Nach Änderung: Moderner Neubau entsteht an der Fronberger Straße in Schwandorf

Während der Gewerbepark an der Bellstraße sichtbar wächst, ist es um ein anderes Projekt von Matthias Simmel in den vergangenen Monaten ruhig gewesen: der Neubau Fronberger Straße 5.
Das lag weniger an dem Schwandorfer Investor, sondern an einer politischen Entscheidung. Der Bauausschuss hatte im Juni den ersten Projektentwurf mehrheitlich abgelehnt.
Zu hoch und zu breit sei das geplante Gebäude, es füge sich nicht in die Umgebungsbebauung ein, hatten die Kritiker damals argumentiert. Simmel war nach danach entsprechend enttäuscht. Denn er war fest von einer Zustimmung ausgegangen. „Wir hatten das Vorhaben baurechtlich prüfen lassen und auch von Stadträten Zustimmung signalisiert bekommen“, blickt er auf die Entscheidung vor knapp sechs Monaten zurück.
Ein Stockwerk weniger
Gestorben ist das Projekt aber nicht, versichert Simmel. In der Zwischenzeit habe es Gespräche mit der Stadtverwaltung gegeben, bestätigt er. Dabei haben sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt: Der Neubau wird um ein Stockwerk reduziert.
Der Glaskubus, der bisher als oberstes Geschoss vorgesehen war, ist aus dem Entwurf gestrichen worden. Damit wird auch die oberste Wohnung, die sich über zwei Etagen erstrecken sollte, deutlich kleiner. An der Größe der anderen vier Wohnungen hat sich im neuen Entwurf nur geringfügig etwas geändert.
Einer solchen Verkleinerung habe er sich nicht verwehrt, meint Matthias Simmel. Denn er wollte das Projekt nicht sterben lassen. Leicht gefallen sei ihm die Änderung des Entwurf dennoch nicht, schließlich muss er als Investor auch an die Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens denken. Und die werde durch die Verkleinerung gerade noch so erreicht.
Altbau wird abgerissen
Die Alternative wäre ein quadratischer Gebäudewürfel gewesen, meint Simmel. Oder das bisherige, mittlerweile leere Wohnhaus Fronberger Straße 5 wäre stehengeblieben. Beide Varianten seien für das Grundstück am Naabufer nicht vorteilhaft, steht für den umtriebigen Investor fest.
Das Vorhaben will er nun vorantreiben: Im ersten Quartal 2024 soll das alte Wohnhaus abgerissen werden, kündigt Simmel an. Die Abrissgenehmigung sei erteilt und der Auftrag an eine Schwandorfer Firma vergeben. Er rechnet damit, dass der Abbruch etwa sechs bis acht Wochen dauern wird.
Im Anschluss könnte mit der Errichtung des Neubaus begonnen werden. Auch dafür liegt dem Investor inzwischen die Baugenehmigung vor. Dies wird von der Stadtverwaltung so bestätigt. „Den Bau würde ich gerne bis zur Jahreswende 2024/25 fertigstellen“, sagt Simmel. Um das zu schaffen, dürfte es allerdings keine weiteren Verzögerungen geben.
Baupreise werden so schnell nicht runter gehen
Die Verschiebung aufgrund der negativen Entscheidung des Bauausschusses sei nicht unbedingt von Vorteil gewesen, meint der Schwandorfer Investor. Die Situation habe sich nicht verbessert, die Zinsen seien gestiegen und die Baustoffe auch nicht billiger geworden, erklärt er.
Simmel geht davon aus, dass die Baupreise auch in den nächsten zwei Jahren nicht so stark runtergehen werden. Gleichzeitig könnte aber aufgrund der schwierigen Haushaltssituation des Bundes das ein oder andere Förderprogramm auf der Kippe stehen.
Der Neubau an der Fronberger Straße wird zwar nicht gefördert, aber bei anderen Projekten hofft Simmel auf staatliche Unterstützung. So beispielsweise auch bei seinem Bauvorhaben an der Holzbergstraße in Fronberg. Auf dem Areal der früheren Kellerwirtschaft soll geförderter Wohnraum entstehen. Über den vorliegenden Entwurf haben die Schwandorfer Stadträte bisher noch nicht entschieden. Und auch auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 4. Dezember findet sich kein entsprechender Beschluss. Simmel hofft, dass es bald eine Entscheidung gibt. Denn davon ist auch die Umsetzung des Projektes abhängig.
Die in Fronberg geplanten barrierefreien, kleinen Wohnungen werden dringend benötigt, sagt Simmel. Aber nicht nur an geförderten Wohnraum fehle es in der Großen Kreisstadt. Auch Angebote im mittleren und höheren Preissegment seien nicht üppig. Deshalb will er den Neubau Fronberger Straße 5 unbedingt realisieren. Er hofft, dass der Bau der Naabbrücken für keine weitere Verzögerung sorgt.
