Die Bauarbeiten am Flachdach der FreizeitWelle in Rötz haben wieder begonnen

Von Stefanie Bauer · 8. März 2024 um 05:00

1972 ist mit dem Bau des Rötzer Hallenbades begonnen worden. Nach dreijähriger Bauzeit konnte es im Januar 1976 seiner Bestimmung übergeben werden, so ist es im Heimatbuch Rötz auf der Seite 323 nachzulesen. Nun bekommt es sein drittes Dach.

Noch nicht knapp 50, aber schon rund 30 Jahre auf dem Buckel hat das Flachdach der FreizeitWelle, an dem der Zahn der Zeit nun schon deutlich nagte; an mehreren Stellen hatte es sogar hineingeregnet. Deshalb wurde vergangenen November mit der Sanierung begonnen. Das neue Flachdach wird das dritte in der Geschichte des Hallenbads. Das erste habe rund 15 Jahre gehalten, so hatte es Bademeister Kestler berichtet, das zweite immerhin doppelt so lange wie das erste.

Es bleibt beim Flachdach

Es wurde beschlossen, beim Flachdach zu bleiben, obwohl auch über eine andere Dachform nachgedacht worden war, um künftige Probleme zu vermeiden. Die Statik, aber vor allem die Fördermöglichkeiten hätten dem nicht entsprochen, wie Bürgermeister Dr. Stefan Spindler vergangenes Jahr informiert hatte.

Über den Winter wurde mit der Baumaßnahme pausiert, seit einigen Tagen laufen die Arbeiten wieder, den verhältnismäßig milden und frühlingshaften Temperaturen sei Dank. Das Dach über dem Anbau der FreizeitWelle, in dem sich der Eingang, die Umkleiden und Sanitärräume befinden, hatte noch vor der Winterpause abgedichtet werden können. Der gleiche Aufbau wie dort kommt auch über das Hallenbad.

Die Photovoltaikanlage, die zuvor auf dem Dach montiert war, ist bereits abgebaut und wird auch nicht mehr aufgebaut werden, damit die Dachhaut nicht beschädigt wird. Die Anlage ist bereits wieder bei ihrem Eigentümer.

Die immens gestiegenen Stromkosten hatte allerdings auch die PV-Anlage auf dem Dach des Hallenbades und der Nebengebäude nicht auffangen können. Darum hatte es schon im vergangenen Jahr Überlegungen gegeben, eine Leitung von der Grundschule zum Bad zu legen.

Auf dem Schuldach befinden sich drei Bürgersolaranlagen, eine davon – mit einer Leistung von 54 kW – ist bereits in den Besitz der Stadt übergegangen. Es wäre ein Wunsch der Stadt gewesen, dass diese, sofern Gespräche mit dem Bayernwerk positiv verlaufen, dann die FreizeitWelle mit Strom versorgen würden. Wie Bürgermeister Spindler nun auf Anfrage informiert, habe sich das Vorhaben leider als äußerst schwierig entpuppt. Es habe bereits einen Termin mit Vertretern vom Bayernwerk gegeben, die die angestrebte Lösung als kaum umsetzbar gesehen hätten. Endgültig entschieden sei es allerdings noch nicht.

Öffnungszeiten unverändert

Auch wenn die Bauarbeiten nun wieder begonnen haben, auf den Hallenbad- und Saunabetrieb haben diese keinen Einfluss, an den regulären Öffnungszeiten ändert sich nichts.

Wie der Bürgermeister stets betont, läuft in der FreizeitWelle das ganze Jahr über, auch im Sommer während der Freibadsaison, alles rund dank der guten Arbeit, die die beiden Bademeister Heinrich Kestler und Thomas Baier leisten.

Das Hallenbad ist von Montag bis Freitag belegt. Insgesamt neun Schulen aus den Landkreisen Cham – von Walderbach bis Schönthal – und Schwandorf halten dort ihren Schwimmunterricht ab.

Außerdem trainieren im Rötzer Bad die DLRG Rötz und die Wasserwacht aus Oberviechtach, die zudem das ganze Jahr über Schwimmkurse durchführen. Zwölf Stunden pro Woche findet des Weiteren Rehasport statt. Vom Landkreis Cham gibt es einen Betriebskostenzuschuss.

Die Bauarbeiten am Hallenbaddach sollen noch im Frühjahr abgeschlossen werden.

Dachsanierung ist ein finanzieller Kraftakt

Dach: Das neue Flachdach wird das dritte sein in der bald 50-jährigen Geschichte des Rötzer Hallenbades. Das zweite hatte immerhin doppelt so lange gehalten wie das erste.

Förderung: Die Dachsanierung ist ein finanzieller Kraftakt für die Stadt: Rund 250000 Euro sind dafür veranschlagt. Dafür gibt es eine Förderung in Höhe von 54000 Euro.

Nicht nur im Winter, auch während der Freibad-Saison ist die FreizeitWelle weit über die Landkreisgrenzen hinaus beliebt bei den Badegästen. Foto: Archiv/Stefanie Bauer