Lichterglanz für Regensburger Maxstraße: Der Boulevard wird zum Strahlen gebracht

Von Rainer Wendl · 22. November 2023 um 17:00

Zum ersten Mal überhaupt gibt es heuer eine Weihnachtsbeleuchtung in der Regensburger Maxstraße. Es ist mehr als nur Adventsschmuck.

Zu Testzwecken wurde sie bereits kurz eingeschaltet, ein Foto davon gibt es aber nicht. Die volle Pracht der neuen Weihnachtsbeleuchtung in der Maximilianstraße wird für die breite Masse daher erst am Freitag um 17 Uhr zu sehen sein, wenn sie von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in Betrieb genommen wird.

Doch auch am helllichten Tag ist Katharina Neumeier von der Interessengemeinschaft Maxstraße von der positiven Wirkung der Girlanden mit Tannenoptik und Stern in der Mitte überzeugt: „Das macht die Straße viel einladender, gemütlicher. Man nimmt auch die Fassaden viel bewusster wahr, an denen man sonst meistens nur vorbeiläuft“, sagt die Geschäftsführerin vom Hotel Weidenhof.

Für sie und ihre Kollegen Martina Erös (Elaya Hotel), Christian und Johanna Röhrl (Bücherwurm), Ghanem al Hajal (Frische Paradies) und Juraj Sobolic (Urban Coffee) ist die Neuheit viel mehr als nur Weihnachtsschmuck. Sie soll verdeutlichen, dass sich die Straße auf dem Weg zurück zum strahlenden Boulevard befindet.

Positive Entwicklungen in der Regensburger Maxtraße

Als Indiz dafür führt Neumeier unter anderem die jedes Jahr von Trummer Immobilien durchgeführte Frequenzzählung an, die dem südlichen Teil der Maxstraße ein sattes Passanten-Plus von 20 Prozent bescheinigt hat. Auch die aktuell geringe Leerstandsquote stimmt die Hotel-Managerin positiv: „Da hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan.“

Sogar ein neuer Leerstand kann als Erfolg gedeutet werden – der Umzug von Electro Wheels in die Kirchmeierstraße war nur nötig, weil der E-Bike-Spezialist wegen des brummenden Geschäfts in der Maxstraße mehr Platz brauchte.

Um diesen Aufwärtstrend weiter zu befeuern, hat sich im August die Interessengemeinschaft gegründet. Den Anstoß dazu hatte die Stadt gegeben, bei einem Netzwerktreffen im ebenfalls städtischen M26. Die Eröffnung dieses Raums für Kultur und Bürgerengagement war einer der ersten belebenden Impulse für die Maxstraße in diesem Jahr. Mit der Begrünung ging es weiter, die Weihnachtsbeleuchtung ist der Schlusspunkt für 2023.

Eine solche gab es noch nie in der Maxstraße. Und es war weder trivial noch billig, sie zu realisieren. Mit den Worten „Die Straße ist lang und breit“ macht Neumeier deutlich, dass allein das Anbringen der neuen Befestigungshaken für die 16 Girlanden sowie die beiden Leuchtschriften „Weihnachtliche Maxstraße“ eine Menge Arbeit war – inklusive Abstimmung mit mehr als 30 Hauseigentümern.

Kosten für Weihnachtsbeleuchtung in der Maxtraße: Mittlerer fünfstelliger Betrag

Gekostet hat das Ganze einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag, der zu 40 Prozent durch den Sonderfonds „Innenstädte beleben“ des Freistaats Bayern gefördert wurde. Den Rest steuerten die ansässigen Gastronomen, Einzelhändler und Immobilienbesitzer bei.

So gesehen sei die Weihnachtsbeleuchtung auch Ausdruck eines neuen Wir-Gefühls in der Maxstraße, meint Neumeier. „Jetzt freuen wir uns wahnsinnig darauf, die gestiegene Aufenthaltsqualität auch im Advent zeigen zu können.“