Nach Anschlägen auf kritische Infrastruktur in Regensburg: LKA durchsucht Donau

Von André Baumgarten · 16. Juni 2026 um 11:51

Nach zwei Anschlägen auf kritische Infrastruktur in Regensburg und Pentling richten Ermittler des Landeskriminalamts den Fokus auf Pfaffensteiner Wehr und Donau. Unbekannte hatten in der Nacht von 7. auf 8. Juni unter einer Brücke ein Feuer gelegt und wichtige Kabel zerstört. Es ist ein Fall für den Staatsschutz.

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Was bei der Durchsuchung gefunden wurde, lesen Sie hier: Nach Brandanschlägen in Regensburg: Das holten die Terror-Ermittler aus der Donau

In selben Zeitraum war zudem versucht worden, an einem Strommast in Pentling ein Feuer zu legen. An der sogenannten Stromübergangslage gelang das jedoch nicht – die Flammen, die wohl mit gestapelten Reifen angefacht werden sollten, erloschen von selbst.

Ziel der Anschläge dürfte die kritische Infrastruktur gewesen sein. „Wir gehen aktuell davon aus, dass es sich um eine extremistische Tat handelt“, hatten LKA und Generalstaatsanwaltschaft in München bestätigt. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) hat die Fälle in der Oberpfalz daher für weitere Ermittlungen übernommen.

Für die Absuche der Donau wurde die Wehranlage in Pfaffenstein außer Betrieb genommen. - Foto: Baumgarten

Auch weitere Vorfälle im Freistaat sind im Fokus

Ermittelt wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat und der Brandstiftung in Pentling und in Regensburg. Und: Weitere Vorfälle im ganzen Freistaat werden von den Ermittlern in den Fokus genommen, darunter auch in Niederbayern, wie Recherchen der Mediengruppe Bayern ergaben.

Die Beamten der TEE (Technische Einsatzeinheit) der Bereitschaftspolizei suchten im Wasser nach möglichen Beweismitteln zur Aufklärung des Falles. - Foto: Baumgarten

Ab Donnerstagmorgen haben die Taucher der Bereitschaftspolizei den Uferbereich nun akribisch abgesucht. Die Wehranlage wurde dafür außer Betrieb genommen, um die Beamten im Wasser keiner unnötigen Gefahr auszusetzen. „Wir suchen nach möglichen Beweismitteln zur Aufklärung des Falles“, erklärte LKA-Sprecher Ludwig Waldinger auf Nachfrage. Zum Stand der Ermittlungen könne er keine Stellung nehmen.