Deutlich mehr Fünftklässler – das spüren Gymnasien und Realschulen im Landkreis Kelheim

Von Martina Hutzler · 30. August 2025 um 11:00

Deutlich mehr Landkreis-Kinder als vor einem Jahr haben im Sommer ihre die Grundschulzeit beendet; deutlich mehr Kinder als vor einem Jahr peilen als neues Ziel eines der Gymnasien im Kreis Kelheim an. Aber auch die Realschulen verzeichnen Zuwächse, im Gegensatz zu FOS/BOS. Das und mehr geht aus den vorläufigen Anmeldezahlen hervor, die das Landratsamt Kelheim jetzt veröffentlicht hat.

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„Grundschule adieu“ hieß es am 31. Juli für 1134 Buben und Mädchen an den 25 insgesamt Grundschulen im Landkreis Kelheim. Das sind laut Landratsamt Kelheim 50 Kinder mehr (plus 4,5 Prozent) als im Sommer 2024 (1085; 2023: 1089)

■ Übertritte: Einen gestiegenen Zulauf verspüren auch die Gymnasien und Realschulen, die es im Kreis Kelheim gibt: Nach den vorläufigen Anmeldezahlen starten am 16. September an den drei Gymnasien 345 Fünftklass-Kinder, und damit 40 mehr als im Vorjahr (plus 13,1%), das mit 305 eine deutliche „Delle“ markierte (2023: 336 Fünftklässler). Die Zahl der Eingangsklassen erhöht sich um eine auf 13.

Die vier Realschulen im Landkreis erwarten 433 angemeldete Kinder und damit 21 mehr (5,1%) als 2024 (412; 2023: 466). Sie werden auf insgesamt 17 Eingangsklassen verteilt (plus 2).

■ Mittelschulen: Rein rechnerisch hieße das, dass 356 Kinder an die elf Mittelschulen (zehn gemeindliche, eine Montessori) im Landkreis übertreten. Das ist aber nur ein Näherungswert. Unter anderem deshalb, weil Familien bei Gymnasien und Realschulen Wahlfreiheit haben. Deshalb pendeln Kinder von außerhalb an Landkreis-Schulen ein, und Landkreis-Kinder pendeln an auswärtige Schulen aus; letztere sind in den Zahlen des Landratsamts aber nicht erfasst. (An Grund- und Mittelschulen gilt hingegen die „Sprengelpflicht“: Kinder müssen in der Regel an die Schule gehen, in deren Einzugsgebiet ihr Wohnort liegt).

Nicht in der Statistik enthalten sind die zwei Sonderpädagogischen Förderzentren im Landkreis sowie die Wirtschaftsschule Abensberg, die erst mit der sechsten Jahrgangsstufe beginnt.

■ Gymnasien: Am Donau-Gymnasium Kelheim werden laut Landratsamt für das kommende Schuljahr 130 Schülerinnen und Schüler erwartet und auf fünf Eingangsklassen verteilt. Ein Jahr zuvor waren es 127 Kinder, die tatsächlich angefangen haben.

Am Kelheimer Gymnasium macht sich – wie überall in Bayern – heuer die Rückkehr von der Acht- zur Neunstufigkeit bemerkbar, denn es gibt erstmals wieder eine 13. Jahrgangsstufe. In Kelheim erhöht sich die Gesamtschülerzahl um 100 auf 1000.

Am Gabelsberger-Gymnasium Mainburg haben sich 136 Kinder eingeschrieben (ein Jahr zuvor starteten tatsächlich 111 Kinder). Es gibt ebenfalls fünf Eingangsklassen. Die Gesamtschülerzahl mit dem G9 erhöht sich um 100 auf 986.

Eine Premiere erlebt Rohr: Die 79 Kinder, die dort angemeldet wurden, starten als erste in einem nun staatlichen Gymnasium. Wie berichtet, hatte der Kreistag 2024 beschlossen, die Trägerschaft zu übernehmen, weil der Benediktiner-Orden sich dazu nicht mehr imstande sah. Zusätzlich zu den drei fünften Klassen werden auch die Stufen 6 und 7 mit insgesamt 132 Jugendlichen ab diesem Herbst „staatlich“.

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■ Realschulen: Die Realschule Abensberg erwartet mit 177 Anmeldungen ein deutliches Plus von 50 Kindern; noch offen ist laut Landratsamt, ob es sechs oder sieben Eingangsklassen werden. Am Standort plant der Landkreis mittelfristig eine Generalsanierung und Erweiterung.

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Für die Realschule Mainburg haben sich 47 Kinder angemeldet; somit zehn weniger, als im Jahr zuvor (tatsächlich) starteten. Sie kommen heuer in zwei Eingangsklassen unter. Das nimmt einer der Forderung der Mainburger Schulleitung – unterstützt vom Kreisausschuss – ein wenig den Wind aus den Segeln: Diese will eine allgemeine Erlaubnis für Dreizügigkeit haben; bislang ist die Schule vom Kultusministerium nur zweizügig genehmigt.

Die Staatliche Realschule Riedenburg verzeichnet gleichbleibend 147 Anmeldungen; hier sind gleich sechs Eingangsklassen nötig. Dort werden wegen anhaltend hoher Schülerzahlen bereits Zusatzräume in der benachbarten Drei-Burgen-Halle genutzt, und es ist das Aufstellen einer Container-Anlage vorgesehen.

Die kirchlich getragene Mädchenrealschule St. Anna Riedenburg plant mit 62 (Vorjahr 63) Schülerinnen und zwei Eingangsklassen.

Berufliches Schulzentrum Kelheim

FOS: An der Fachoberschule des Beruflichen Schulzentrums Kelheim haben sich für die Vorklasse 26 Jugendliche angemeldet. Für die FOS 11 werden 130 Schülerinnen und Schüler erwartet, für die FOS 12 sind es 121; jeweils in den Zweigen Technik, Wirtschaft und Sozial.

BOS: Die Berufsoberschule (Technik und Wirtschaft) verzeichnet für die Vorklasse 5 Anmeldungen und für die BOS 12 insgesamt 25. Die FOS/BOS 13 (Technik, Wirtschaft, Sozial) verzeichnet 80 Einschreibungen.

Damit beträgt die zu erwartende Schülerzahl FOS/BOS für das neue Schuljahr insgesamt 389 Jugendliche (minus 3,2%). Ein Jahr zuvor waren (tatsächlich) 402 Jugendliche am Start.

Pädagogik: Für die Berufsfachschule für Kinderpflege haben sich 58 Jugendliche angemeldet (im Vorjahr lief die Anmeldung zum Zeitpunkt der Statistik noch). Die neue Fachakademie für Sozialpädagogik erwartet 28 Schülerinnen und Schüler.