“ Und wegen dieser anderen Dinge, kann der Bürgermeister halt nicht jeden Tag in der Gartenschau sein...