Durchwachsene Saison mit Rekord: FreizeitWelle Rötz lockt wieder viele Besucher an

Von Stefanie Bauer · 15. August 2023 um 17:00

Ausgerechnet in den Pfingstferien hatte der Ostwind für kühle Temperaturen gesorgt – und damit für vergleichsweise wenig Badegäste. „Der Juni war sehr durchwachsen“, fasst Heinrich Kestler, Bademeister in der FreizeitWelle, die Wetterlage zu Beginn der Freibad-Saison zusammen.

Die Temperaturen waren oft nur an der Grenze zu den 23 Grad, ab denen das Rötzer Freibad öffnet.

Was folgte, war ein Juli mit einem Rekord-Sonntag: Seit Bestehen der Freizeitwelle hatte es keinen Tag gegeben, an dem mehr Besucher in das Bad wollten als am 9. Juli: 750 an der Zahl – und Kinder unter sechs Jahren, die noch keinen Eintritt zahlen müssen, gar nicht mitgerechnet. Am Samstag, knapp eine Woche später, waren es dann 511 Besucher.

Sonniger Brückentag in Rötz

Vielleicht, mutmaßt Kestler, habe das unter anderem mit der Sanierung des Rodinger Freibads zu tun. Am Brückentag vor Mariä Himmelfahrt ist auch Familie Groitl aus Roding in der FreitzeitWelle. „Weil man die Kinder so gut im Blick hat und es einfach schön ist hier. Die Große sagt sogar immer, sie möchte unbedingt hierher“, erzählen die Eltern.

Dass „alles nah beieinander“ ist – Kinderbecken, Kiosk und Spielplatz – und man deshalb einen guten Überblick habe, höre er tatsächlich sehr oft, bestätigt Kestler. Auch das Ehepaar Förtsch aus Rötz ist begeistert: „Alles ist so gepflegt und sauber, man fühlt sich gut aufgehoben“, geht ein Kompliment an Kestler, seinen Kollegen Thomas Baier und das Stadtbauhof-Team.

„Regenzeit“ im Juli

Die verregneten Wochen später im Juli drückten die Besucherzahlen aber erst einmal wieder nach unten: Ende des Monats begann die „Regenzeit“; die FreizeitWelle hatte bis letzten Freitag knapp drei Wochen lang geschlossen. Nun nimmt der Sommer wieder an Fahrt auf: Um 11 Uhr vormittags zeigt das Thermometer am Brückentag 25 Grad Lufttemperatur – im Wasser sind es wie immer 26 Grad beziehungsweise 30 Grad im Babybecken. Doch da geht noch mehr: Bis jetzt haben laut Kestler heuer insgesamt rund 6000 Badegäste die FreizeitWelle besucht. Letztes Jahr um dieselbe Zeit waren es schon etwa 8000 gewesen.

Manche Gäste kommen übrigens gar nicht zum Schwimmen, berichtet der Bademeister: Einige nutzen auch nur die neue Beachvolleyball-Anlage. Außerdem gibt es ein Schachfeld, eine Bocciabahn, Tischtennis und das Riesentrampolin. Und auch kostenloses Bayern-WLAN steht seit letzter Woche in der Freizeitwelle zur Verfügung.

Das zugehörige Hallenbad ist seit Beginn der Sommerferien für die jährlichen Wartungsarbeiten geschlossen. Wenn es im Herbst wieder öffnet, wird das Wasser aus dem Freibad mit vergleichsweise hoher Temperatur in das Becken gepumpt und somit energetisch sinnvoll genutzt: „Damit stehen wir schnell parat.“

Was der Badegast nicht sieht: Im Technikraum stehen die Umwälzpumpen für unter anderem den Wasserpilz und die Massagedüsen.
Im Strandkorb beim Babybecken findet man Schatten, während die Kleinen planschen.
Und hinein ins kühle Nass! Die Wasserrutsche wird von groß und klein gern genutzt.