Grünes Licht für staatliches Gymnasium in Rohr – im September 2025 starten die ersten Klassen

Nun ist es offiziell: Das Kultusministerium in München gibt grünes Licht für ein staatliches Gymnasium in Rohr.
Im März 2024 hatte Kelheims Kreistag beschlossen, dass aus dem kirchlichen Gymnasium Rohr künftig eine staatliche Einrichtung werden soll. Die Trägerschaft wird der Landkreis Kelheim übernehmen.
Kultusministerin Anna Stolz (FW) hat nun dem Antrag des Landkreises Kelheim für ein neues staatliches Gymnasium in Rohr zugestimmt, heißt es in einer am Donnerstagmittag verschickten Pressemitteilung. „Es ist mir eine große Freude, den Startschuss für die Neugründung des staatlichen Gymnasiums in Rohr zu geben“, wird Ministerin Stolz darin zitiert. Sie sei „sehr dankbar für das reiche Erbe und die wertvollen kulturellen Beiträge der Benediktinerabtei“ und freue sich, dass diese „Bildungstradition nun mit neuen Impulsen und Ressourcen von staatlicher Seite fortgesetzt wird“.
Zwei Ministerien verkünden parallel die Nachricht
Dadurch biete man den Schülerinnen und Schülern in Rohr und Umgebung „weiterhin ideale Rahmenbedingungen für beste Bildung“.
Parallel zum Kultusministerium vermeldete fast zeitgleich auch Bayerns Finanzministerium die Nachricht.
Auch das Staatsministerium der Finanzen und für Heimat habe sein Einverständnis zur Neuerrichtung gegeben, heißt es. „Durch das neue Gymnasium am bewährten Standort in Rohr leisten wir einen wichtigen Beitrag zu kurzen Schulwegen und schaffen bestmögliche Lernbedingungen sowie hervorragende Startchancen für alle Schülerinnen und Schüler vor Ort.“
Mit über 52 Milliarden Euro für Bildung und Forschung setze Bayerns Doppelhaushalt 2024/2025 ein „solides und klares Signal für die Zukunft unseres Landes“, freut sich Finanzminister Albert Füracker (CSU).
Das sind die Details zum staatlichen Gymnasium Rohr
Das neue staatliche Gymnasium in Rohr wird ab dem Schuljahr 2025/26 mit den Jahrgangsstufen 5 bis 7 beginnen und in den folgenden Schuljahren aufsteigend ausgebaut.
Parallel hierzu läuft der Schulbetrieb in den höheren Jahrgangsstufen am bestehenden Johannes-Nepomuk-Gymnasium der Benediktinerabtei in Rohr i. Niederbayern schrittweise aus.
Die Entscheidung des Landkreises Kelheim für den Schulstandort Rohr erfolgte aufgrund seiner zentralen Lage im Landkreis Kelheim und der schon bestehenden Tradition eines Gymnasiums am Ort. Vorhandene, bereits ausreichend zur Verfügung stehende Gebäude und Sportstätten, die für den Schulbetrieb unmittelbar geeignet sind, könnten sofort genutzt werden, vermelden die Münchener Ministerien.
Mit der Übernahme des Gymnasiums geht auch eine fast 50 Millionen Euro teure Sanierung einher, die in zehn Jahren ansteht.
Künftig gibt es im Landkreis Kelheim drei staatliche Gymnasien: das Donau-Gymnasium in Kelheim, das Gabelsberger-Gymnasium in Mainburg und das Gymnasium in Rohr.