Futuristischer Neubau an der Naab geplant: Schwandorfer Investor hat Großes vor

Matthias Simmel betreut aktuell einige Bauprojekte in Schwandorf: An der Bellstraße entsteht ein Gewerbepark, an der Libourne-Allee werden mehr als 70 Wohnungen realisiert und auch am Ortseingang von Fronberg will er neuen Wohnraum schaffen. Bald könnte ein weiteres Vorhaben hinzukommen.
An der Fronberger Straße plant Matthias Simmel ein futuristisches Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten. Auf dem Grundstück stehen momentan noch ein Altbau sowie ein alter Schuppen. Beide Gebäude sollen demnächst abgerissen werden. „Die Genehmigung haben wir bereits bekommen“, sagt Simmel.
Schwandorfer Bauausschuss muss zustimmen
Gleich nach dem Abriss soll mit dem Neubau begonnen werden. Voraussetzung, damit der Zeitplan so eingehalten werden kann, ist die Zustimmung des Bauausschusses, der sich am Mittwoch mit dem Projekt befasst. Simmel ist optimistisch, dass der Ausschuss grünes Licht gibt. Bisher habe er von der Bauverwaltung, vom Oberbürgermeister und den meisten Parteien, die im Stadtrat vertreten sind, positive Rückmeldungen erhalten, berichtet der Investor. Auf Nachfrage der Mittelbayerische erklärt OB Andreas Feller (CSU), dass er sich „über eine moderne Architektur freue“. Feller betont aber auch, dass das Gebäude ins Umfeld passen müsse.
Die Abstandsflächen – auch die zur Naab hin – würden alle eingehalten, sagt Simmel. Baurechtlich könne deshalb nichts an dem Vorhaben beanstandet werden, findet der Investor. Zudem erfolge eine Nachverdichtung, die politisch gewollt sei. In diesem Fall werde nach oben verdichtet und nicht in der Breite.
Der Neubau soll sich über fünf Ebenen erstrecken und eine Gesamthöhe von knapp 15Metern haben. Es sei „kein kleines Häuschen mit einem Flachdach, sondern ein Kind seiner Zeit“, meint Architekt Martin Fleischmann mit Blick auf die Gebäudegröße. Bei der Höhe orientiere man sich laut Simmel am Rathaus, das momentan noch aufgestockt wird. Auch andere Gebäude entlang der Fronberger Straße wie das neue Landesjugendamt oder das Hotel Waldlust würden sich in Bezug auf die Höhe kaum etwas nehmen, verteidigt der Schwandorfer Projektentwickler sein Bauvorhaben.
Neubau ist kein massiver Block
Trotz seiner Höhe wirke der Bau nicht so dominant, ist Simmel überzeugt. Dies gelinge durch eine Terrassierung der einzelnen Ebenen. Dadurch sei das Gebäude kein massiver Block. Auf jeder Ebene soll es später eine oder zwei Wohnungen geben, wobei die oberste Etage ein verglastes zweites Geschoss für die Wohnung darunter ist.
Mit knapp 190 Quadratmetern ist die oberste Wohnung die größte. In der untersten Ebene gibt es eine Wohnung mit einer Größe von rund 150Quadratmetern. Die anderen drei Wohnungen sind zwischen 73 bis 141Quadratmeter groß. Es seien effektiv fünf Einfamilienhäuser in einem, meint Simmel. Für alle Eigentumswohnungen gebe es laut Simmel bereits Interessenten. Der rückwärtige Gebäudeteil soll auf mehreren Stützfundamenten stehen. Sie könnten im Hochwasserfall überflutet werden, ohne dass die untere Wohnung in Mitleidenschaft gezogen werde. Die Linie für ein 100-jähriges Hochwasser verlaufe unterhalb der Gebäudeabschlusskante, erklärt Fleischmann. Man lasse zum Fluss hin auch einen Abstandsrespekt, ohne das fließende Gewässer „zu beleidigen“ und ohne ihm seinen Charme zu nehmen, sagt der Architekt. Das neue Gebäude liege innenstadtnah, ohne die „Postkartenansicht“ der Großen Kreisstadt zu beeinträchtigen, ergänzt Simmel.
Dass das Mehrfamilienhaus ausgerechnet am Naabufer errichtet werden soll, begründet der Investor damit, dass es fast keine Bauflächen in Schwandorf mehr gebe. Es sei fast nur noch möglich, alte Bausubstanz abzureißen und dort neu zu bauen. Der Zustand des Bestandsgebäudes Fronberger Straße 5 sei laut Simmel sehr schlecht, so dass nur ein Abriss Sinn mache. Der bisherige Zeitplan sieht eine Fertigstellung im nächsten Jahr vor.

