Neue Freisitze und ein altbekannter Grieche in Stadtamhof: Gastro-News aus Regensburg

Von Heike Haala · 26. Februar 2025 um 19:00

Je näher der Frühling rückt, desto enger wird es auf den Freisitzen im Regensburger Stadtteil Stadtamhof. Aber bald gibt es mehr dieser beliebten Plätze mit Blick auf die Flaniermeile. Denn in der Ladenzeile und am Brückenbasar bahnen sich einige Neuerungen an.

Und das wiederum liefert natürlich passenden Stoff für einen schönen Ratsch an diesen Tischen.

Stadtamhof soll seinen Griechen zurückbekommen

Als Ende 2023 bekannt wurde, dass das Perivoli seine Türen schließen wird, war diese Nachricht für viele Fans griechischer Küche schwerer zu verdauen als eine Poseidon-Platte für vier Personen. Aber jetzt, bei Zeus, kündigt Philipp Bittner an, dass die Familie Koulouris ihr Lokal im Laufe des Frühjahrs an gleicher Stelle wieder eröffnen soll. Bittner und seine Familie haben das Anwesen mit der Gastronomieeinheit unlängst vom Bistum erworben. Auch für die weiteren Mieter des Gebäudes soll sich nichts ändern. „Gekündigt wird niemand“, sagt Bittner. Er wolle das Gebäude auf Vordermann bringen, plane aber keine Luxussanierung.

Die Freisitz-Lücke am Brückenbasar schließt sich bald

Auch am Spritz-Hotspot Stadtamhofs, den viele liebevoll als Spitalien bezeichnen, tut sich etwas: Nachdem Sascha Almahmoud mit dem Café Spital am Brückenbasar vor wenigen Wochen in die Spritz-Bar ein Häuschen weiter gezogen war, klaffte an den ersten warmen Nachmittagen eine Lücke auf dieser Terrasse. Aber auch vor dem ehemaligen Café Spital soll bald wieder ein Freisitz aufgebaut werden. Hier verwirklichen sich gerade die Brüder Niclas und Luca Fröbel. Die Söhne von Martin Brändl, der zusammen mit Andreas Espig die Trattoria Marina gegenüber betreibt, planen Anfang April ein neues Café zu eröffnen. „Aktuell sind wir intensiv mit Reparaturarbeiten beschäftigt, um einen einladenden und gemütlichen Raum für unsere Gäste zu schaffen“, sagt Luca Fröbel. Er kündigt Frühstück, Speisen für den kleinen Hunger sowie Barbetrieb am Abend an. Der Name des Cafés und der genaue Eröffnungstermin werden erst später bekannt gegeben.

Noch mehr Gastro-News: Das Friedl Zwo expandiert

Ein paar Meter weiter hat ein Café den Betrieb aufgenommen, dessen Name dagegen schon bekannt ist: Das Friedl Zwo von Sebastian Plate. Er betreibt ein weiteres Café mit dem gleichen Namen in der Obermünsterstraße. Im Moment hat er freitags und samstags geöffnet. Ab Ende März plant Plate Öffnungszeiten von Mittwoch bis Samstag oder Sonntag. Auch einen Freisitz soll es geben. Fans der Niederlassung in der Obermünsterstraße müssen aber nicht um diesen Tresen bangen: „Das bleibt“, sagt Plate. Er hofft, dass sich die Standorte kontrazyklisch ergänzen. Sprich: Im Sommer soll vor allem Stadtamhof für Umsatz sorgen, im Winter dagegen die Obermünsterstraße.

Ein Leerstand weniger: Eine Kanzlei hat eröffnet

Schräg gegenüber hat Anfang Februar Kim Röntgen eine Kanzlei für Familienrecht eröffnet. An Stadtamhof haben sie die die Lage gereizt sowie die sonnigen und hellen Räume. „Meine kleinen und großen Mandanten sollen gut in einer freundlichen Atmosphäre ankommen“, erklärt sie. Die Termine in diesen Räumen könne man gut bei Spaziergängen an der Donau Revue passieren lassen, sagt Röntgen.

Der Kran ist weg: Lösung für den Laden ist in Sicht

Der Kran bei Hausnummer 20, der das Bild Stadtamhofs über Monate hin mitprägte, ist inzwischen verschwunden. Michael Blum, der die Immobilie verwaltet, sagt, dass die Bauarbeiten nun beendet sind. Die sechs Wohnungen werden gerade bezogen. An der Ladeneinheit im Erdgeschoß hing bis vor wenigen Tagen ein Schild, mit dem ein Mieter gefunden werden sollte. Blum spricht von großem Interesse an der Fläche und davon, dass sich inzwischen eine Lösung für die Vermietung abzeichne.

An der Schierstadt 2: Doch kein Ort für Erinnerung

Weiter unklar ist, was aus den Räumen wird, in denen einmal das Café Coming Home untergebracht war. Ende 2020 mietete die Stadt sie an. Einige Zeit war die Fläche nun als Ort für Erinnerung im Gespräch. Aber daraus wird nichts. Laut Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, habe sich bereits im November 2023 herausgestellt, dass es dafür einer Baugenehmigung bedurft hätte. Diese hätte Umbauten und Kosten verursacht. Zudem liege der Schwerpunkt der Stabsstelle für Erinnerungskultur nun auch auf pädagogischer Arbeit. Dafür seien die Räume aber nicht geeignet. Deswegen habe sich die Stabsstelle bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten nunmehr eher in Richtung Innenstadt orientiert. „Derzeit werden geeignete Objekte sondiert und geprüft“, sagt die Pressesprecherin. Auch für das Objekt in Stadtamhof prüfe die Stadt Nutzungsmöglichkeiten. Zudem verhandle sie mit dem Vermieter über die Zukunft des Mietvertrags.

Das Perivoli: Das griechische Lokal soll bald wieder eröffnen.
Ein neues Café: Auch auf dieser Terrasse am Brückenbasar soll es bald wieder einen Freisitz geben.
Kein Ort für Erinnerung: Die Stadt prüft nun, wie sie die gemieteten Räume An der Schierstadt 2 noch nutzen kann. Fotos: Haala
Eine Kanzlei für Familienrecht eröffnete Kim Röntgen.