Mammut-Prozess in Regensburg startet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen

Elf Männer stehen in Regensburg vor Gericht: Was sie 2023 an einer Tankstelle in Hemau getan haben sollen, soll laut Anklage versuchter Mord sein. Alle Angeklagten schweigen, zwei bestritten alle Vorwürfe.
Das Justizgebäude ist seit heute ein Hochsicherheitstrakt: Im Innehof stehen riesige Container für die Gefangenen, sonst eigentlich beim G7-Gipfel im Einsatz. Im Gericht ist der Saal nur über Umweg zu erreichen. Absperrbänder geleiten den Zuhörern und auch den Angeklagte den Weg – überall Polizisten und Justiz-Wachtmeister.
Die Männer, die sich wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen verantworten müssen, dürfen nicht miteinander sprechen. So hat es die Jugendkammer festgelegt. Strikt pochen die Vorführbeamten daher aus diese Regeln. Wohl auch, weil ausnahmslos alle nichts sagen wollen, zumindest vorerst. Zwei lassen ihre Verteidiger alles bestreiten.
Mit Eisenstangen zugeschlagen
Das Landgericht in Regensburg hat einen Vorfall aufzuarbeiten, der teils genau auf Videos dokumentiert wurde: Am 6. November 2023 sollen die elf Männer zwei andere lebensgefährlich verletzt haben. Mit Eisenstangen, so die Anklage, sollen sie auch noch auf die zu Boden gegangenen Geschädigten eingeprügelt haben. Einer dieser beiden Männer ließ es sich nicht nehmen, als Nebenkläger schon ab Tag eins im Gerichtssaal zu sein.
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Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sollen sich die Angeklagten zu dieser Eskalation brutaler Gewalt verabredet haben. Nach und nach nahm die Kripo sie später fest. Für den Prozess hat die Jugendkammer bislang 34 Verhandlungstage anberaumt. Ein Urteil würde demnach Ende Juni fallen.

